MyMz

Handball

Reise zur großen Unbekannten

Cham gastiert in Münchberg. Dort soll eine bessere Leistung gezeigt werden. Die Hausherren sind in der Findungsphase.
von Thomas Mühlbauer

Gegen Lauf/Heroldsberg musste der ASV Cham ganz schön kämpfen, um letztlich als Sieger vom Feld zu gehen. Foto: Simon Tschannerl
Gegen Lauf/Heroldsberg musste der ASV Cham ganz schön kämpfen, um letztlich als Sieger vom Feld zu gehen. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Es ist gerade noch einmal gut gegangen für den ASV Cham, denn das Spitzenspiel gegen die HSG Lauf/Heroldsberg, wurde am Ende noch mit 24:22 für sich entschieden. So heißt es das letzte Wochenende abhaken und nach vorne blicken. Die Auswärtspartie am Samstag (Anwurf 19.45 Uhr) beim TV Münchberg wird der nächste harte Brocken für den ASV werden.

Das glaubt auch Filip Turecek: „Die haben eine neue Mannschaft, ich bin neugierig, wie sie spielen werden.“ Denn hat doch der TV, die bis letztes Jahr noch aktive Mannschaft des TV Helmbrechts mit in den Verein integriert. Fünf Siege und drei Niederlagen stehen bei Münchberg aktuell zu Buche. „Man muss aber auch bedenken, die zwei Niederlagen haben sie gleich in den ersten beiden Spielen kassiert“, weiß Turecek die bisherige Saison des TV gut einzuschätzen.

Klar ist, der ASV braucht wieder eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten beiden Spielen, und auch das schnelle Spiel – ohne die technischen Fehler – muss wieder besser klappen. Das die Chamer diesmal wieder eine Minute und mehr in der eigenen Abwehr ausharren müssen, glaubt auch Turecek nicht: „Dafür hat der TV gar nicht die Spieler, mit Jan Lad, Thomas Wilke und Vit Kalas hat man drei Spieler in den Reihen, die für ausgesprochenen Tempohandball stehen.“ So dürfen sich die Zuschauer auf eine Begegnung mit hohem Tempo freuen und vermutlich vielen Toren.

Ob es bei Tomas Soukup zu einem Einsatz reichen wird, steht noch in den Sternen, denn schon am vergangenen Samstag ging er angeschlagen in die Partie. Aktuell laboriert er an einer Leistenverletzung. Doch Turecek hofft auf einen Einsatz: „Er ist einfach ungemein wichtig für unsere Mannschaft, dabei muss er nicht immer als Torschütze glänzen, sondern er ist einfach oft der Vorbereiter.“ Dass der TV Münchberg, gegen den noch ungeschlagenen ASV Cham als Außenseiter in die Partie geht, mit dieser Situation kann sich Münchbergs Spielleiter Stefan Roßner anfreunden: „Wir haben keinen Druck, aber nichtsdestotrotz möchten wir den Spitzenreiter ärgern.“

Nach der Findungsphase, wie es Roßner beschreibt, mussten doch die Helmbrechster Spieler erst integriert werden, läuft es immer besser. „Wir haben heuer schon gute Spiele gemacht, zudem sind wir in eigener Halle, da kann man sich dann schon etwas ausrechnen.“ Dass man gegen die Spitzenteams noch nicht mithalten kann, steht auch für den Spielleiter außer Frage. Doch auch im Handball gilt: Jede Partie beginnt bei 0:0. Dabei wird es auch einmal mehr auf Keeper Lukas Hurt ankommen, der sein Tor wieder vernageln und so die Chamer zur Verzweiflung bringen möchte. Dass dies nicht unmöglich ist, weiß auch Stefan Roßner: „Er hat uns in diesem Jahr schon den ein oder anderen Punkt geholt mit seinen starken Paraden.“ Und sollte sich das Trio um Lad, Kalas und Wilke finden, wird es schwer, die weiße Weste zu behalten.

Ausblick

  • Liga:

    Die Nord-Staffel ist nach wie vor ausgeglichen. Vier Teams liegen dicht beisammen, während Cham mit 15:1 Punkten an der Spitze steht, folgen Roßtal und Mainburg mit 13:3 Punkten und Fichtelgebirge mit 12:4 Punkten.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht