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Landesliga

Rosenkränzler sind jetzt Vorletzter

Der SV Neukirchen b. Hl. Blut hat beim VfB Straubing 1:3 verloren. Trainer war vor allem über erste Halbzeit enttäuscht.

Adam Vlcek (r.) ließ mit seinem Anschlusstreffer die Rosenkränzler wieder hoffen. Am Ende allerdings vergeblich, denn die Straubinger legten  noch einmal nach zum 3:1. Foto: Simon Tschannerl
Adam Vlcek (r.) ließ mit seinem Anschlusstreffer die Rosenkränzler wieder hoffen. Am Ende allerdings vergeblich, denn die Straubinger legten noch einmal nach zum 3:1. Foto: Simon Tschannerl

Neukirchen b. Hl. Blut. Der Negativlauf des SV Neukirchen beim Heiligen Blut geht weiter. Auch beim Aufsteiger VfB Straubing konnten die Akteure aus dem Hohenbogenwinkel die erhoffte Trendwende nicht schaffen und mussten sich mit 1:3 (1:2) geschlagen geben. Vor allem in den ersten 45 Minuten blieben die Neukirchener vieles schuldig und konnten sich daher über die vierte Niederlage in Folge nicht beschweren. Damit rutschten sie auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Die Rosenkränzler konnten erstmals mit ihren beiden Neuzugängen Kristian Rafajac und Adam Beranek auflaufen, zudem stand Stefan Pongratz nach vierwöchiger Verletzungspause wieder zur Verfügung. Der SVN startete schwungvoll und hätte nach sieben Minuten in Führung gehen können. Adam Vokac war über den rechten Flügel durchgebrochen und hatte freie Fahrt. Doch der Außenspieler zögerte zu lange mit dem Abspiel, so dass der einschussbereite Adam Vlcek noch entscheidend gestört werden konnten. Dann übernahmen die Hausherren aber mehr und mehr das Kommando, zumal die Seidl-Mannen zu passiv in den Zweikämpfen waren. Die erste Top-Chance hatte Dominick Wynn, dessen Geschoss aus 14 Metern Josef Jurasi mit einer Glanzparade über den Querbalken lenkte. Gegen die zu passiven Gäste wurden die Gäubodenstädter immer dominanter und gingen folgerichtig in der 25. Minute in Führung: Abwehrchef Tsvetan Antov spielte einen langen Ball über die schlecht gestaffelte SV-Hintermannschaft und mit einem gefühlvollen Lupfer gelang Straubings Torjäger Ahmed Ahmedov das 1:0 (25.). Der Neuling blieb am Drücker und nach fatalen Fehlern im Neukirchener Defensivverbund fiel Ahmedov das Leder vor die Füße. Das Schlitzohr zögerte nicht lange und jagte das Spielgerät mit einer Bogenlampe aus 35 Metern über den verdutzten Keeper Josef Jurasi hinweg zum 2:0 (37.) in die Maschen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte keimte im Lager der Waidler nochmal Hoffnung auf. Manuel Dengler setzte Adam Vlcek in Szene, der per Direktabnahme aus 25 Metern sehenswert zum Anschlusstreffer einnetzte.

Den zweiten Durchgang begannen die SVler mit deutlich mehr Engagement, wenngleich Andreas Sturm per Kopf beinahe ein Eigentor fabriziert hätte, doch Jurasi drehte das Spielgerät über die Latte. Dann hatte Neukirchen eine Druckphase. Ein Schrägschuss von Adam Vokac ging knapp vorbei, einen Versuch aus der zweiten Reihe von dem unermüdlich rackernden Vlcek konnte VfB-Goalie Maxi Schmierl nur mit viel Mühe parieren. Die dickste Möglichkeit hatte Jungspund Lukas Perlinger, der nach einem feinen Angriff frei vor Schmierl aufkreuzte, aber zu überhastet abzog, so dass der Straubinger Torsteher abwehren konnte. Mitten in der Drangperiode der Gäste schlugen die Hausherren eiskalt zu: Trotz Überzahl im Strafraum kam der agile Dominick Wynn nach einer Flanke von Mustapha Kamara ungehindert zum Kopfball und wuchtete aus fünf Metern zum vorentscheidenden 3:1 (62.) ein. Neukirchen probierte zwar weiter alles, doch beste Chancen von Vokac, der aus halbrechter Position an Schmierl scheiterte, und Wemerson, der nach einer Ecke aus sechs Metern vorbeiköpfte, konnten nicht genutzt werden. Zudem wurde ein Kopfballtreffer von Vokac wegen einem Foulspiel nicht anerkannt. Doch auch Straubing kam zu Konterchancen. Der eingewechselte Ludwig Hofer fand im stark reagierenden Jurasi seinen Meister und Norbert Nuszpan zielte aus kurzer Distanz am Kasten vorbei. So blieb es am Ende beim 3:1-Heimerfolg der Niederbayern.

Trainerstimmen:

Thomas Seidl (SV Neukirchen beim Heiligen Blut): "Wir haben gut begonnen, sind dann aber immer passiver geworden und zeigten viel zu wenig Engagement und Feuer. Durch fatale Fehler haben wir Ahmedov zwei tolle Tore ermöglicht, sind dann aber durch die gute Aktion von Vlcek ins Spiel zurückgekommen. Nach dem Seitenwechsel hatten wir unsere beste Phase und hätten durchaus den Ausgleich erzielen können. Mit dem dritten Gegentreffer war das Spiel gelaufen. Der Sieg von Straubing geht in Ordnung, da wir in der ersten Halbzeit erneut eine enttäuschende Leistung gezeigt haben."

Helmut Wirth (VfB Straubing): "Ich bin sehr froh, dass wir unser Heimspiel gewinnen konnten, denn die letzten zwei Wochen waren sehr unruhig. Der Erfolg ist verdient, aber unter die Kategorie Arbeitssieg einzuordnen. Was mich freut ist, dass wir drei blitzsaubere Tore erzielt haben. In der Tabelle konnten wir uns mit den drei Punkten wieder Luft verschaffen und können den kommenden Aufgaben dadurch optimistisch entgegenblicken." (csv)

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