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Kegeln

Mit leerem Akku auf Platz neun

Vize-Weltmeister Mathias „Matze“ Weber kann kräftemäßig nichts mehr bewegen bei der Deutschen Einzel-Meisterschaft.

Bei diesem WM-Zauber im Hinterkopf ging nicht mehr für „Matze“ Weber.
Bei diesem WM-Zauber im Hinterkopf ging nicht mehr für „Matze“ Weber. Foto: Tschannerl

Cham.„Das war sehr schwer vom Kopf her“, glaubt man fast noch die Schweißperlen zu erahnen, die der Untertraubenbacher Weltklasse-Kegler Mathias Weber vergossen hatte für die Silbermedaille bei der WM in Speichersdorf. Dass kurz darauf bei der Deutschen Einzel-Meisterschaft in Augsburg der Akku völlig leer war, das versteht sich von selbst. Unter 24 Startern in der Fugger-Stadt verpasste der Zerbster Abo-Meister auf dem neunten Platz sogar die Qualifikation für den Endlauf der besten Acht.

„Es war einfach nicht möglich, noch eine Schippe draufzulegen“, spricht Weber allen Amateur-Sportlern aus dem Herzen, ist ja selber am Ende Amateur-Sportler, trotz mancher Vergünstigung. Zwölf Kegel fehlten, wenngleich vier Kollegen aus der Nationalmannschaft weitergekommen waren. Ehe der Ex-Bamberger Stefan Seitz vor Thomas Schneider gewonnen hatte. Bei dieser Belastung das ganze Jahr über, nahm Weber das Scheitern nicht krumm. Schließlich wartet gleich die nächste Herausforderung am 27./28. Juni mit dem Final Four um den Deutschen Pokal. Selbst für Kegler-Verhältnisse ein außerordentlich später Termin in der Saison.

Bei dem gilt es freilich doch noch eine Schippe draufzulegen, denn „dann wären wir der erste Verein Deutschlands, der in einer Saison alle vier Titel geholt hätte“, gibt es für „Matze“ & Co. offenbar doch immer wieder Neues zu entdecken auf dem Kegler-Olymp. Bundesliga-Titel, Pokal, Weltpokal und Champions League wären das dann – da werden sogar die Fußball-Bayern blass. Im Pokal-Halbfinale trifft Zerbst auf den Bahnen von Nibelungen Lorsch die Straubinger Donauperle. Alles fließt zusammen ...

Und dann wäre immer noch nicht Schluss. Denn die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison, die der Untertraubenbacher Fortune zumindest noch einmal im Zerbster Leiberl mitmachen möchte, beginnt in Bälde. Schließlich lockt Weber auch noch die Einzel-WM, weil Deutschland durch die jüngste Vize-Meisterschaft vier Startplätze dazu gewonnen hat. Die gilt es zu bewahren. (gu)

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