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Handball

Mit breiter Brust in das Spitzenspiel

Der ASV Cham reist am Samstag zum ärgsten Verfolger HSG Fichtelgebirge. Das Spiel könnte richtungsweisend werden.
von Thomas Mühlbauer

Samuel Orlovsky (im roten Trikot) und der ASV Cham wollen bei der HSG Fichtelgebirge ihren Spitzenplatz verteidigen. Foto: Simon Tschannerl
Samuel Orlovsky (im roten Trikot) und der ASV Cham wollen bei der HSG Fichtelgebirge ihren Spitzenplatz verteidigen. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Beim Blick auf den Spielplan dürfte jedem Handballfan das Herz aufgehen, denn zum Abschluss der Vorrunde kommt es zum absoluten Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer ASV Cham und seinem nur einen Punkt schlechter platzierten ärgsten Verfolger HSG Fichtelgebirge. Beide Seiten hatten über die Weihnachtspause genügend Zeit, die Akkus wieder aufzuladen. So ist klar, entscheidend wird am Samstag (Anwurf 16.30 Uhr) die Tagesform sein.

Der ASV konnte vier der letzten fünf Spiele für sich entscheiden. Doch die HSG steht dem in nichts nach, denn die Haber-Truppe holte aus den letzten fünf Partien fünf Siege. Beeindruckend ist, die einzigen beiden Niederlage kassierte man am zweiten und vierten Spieltag, die restlichen Partien wurden alle gewonnen. ASV Cham Trainer Filip Turecek weiß, um die Bedeutung der Partie: „Es ist das absolute Spitzenspiel um den ersten Platz. Ich liebe solche Topspiele und ich weiß auch, die Mannschaft ist heiß darauf.“

Die besten Teams der Liga

Und es müsste wohl schon viel schief gehen bei beiden Teams, wenn diese nicht die Meisterschaft unter sich ausmachen sollten. „Genau für solche Spiele, spielt man Handball.“ Die HSG ist in diesem Jahr so stark, wie Turecek schätzt, weil man ebenfalls schon lange zusammenspielt. „Sie spielen schnell nach vorne, haben einen guten Rückraum und schnelle Außen. Eigentlich gibt es in der Mannschaft keine Schwachstelle“, so der Trainer. Gewinner dürften am Samstag, so schätzt Turecek, auch die Zuschauer werden, denn zu sehen sein dürfte wohl temporeicher Handball.

Doch tiefstapeln gilt für den Tabellenführer nicht, denn das Ziel ist es natürlich, auch am Samstag die beiden Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen. „Wir wollen auf jeden Fall bestehen, auch wenn ich weiß, dass es schwer werden dürfte.“ Denn die Ausfälle beim ASV sind enorm, mit Petr Tahovsky (bei der Nationalmannschaft) und Matyas Mandaus (Knieverletzung). „Nichtsdestotrotz haben wir immer noch eine ganz starke Mannschaft, die jederzeit am Samstag bestehen kann und ich erwarte, dass jeder an seine Leistungsgrenze geht.“ Die spielfreie Zeit hat man zur intensiven Trainingszwecken genutzt, auch wurde ein Testspiel absolviert.

Chancen stehen 50:50

Bei der HSG Fichtelgebirge, aktuell auf Platz zwei, freut man sich ebenfalls auf die Partie, die sicherlich vor einer großen Zuschauerkulisse ausgetragen werden dürfte. Walter Lenhard, von der HSG schätzt die Chancen auf einen Sieg der Gastgeber auf 50:50. „In solchen Spielen ist alles offen, es treffen die beiden besten Teams der Liga aufeinander, man kann hier wirklich sagen: Der besser möge gewinnen.“

Doch dann macht Lenhard doch einen minimalen Pluspunkt für die HSG aus, denn neben der Tagesform dürften auch die Zuschauer ihren Teil dazu beitragen, dass das Pendel auf die eine oder andere Seite ausschlägt. „Gegen Cham waren es in der Vergangenheit immer ganz enge Spiele, jeder kennt den anderen, es wird so keine taktischen Überraschungen geben können.“ In guter Erinnerung bei den Hausherren ist dabei noch der 23:36 Auswärtserfolg in der letzten Saison in Cham. „Das wird ihnen sicherlich kein zweites Mal passieren, gegen uns so unterzugehen“, glaubt Walter Lenhard.

Die spielfreie Zeit hat man auch bei der HSG gut genutzt, so lief die Vorbereitung auf Hochtouren. Doch warum sind die Hausherren in diesem Jahr so stark? Walter Lenhard glaubt die Antwort zu kennen: „Im Angriff waren wir schon immer gut, nun hat sich auch unsere Abwehr stabilisiert und hinzukommt, dass die Keeper oft über sich hinauswachen.“ So ist praktisch alles angerichtet, dass am Samstag um 16.30 Uhr geklärt werden kann, wer aktuell das beste Team in der Landesliga ist.

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