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Basketball

Schwarzer Tag für die Chamer Offensive

Bei der 54:67-Niederlage in Neuötting leisten sich die ASV-Korbjäger vor allem im Abschluss ungewohnte Schwächen.

Patrick Kamm konnte wie das gesamte Team des ASV Cham nicht an die guten Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen. Foto: Wiedemann
Patrick Kamm konnte wie das gesamte Team des ASV Cham nicht an die guten Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen. Foto: Wiedemann

Neuötting.Die Basketballer des ASV Cham wollten in Neuötting den siebten Saisonsieg einfahren und somit in der Tabelle der Bayernliga Mitte weiter nach oben klettern. Bei diesem Vorhaben versagte jedoch nicht nur die Chamer Offensive, sondern zu Beginn des Schlussabschnitts auch die Spieluhr und Anzeige in neuötting. Am Ende verlor die Mannschaft aus Cham die Partie mit 54:67.

Mit den Rückkehrern Karel Ausprunk und Samuel Wiedemann wollten die Chamer die ersatzgeschwächten Neuöttinger von Beginn an unter Druck setzen und für klare Verhältnisse sorgen. Dies gelang der Mannschaft zunächst auch wirklich sehr gut. Mehrere Ballgewinne und Fastbreak-Punkte bescherten dem ASV eine 17:7-Führung nach den ersten zehn Minuten. Hätte man seine Chancen besser genutzt, hätte der ASV bereits hier höher führen können.

Technik stellt den Dienst ein

In der Folge bekamen die Gastgeber immer besseren Zugriff in der Defensive und stellte den ASV so nahezu kalt. Die Distanzwürfe wollten bei der Chamer Truppe nicht mehr wie gewohnt fallen und auch einige Entscheidungen der Unparteiischen sorgten für Unverständnis. „Wir hatten ein gutes erstes Viertel, aber fast zehn Schrittfehler nur gegen ein Team gepfiffen zu bekommen, habe ich bislang in meiner Karriere noch nicht erlebt“, so ein sichtlich bedienter ASV Coach Bradley Melton. Die Pfiffe sorgten für einen sichtlichen Rhythmus-Verlust auf Chamer Seite. Die Oberbayern nutzten dies zu ihren Gunsten und verkürzten bis zur Halbzeitpause auf 24:28.

Einige statistische Daten zum Spiel finden Sie hier:

Aus der Statistik der ASV-Basketballer

  • Für den ASV spielten:

    Gabriel Wiedemann (21 Punkte / 2 Dreier), Simon Zierl (14), Karel Ausprunk (10), Patrick Kamm (5/1), Andreas Koller (2), Sebastian Zierl (2), Julian Klauk, Andi Cumurija, Vidoje Lukovic und Samuel Wiedemann.

  • Tabelle:

    1. TV Augsburg 22 Punkte, 2. Post Nürnberg 20, 3. Treuchtlingen II 16, 4. Regensburg 14, 5. TSV 1880 Schwandorf 14, 6. TSV Neuötting 12, 7. ASV Cham 12, 8. TV lauf 7, 9. BG Sulzbach-Ros. 6, 10. Heroldsberg 6. 11. Dingolfing 0.

Die zweite Hälfte sollte dann noch zerfahrener werden wie noch Halbzeit eins. Am Ende der Halbzeitpause fiel die Spieluhr und die Anzeigetafel das erste Mal aus, ein weiteres Mal folgte im dritten Viertel ehe die Technik zu Beginn des vierten Viertels komplett versagte. Abteilungsleiter Wolfgang Zierl musste sich an das Kampfgericht setzen und den Spielstand manuell auf einem Taktikbrett anzeigen. Die Spieluhr wurde analog per Handy bedient und immer wieder auf das Spielfeld gerufen. In der vergangenen Saison hatte die Mannschaft in Ingolstadt mit dem gleichen Problem zu kämpfen und verlor am Ende die Partie ebenfalls. Ein Protest im Nachgang blieb damals erfolglos.

„Man kann sagen, was man will, aber das beeinflusst einen als Spieler und auch die restliche Partie“, so Kapitän Andreas Koller nach der Partie. Die zahlreichen Unterbrechungen und knapp 10 bis 15 Minuten Pause vor dem letzten Spielabschnitt sorgten dafür, dass kein Spielfluss mehr zustande kommen konnte. Zwar ging es mit einem 41:41 in den Schlussabschnitt, jedoch machten sich die Vorkommnisse vor allem bei der Chamer Mannschaft bemerkbar. In der Offensive und Defensive agierte man zu passiv. Neuötting begann dann auch noch aus der Distanz zu treffen und sicherte sich zudem die Hoheit unter den Körben. So endete die Partie mit einem 67:54-Sieg für den TSV Neuötting.

So wenig Punkte wie sonst nie

So wenige Punkte wie in Neuötting hatte der ASV bislang noch nie gemacht. Im Schnitt war man bisher mit 76,5 Punkten pro Spiel das Team mit der drittstärksten Offensive in der Bayernliga. Doch genau in diesem Bereich fand die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt des Spiels einen Rhythmus. Doch nicht allein an den Vorkommnissen wollte Melton die Niederlage festmachen. „Wir haben als Team physisch nicht dagegen gehalten und trotz der fehlenden Anzeige konnten wir das letzte Viertel nicht so konsequent beenden wie in den letzten beiden Spielen. Jetzt müssen wir unter der Woche wieder hart arbeiten und dann am kommenden Wochenende (Sonntag, 15 Uhr) beim Heimspiel gegen Regensburg wieder zurückkommen“, so ein kämpferischer ASV-Coach.

Die Regensburger befinden sich aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und hatten am Wochenende spielfrei. Vor den heimischen Fans will die Mannschaft nicht nur die Niederlage aus Neuötting wieder gut machen, sondern auch die knappe 89:81-Niederlage aus dem Hinspiel. (ckf)

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