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Gewichtheben

Rodings Heber zeigen, wer der Chef ist

Bei den Deutschen Meisterschaften in Roding zeigen die Lokalmatadoren exzellente Leistungen – allen voran Simon Brandhuber.
Von Georg Hecht

Der Rodinger Star Simon Brandhuber brachte die Halle zum Kochen. Fotos: Tschannerl
Der Rodinger Star Simon Brandhuber brachte die Halle zum Kochen. Fotos: Tschannerl

Roding.Nachdem Abteilungsleiter Matthias Hecht, Schirmherr und 1. Bürgermeister der Stadt Roding, Franz Reichold sowie der Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber Alexander Meinhardt-Heib am Freitagmittag die 185 Heber begrüßt und einen guten Wettkampf wünschten, hieß es „Bohle frei“ für die besten Hantelsportler aus ganz Deutschland.

Sandra Martin, Chemnitzer AC bis 48 kg und Pauline Walzak, SG Fortschritt Eibau, bis 53 kg holten sich die ersten Titel der Deutschen Meisterschaft. Annika Pilz aus dem Rodinger Lager mischte hervorragend in der 53 kg Klasse mit. Sie schaffte 64 kg beim Reißen und stellte mit 82 kg Stoßen persönliche Bestmarken, Oberpfalz- und Bayernrekorde auf. Mit 146 kg im Zweikampf und erstmals 113 Relativpunkten ist sie die die Deutsche Vizemeisterin nicht nur bei den Juniorinnen, sondern auch bei den Frauen. Im Juniorenbereich kam Marina Bauer, TB 03 Roding nach 48 kg Reißen und der neuen Bestmarke von 59 kg Stoßen bei 107 kg Zweikampf auf den 4. Rang. Die 21-jährige Julia Kellermeier, (49/61kg) wurde Sechste.

Feierliche Siegerehrung. Fotos: Tschannerl
Feierliche Siegerehrung. Fotos: Tschannerl

Sophia Attilo, KSV Grünstadt holte sich den Titel in der Klasse bis 58 kg (177 kg Zweikampf). In der Klasse bis 63 kg siegt Lisa Marie Schweizer vom AC Mutterstadt (195 kg Zweikampf). Die TB-Bundesligaheberin Annabell Jahn, die allerdings für ihren Heimatverein SV-DJK Kolbermoor am Start war, musste sich beim Reißen mit nur einer gültigen Wertung von 73 kg begnügen. Dafür schaffte sie beim Stoßen Bestmarke mit 90 kg und 108 Relativpunkten sowie Rang 4.

Das war die Deutsche im Gewichtheben in Roding

Leon Schedler, ASK Frankfurt/Oder siegte bis 56 kg, Jon Luke Mau, TSV Schwedt bis 62 kg und der Rodinger Lokalmatador Simon Brandhuber war ganz klar „Chef im Ring“ bis 69 kg der Freitag Abendveranstaltung. Der neue Deutsche Rekordhalter beim Reißen, Simon zeigte sich nach der WM noch top in Form und glänzte mit sechs Gültigen bei 137/160 kg und starken 167 Relativpunkten, womit er bester Heber der Meisterschaft war. „Gegen den Simon war am Freitag Abend kein Kraut gewachsen!“ Da tobte erstmals die Halle bei der DM 2018 in Roding. Tapfer schlug sich Max Schuierer, TB mit 96kg/112kg bei 78 Relativpunkten, womit er auf Rang vier das Treppchen knapp verfehlte.

Sehen Sie hier Impressionen von der Deutschen Meisterschaft in Roding

Hans Brandhuber (Roding) holte sich den Vizemeistertitel.. Fotos: Tschannerl
Hans Brandhuber (Roding) holte sich den Vizemeistertitel.. Fotos: Tschannerl

18 hochmotivierte Damen in der Klasse bis 69 kg Körpergewicht traten am Samstag um 10.30 Uhr gegeneinander an. Es entwickelte sich ein Vierkampf auf Biegen und Brechen. Den vierten Platz holte sich die ehemalige deutsche Spitzenfrau, Mandy Treutlein vom AC Germania St. Ilgen mit (79/98 kg) bei 109 Punkten. Silber ging an Lisa Eble vom SV 08 Laufenberg mit 80/99kg bei 111 Punkten. Mit 179 kg im Zweikampf gab es Silber für die Frau aus Speyer, Stephanie Haspel, welche die Zweikampfleistung von 179 kg vor Eble geschafft hat. Die Münchnerin Lisa Ries brachte das Kunststück fertig, in der Endphase auf Rang drei liegend mit ihrem letzten Versuch mit 102 kg Stoßen noch den Titel zu holen bei 110 Punkten. Ein echter Kracher dieses Finale! Da wurden Emotionen frei .

Ein Krimi in der 77 Kilo

Anschließend lief es bei den Herren in der 77 kg Klasse wieder auf ein krachendes Duell zwischen dem erst 20-jährigen Roberto Gutu vom SSV Samswegen und dem 35- jährigen Routinier Jakob Neufeld aus Obrigheim hinaus. Der Newcomer führte nach dem Reißen mit 134 kg vor Neufeld mit 133 kg. Doch beim Stoßen schwächelte der Jungstar und scheiterte zweimal an 160 kg. Da witterte der Obrigheimer seine Chance und zog mit geschafften 160 kg vorbei. Doch Gutu behielt die Nerven und steigerte auf 163 kg, die er mit den letzten Reserven zur Hochstrecke brachte. Jetzt war wieder der „Oldie“ gefordert. 165 kg war die Last, die zum Deutschen Meister geführt hätte, doch sie waren am Samstagnachmittag in Roding zu schwer. Gutu ist somit zweifacher Deutscher Meister sowohl bei den Junioren als auch bei den Aktiven und das mit stolzen 156 Relativpunkten.

Gewichtheben

Kampf um Kilos ist in Roding gestartet

Zum zweiten Mal ist die Elite der Gewichtheber zu Gast in Roding und wetteifert, wer Deutscher Meister wird.

Hans Brandhuber, Roding, holte sich den Vizemeistertitel hinter einem zu starken Michael Müller vom Berliner TSC (147/183 kg bei 330 kg im Zweikampf und 160,4 Relativpunkten in der 85 kg Klasse. Nachdem Hans Brandhuber nach guten 133 kg zweimal an 137 kg beim Reißen scheiterte, zog Mohammed Hoblosaus Dortmund-Derne mit geschafften 137 kg an dem Rodinger vorbei. Doch der Konter vom Hans kam beim Stoßen mit 168kg und erstmals 301 kg beim Zweikampf sowie der Bestmarke von 132,2 Punkten. Die Freude über Silber nach dem harten Kampf war groß, Gold war zu weit entfernt.

Auch in der 94 kg Klasse entspann sich ein packender Dreikampf. Der Lokalmatador lag nach dem Reißen mit 150 kg auf Rang drei, Bundesligakonkurrenz Kevin Schweizer aus Durlach legte 154 kg vor und der Favorit Robert Oswald aus Frankfurt/Oder führte mit 150 kg „zur Halbzeit“. Beim Stoßen überrundete der Gregor den Kevin aus Durlach mit 186 kg und forderte den Favoriten. Doch Oswald setzte sich mit 190 kg an die Spitze. Bestleistung mit 191 kg Stoßen aufstellen oder alles riskieren? Das war die Frage für den Gregor. Der Gregor entschied sich für das Risiko, ließ 196 kg für einen möglichen Sieg auflegen. Da dampfte die Halle. Doch die Steigerung um gleich 10 kg konnte auch ein so starker Recke wie der Gregor nicht schaffen. Nach Bronze im letzten Jahr durfte sich Gregor diesmal an Silber bei 150/186 kg bei starken 149,2 Relativpunkten, knapp an der Bestmarke von 150 Punkten freuen.

Deutsche Meisterschaften im Gewichtheben in Roding

Der Neubäuer Peter Kulzer. Fotos: Tschannerl
Der Neubäuer Peter Kulzer. Fotos: Tschannerl

Am letzten Wettkampftag, Sonntag ab 11 Uhr legen sich zuerst die starken Frauen mächtig ins Zeug. In der Klasse bis 75 kg setzte sich die Vorjahresmeisterin Patricia Rieger vom Preetzer TSV mit 205 kg im Zweikampf auch in Roding durch. Mit Carina Häusler, ESV München-Freimann, Katharina Isele, TSG Augsburg und Helene Hörner, ASV Neumarkt, belegten Powerfrauen aus Bayern die Plätze zwei bis vier. Die Neumarkterin war zugleich die beste Juniorenheberin in dieser Klasse und wurde mit Gold dekoriert.

Nina Schroth, AC Mutterstadt, EM Sechste des Vorjahres und Titelverteidigerin behauptete sich auch dieses Jahr in der 90 kg Klasse. Sie verwies Chantal Schreiber aus Berlin und Annalena Gürtler aus Sangershausen auf die Medaillenplätze. Über 90 kg Körpergewicht durfte sich Tina Scheuer vom KSV Langen die Goldmedaille mit nach Hause nehmen.

Dreifacher Olympiateilnehmer

Der dreifache Olympiateilnehmer für Deutschland, Jürgen Spieß vom Verein Kraft-Werk Schwarzach, holt unangefochten den Titel in der Klasse bis 105 kg mit (151/186 kg). Silber ging nach Cottbus an Michael Varlamov und Bronze an Kurt Perthel vom Chemnitzer AC.

Daniel Nowara nutzte den Heimvorteil ebenfalls aus.. Fotos: Tschannerl
Daniel Nowara nutzte den Heimvorteil ebenfalls aus.. Fotos: Tschannerl

Die beiden TB-Starter, Daniel Nowara und Peter Kulzer haben erfolgreich in das Superschwergewicht (über 105 kg Körpergewicht) gewechselt. Und dieser Wechsel und ihre starke Leistung an der Hantel wurden mit Edelmetall belohnt. Zwar setzte sich der Favorit Philip Mummhardt aus Berlin knapp mit 318 kg im Zweikampf durch, aber die Rodinger blieben ihm auf den Fersen. Der Neubäuer Peter Kulzer holte mit 140/176 kg bei 316 kg im Zweikampf Silber.

Deutsche Meisterschaften im Gewichtheben in Roding

Bewundernswert sein Mut und seine mentale Stärke als er nach ungültigen 173 von 167 kg auf 176 kg steigerte und unter lautstarker Anfeuerung der Fans die Last zur Hochstrecke brachte. Hier muss erwähnt werden, dass die Junioren bis 20 Jahre und die Senioren ab 21 Jahre zwar miteinander heben, aber getrennt gewertet werden. So ist der 20-jährige Rodinger Bundesligamann Peter aus Neubäu Vizemeister der Aktiven und auch noch Deutscher Juniorenmeister.

Nochmal bestens vorbereitet hat sich Daniel Nowara auf seinen Auftritt bei der DM in Roding, wo er auf viele gute Bekannte aus seiner Zeit im Sportinternat Frankfurt/Oder traf. 136 kg beim Reißen und 166 kg beim Stoßen brachten ihm 302 kg im Zweikampf, 95 Relativpunkte und die Bronzemedaille ein. Die letzte Siegerehrung nahmen die beiden Schirmherren, 1. Bürgermeister Franz Reichold und Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler vor und zeigten sich von den Leistungen an der Hantel, aber auch von der Ausrichtung begeistert. BVDG Präsident Christian Baumgartner sprach Matthias Hecht mit seinem Team ein ganz großes Lob für die perfekte Ausrichtung der Meisterschaft aus.

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