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Paukenschlag in Lam kurz vor Re-Start

Nicht mehr einer Meinung – Osserbuam trennen sich von Trainer Manfred Stern. Co-Trainer Altmann und Schmalzreich übernehmen.

Ludwig Koholka (r.) und Manfred Stern auf einer Bank – das ist seit Montag Geschichte. Die SpVgg Lam hat sich von ihrem Trainer getrennt.
Ludwig Koholka (r.) und Manfred Stern auf einer Bank – das ist seit Montag Geschichte. Die SpVgg Lam hat sich von ihrem Trainer getrennt. Foto: Simon Tschannerl

Lam.Paukenschlag bei der SpVgg Lam –unmittelbar vor dem Re-Start der Landesliga Mitte hat sich der Verein aus dem Altlandkreis Kötzting von Coach Manfred Stern getrennt. Beim ersten Punktspiel nach der langen Corona-Pause gegen den TSV Kareth-Lappersdorf werden die beiden bisherigen Stern-Assistenten Hans Schmalzreich und Thomas Altmann das Team um Spielführer Christian Mühlbauer betreuen.

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Stimmung in Lam ist total im Keller

Ungewissheit über Re-Start zerrt an den Nerven. Trainer Manfred Stern fordert verbindliche Fakten in den nächsten Tagen.

„Wir haben am Montag die Vorbereitung und unsere aktuelle Situation in einem ehrlichen Gespräch analysiert. Letztendlich war es so, dass beide Seiten gemerkt haben, dass wir in ein paar wichtigen Punkten nicht mehr einer Meinung sind. Deshalb war es die vernünftigste Entscheidung, einen Schlussstrich zu ziehen“, informiert Lams Vorstand Ludwig Koholka, der keinen Hehl daraus macht, dass er sich dieses Szenario gerne erspart hätte: „Manfred Stern hat bei uns vier Jahre lang hervorragende Arbeit geleistet und man kann getrost sagen, dass er eine Ära geprägt hat. Wir haben immer gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Daher hätte ich mir gewünscht, dass wir die Saison gemeinsam mit ihm zu einem guten Ende gebracht hätten. Aber als Entscheidungsträger müssen wir immer versuchen, die für den Verein aus unserer Sicht richtigen Entschlüsse zu treffen. Wir bedanken uns bei Manfred Stern für sein Engagement und wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft alles Gute.“

Schlechte Testspiel-Ergebnisse

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Neue Trainer in der Warteschleife

Ab 1. Juli wären ihre Wechsel fällig. Saison-Unterbrechung brachte Manfred Stern in Nöte und legt Rüdiger Fuhrmann auf Eis.

Stern wollte sich zum Sachverhalt nicht äußern und verwies darauf, dass sich der Verein auf Rückfragen äußern soll. Auslöser für die Trennung waren wohl die schlechten Testspiel-Resultate der Lamer Fußballer, die unter anderem gegen die niederbayerischen Bezirksligisten FC Künzing (1:5) und SpVgg Osterhofen (1:4) ziemlich unter die Räder kamen. Der Schuh drückt die Waidler ohnehin schon seit längerer Zeit in der Defensive. In der aktuellen Landesliga-Spielzeit klingelte es bereits 54-mal im SpVgg-Kasten. Der 42-jährige Übungsleiter übernahm die „Osserbuam“ im Sommer 2016 nach dem Abstieg aus der Landesliga und führte Gmach, Loderbauer und Kameraden drei Jahre später als Meister der Bezirksliga Süd in die dritthöchste Amateurklasse zurück.

Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie teilten Klub und Trainer mit, dass das Stern-Engagement nach dieser Saison enden wird. Ein paar Wochen später präsentierte der TSV Bogen den früheren Klasse-Stürmer als neuen Übungsleiter für die Spielzeit 2020/2021, die aufgrund der Corona-Problematik jedoch gestrichen wurden. Stern entschied sich für einen Verbleib in Lam und teilte in der Vorwoche in einem Interview mit, dass das angedachte Engagement bei den Niederbayern wohl nicht mehr zustande kommen wird und er seine Entscheidung pro Lam nicht bereue.

Vorerst mit Altmann und Schmalzreich

Beim Tabellen-Sechzehnten der Mitte-Staffel werden vorerst Hans Schmalzreich und Thomas Altmann das Sagen haben. Ob das Duo längerfristig die Kommandos geben wird, ließ Lams Klubchef Ludwig Koholka offen: „Fakt ist, dass Hans und Tom die Mannschaft auf das Spiel gegen Kareth vorbereiten und coachen werden. Nach diesem Spiel werden wir uns besprechen und dann entscheiden, wie es weitergehen wird.“

Interview

Ziel der SpVgg Lam ist der Klassenerhalt

Der Aufsteiger setzt auf Offensiv-Fußball der eingespielten Truppe. Testergebnisse beunruhigen Trainer Manfred Stern nicht.

Ein Signal haben die Lamer Verantwortlichen durch ihr Handeln aber deutlich gesendet: Landesliga-Fußball soll am Fuße des Ossers über den Sommer 2021 gespielt werden, auch wenn dafür wie im Fall Stern unpopuläre Maßnahmen ergriffen werden müssen. (csv)

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