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Schönberger mag spielerische Lösungen

Der Trainer der SG Schönthal hatte einen guten Start, doch dann kam die Ergebniskrise, wie er die Unentschieden-Serie nennt.

Seit dieser Saison bringt Martin Schönberger seine Erfahrungen bei der SG Schönthal ein. Foto: ctm
Seit dieser Saison bringt Martin Schönberger seine Erfahrungen bei der SG Schönthal ein. Foto: ctm

Schönthal.Im vergangenen Sommer gab es bei der SG Schönthal in der Kreisliga West einen Wechsel auf der Trainerbank. Mit Wolfgang Galli ging ein erfahrener Trainer, sein Nachfolger Martin Schönberger, kann aber ebenfalls viel höherklassige Erfahrung als Spieler und Trainer vorweisen. So ist es nicht verwunderlich, dass die SG nach 18 Spieltagen mit 28 Punkten auf Platz fünf steht bei nur vier Punkten Rückstand auf Platz zwei. Doch Martin Schönberger sagt klar: „Es wäre noch deutlich mehr drin gewesen.“

Denn das Feld war bestellt, die Übergabe verlief reibungslos, denn an das Steckenpferd von Galli – das Spiel aus einer stabilen Abwehr heraus – knüpfte Schönberger an. Angepackt wurde in den ersten Wochen das spielerische Element. „Hier haben wir schon sehr viel gemacht. Das hat natürlich gerade in der Vorbereitung etwas gedauert, so war es nicht verwunderlich, dass wir das ein oder andere negative Ergebnis erzielt haben“, blickt Schönberger zurück.

Doch gleich im ersten Spiel gegen den mittlerweile souveränen Tabellenführer aus OVI-Teunz erkämpfte sich die SG ein respektables 2:2-Unentschieden. „Das war der perfekte Effekt, die Mannschaft hat gesehen, es funktioniert. Sie wurde auch fortan mutiger, und wir kamen in eine Euphoriewelle, da ist natürlich vieles einfacher.“ Anschließend holte die SG sechs Siege hintereinander, ehe die Schönberger-Truppe – wie schon in den vergangenen Spielzeiten – ihre „Spezialität“ neu entdeckte: die Unentschieden. In den folgenden elf Spielen bis zur Winterpause gelangen nur noch ein Sieg und sechs Unentschieden bei vier Niederlagen. „Wir haben hier keinesfalls einen schlechten Fußball gespielt, es haben einfach die Ergebnisse nicht mehr gestimmt. Das nennt man schlussendlich eine Ergebniskrise“, fasst Martin Schönberger zusammen.

Bei aber nur vier Punkten Rückstand auf Rang zwei ist immer noch alles möglich, wobei ein Aufstieg nie das erklärte Ziel war, denn vor der Saison gab es keine Vorgaben. Priorität hatte die Devise „solange wie möglich oben dabei zu bleiben“. Die nötige Erfahrung dazu bringt das Team um Kapitän Jürgen Gschwendtner allemal mit. Fragt man Schönberger nach seinem Fazit zum Winter sagt er hierzu: „Der fünfte Platz ist in Ordnung.“

Nachdem die SG Schönthal – wie viele andere Teams auch – aus der Vorbereitung gerissen wurde, schickte Martin Schönberger sein Team regelmäßig zum Laufen. Dabei motivierten sich die Spieler gegenseitig mit einer Trainings-Challenge. Und die SG-Akteure waren fleißig, wie der Trainer zufrieden feststellte, denn am Ende legte man die imaginäre Strecke von Schönthal nach Leipzig zurück – immerhin 316 Kilometer. Die Planungen für die kommende Saison liegen bei der SG aktuell auf Eis, zudem lässt Schönberger wissen, dass man ebenfalls für den BFV-Vorschlag 1. September gestimmt hat, auch wenn der Verband nun Lösungen liefern muss. (rtn)

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