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Perfekter Auftakt beim Race across Italy

Rainer Steinberger hat die Vorjahresform in das neue Jahr gerettet. Der Extremradfahrer gewinnt fast zwei Stunden Vorsprung.

Acht große Gipfel warteten auf Rainer Steinberger auf der 770 Kilometer langen Strecke – er meisterte die Herausforderung perfekt. Foto: Altmann
Acht große Gipfel warteten auf Rainer Steinberger auf der 770 Kilometer langen Strecke – er meisterte die Herausforderung perfekt. Foto: Altmann

Pösing.Trotz einer sehr schwierigen Vorbereitung war Rainer Steinberger auf den Punkt fit. Der Pösinger Extremradfahrer holte sich beim Race across Italy – es war sein erstes Saisonrennen – gleich einmal den ersten Sieg. Und der war nicht einmal knapp, am Ende der 770 Kilometer hatte er auf den Zweitplatzierten eine Stunde und 58 Minuten Vorsprung.

Dabei verlief die Anreise alles andere als optimal, durch den Schneefall am Brenner dauerte sie drei Stunden länger als geplant. Darüber hinaus musste rund 100 Kilometer vor dem Ziel einer der Betreuer wegen gesundheitlicher Probleme ins Krankenhaus. Steinberger und Team standen bei der Anfahrt vor der Frage, das Rennen abzusagen, sie entschieden sich für den Start.

Vom Start weg in der Spitzengruppe Nach einem leichten Training am Freitag rollte Steinberger am Samstag um 12.06 Uhr im Start- und Zielort Silvi von der Startrampe. Er war gleich gut im Rennen, überholte Konkurrent um Konkurrent und lag mit an der Spitze. Die ersten 35 Kilometer waren noch sehr flach, allerdings wehte der Wind teilweise heftig. Es wurde allmählich steiler – bei Kilometer 50 wartete dann der erste Berg. Insgesamt musste Steinberger auf der 770 Kilometer langen Strecke acht große Gipfel überwinden.

Am Sonntag um 1 Uhr erreichte Steinberger schließlich die Westküste Italiens. Die nächsten zwei Stunden wurde der Pösinger vom Rauschen des Meeres begleitet. Sehen konnte er es nicht in der Dunkelheit. „Schade, dass man hier in der Nacht vorbeikam“, bedauerte Steinberger. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Pösinger bereits 320 Kilometer in den Beinen und führte das Feld mit großen Abstand an. Auch während des Rennens blieb der Extremradsportler nicht von Schwierigkeiten verschont, so dauerte es eine gewisse Zeit, ehe sich das neu zusammengestellte Team gefunden hatte und jeder seine Aufgaben kannte. Doch mit der Zeit spielte sich das Ganze ein und irgendwann lief es nahezu perfekt. „Selten zuvor habe ich während eines Rennens so einen Teamwandel erlebt“, sagte Steinberger.

Eisige Temperaturen in der Nacht

Zu kämpfen hatte der Pösinger – vor allem in der Nacht – mit den eisigen Temperaturen, denn hatte es doch in Italien ebenfalls nur um die Null Grad. Am Sonntagmorgen hatte Steinberger den Vorsprung so weit ausgebaut, dass nur ein kompletter Einbruch den Sieg noch hätte gefährden können. Deshalb konnte der Extremradfahrer das Risiko auf ein Minimum reduzieren, um den Sieg auch sicher nach Hause zu bringen.

Der positive Nebenaspekt für den Führenden – es blieb Zeit, die Natur zu genießen. Nach 27 Stunden und elf Minuten, in denen er 11 400 Höhenmeter bewältigt hatte, erreichte Steinberger schließlich das Ziel und lag damit weit vor der errechneten Ankunftszeit des Veranstalters.

Auf den Punkt passte die Leistung

Kaum verwunderlich, dass der Pösinger ein rundum positives Rennfazit zog: „So kann es durchaus weitergehen. Es hat alles super gepasst, auch wenn die Vorbereitung alles andere als optimal war. Doch ich habe es wieder geschafft, auf den Punkt meine Leistung abzurufen. Ich war aber selber überrascht, dass ich das Rennen so dominieren konnte“, sagte er.

Auch von der Organisation war der erfahrene Extrem-Radfahrer angetan. Der Sieg beim Race across Italy brachte ihm eine Einladung für ein weiteres Rennen in Italien ein. Es ist noch nicht sicher, ob es in seinen Rennkalender passt. (rtn)

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