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Sport aus Cham
Mittwoch, 20. Juni 2018 28° 1

Fussball

Sechs Spieler sind weg – acht kommen

Die DJK Vilzing hat ihren Kader nicht nur vergrößert, sondern auch stark verändert. Trainer Uli Karmann ist optimistisch.

DJK-Coach Uli Karmann (li.) möchte mit der DJK im vorderen Bayernligafeld mitmischen – André Luge (r.) ist eine seiner Stützen, Michael Faber (Mitte) dagegen hat den Huthgarten verlassen und spielt wieder für den 1. FC Bad Kötzting.Foto: Tschannerl
DJK-Coach Uli Karmann (li.) möchte mit der DJK im vorderen Bayernligafeld mitmischen – André Luge (r.) ist eine seiner Stützen, Michael Faber (Mitte) dagegen hat den Huthgarten verlassen und spielt wieder für den 1. FC Bad Kötzting.Foto: Tschannerl

Cham.Nach einer knapp vierwöchigen Sommerpause startet für die DJK Vilzing am Donnerstag bereits wieder die Vorbereitung auf die Spielzeit 2018/2019, in der in der Bayernliga Süd diesmal nur 17 Teams an den Start gehen werden. Im Kader der Huthgartenkicker gab es, wie schon im Jahr zuvor, zahlreiche Veränderungen: Sechs Akteure haben den Kader verlassen, dafür konnte die sportliche Leitung acht neue Spieler gewinnen. Ein konkretes Saisonziel hat der Verein, der in knapp drei Wochen sein 50-jähriges Gründungsfest feiern wird, noch nicht ausgegeben.

In der Spielzeit 2017/18 gab es Licht und Schatten –die neuformierte Truppe hatte nicht ganz unerwartet Startschwierigkeiten, spielte dann aber im Herbst groß auf. Die namhaft verstärkte Truppe spielte attraktiven Offensivfußball und setzte sich im vorderen Tabellenbereich fest. Nach der Winterpause konnte das Team aus verschiedenen Gründen nur mehr selten ihr Leistungspotenzial abrufen.

Der Kader war einfach zu klein

Wichtige Akteure wie Fabian Trettenbach, Tobias Oisch, Marius Dimmelmeier und Markus Dietl verpassten fast die komplette Frühjahrsrunde, andere Leistungsträger spielten unter ihren Möglichkeiten. „Letztendlich hat uns in meinen Augen unser kleiner Kader das Genick gebrochen. Wir hatten im Frühjahr meist nur um die zehn, zwölf Feldspieler im Training und das war schlicht und einfach nicht bayernligatauglich. Da wir fast keinen Konkurrenzkampf mehr hatten, war das natürlich auch nicht leistungsfördernd“, resümiert DJK-Coach Uli Karmann, dessen Jungs 2018 nur drei Partien siegreich gestalten konnten.

Ein paar Prozent haben gefehlt

„Insgesamt kann man festhalten, dass wir den großen Umbruch, den wir vor der Saison zu meistern hatten, erfolgreich bewältigt haben, was auf dem Niveau in einer unglaublich ausgeglichenen Liga eine gute Leistung ist. Dass für die Saison nach dem tollen Verlauf der Herbstrunde natürlich wesentlich mehr drin gewesen wäre, steht außer Frage. Letztlich war unsere Leistung in der Frühjahrsrunde aber ausschlaggebend dafür, dass wir abreißen lassen mussten.

Termine und Transfers

  • Testspieltermine:

    Samstag 16. Juni, 16 Uhr, beim TuS Pfarrkirchen (Landesliga Südost), Samstag, 23. Juni, 3. Fritz-Kreis-Gedächtnisturnier, Dienstag 26. Juni, 18.30 Uhr gegen FC Ingolstadt II (Regionalliga), Samstag 30. Juni, 17 Uhr, BFV-Totopokal beim SV Neukirchen b. Hl. Blut (Landesliga Mitte), Sonntag 8. Juli, 15 Uhr, beim TB Roding (Bezirksliga Süd)

  • Zugänge:

    Max Putz (TSV Bogen), Jonas Gmeinwieser (U19 SV Wacker Burghausen), Ben Kouame (SpVgg Hankofen-Hailing), Franz Wendl (ASV Cham), Josef Högerl (SV Neukirchen b. Hl. Blut), Balit Balga (1. FC Zandt), Max Wolf, Andreas Kalteis (beide SSV Jahn Regensburg II)

  • Abgänge:

    Markus Dietl (FC Ränkam), Michael Faber (1. FC Bad Kötzting), Andreas Jünger (SV Schalding-Heining), Christoph Weidner (ASV Cham), Jirka Krejci (SV Schwarzhofen), Niklas Karl (TSV Bogen) (csv)

Wir hätten uns einen Platz unter den Top drei der Tabelle auch nicht verdient gehabt. Uns haben einfach in mancherlei Hinsicht ein paar Prozentpunkte gefehlt, die eine echte Erfolgsmannschaft ausmachen. Dazu kamen der kleine Kader und das große Verletzungspech, das wir ebenfalls nicht kompensieren konnten. Ich denke, wir haben die abgelaufene Saison intensiv analysiert, Entscheidungen aus den Analysen abgeleitet und ein paar Stellschrauben in die richtige Richtung verändert“, lässt Vilzings Manager Roland Dachauer wissen.

Für die neue Saison wurde das Aufgebot vergrößert, um wieder mehr Alternativen und eine höhere Trainingsqualität zu haben. Von den acht Neuen haben einige schon Erfahrungen in der Bayernliga gesammelt. „Wir haben jetzt wieder eine vernünftige Kaderbreite. Wir müssen es ohnehin im Kollektiv hinkriegen, denn mit Spielern wie Faber, Jünger und Dietl haben wir auch jede Menge Qualität verloren“, lautet die Einschätzung von Coach Karmann, der mit seiner Truppe gerne wieder im Vorderfeld mitmischen möchte: „Das wird aber kein leichtes Unterfangen. Mit Türkgücü-Ataspor München kommt ein Aufsteiger, der mit ehemaligen Dritt- und Regionalligaspielern gespickt ist. Qualitativ ist das eine überragende Truppe. Auch Schwaben Augsburg und Ismaning haben sich top verstärkt. Dazu kommen Teams wie Rain und Pullach, die immer stark sind.“

Aber auch der Vilzinger Kader braucht sich nicht zu verstecken. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass sich die Mannschaft als geschlossene Einheit präsentiert, die sich vor allem mental wieder deutlich zu steigern weiß. „Wir gehen optimistisch in die neue Saison, da wir eine erfolgreiche Transferperiode hatten. Auch wenn wir mit Markus Dietl und Christoph Weidner zwei charakterlich tolle Spieler verloren haben, glaube ich dennoch, dass wir als Mannschaft noch stärker als letzte Saison sein können, wenn wir die Dinge beherzigen, die wir uns vorgenommen haben.

Denn wir haben durch die Bank neue Spieler mit viel Ehrgeiz und richtig viel Potenzial bekommen. Auch wenn wir unser Saisonziel wie gewohnt erst während der Vorbereitung gemeinsam mit der Mannschaft festlegen, glaube ich, dass wir in der Liga eine richtig gute Rolle spielen können, wenn wir es schaffen, schnell zu einer verschworenen Einheit zu werden“, meint Dachauer.

Test gegen den Ingolstadt II

In der Vorbereitungsphase ist das Testspiel gegen die Regionalligatruppe des FC Ingolstadt II ein Highlight, das im Manfred-Zollner-Stadion stattfindet. Ferner nehmen Hamberger, Dimmelmeier&Co. bereits zum dritten Mal am Fritz-Kreis-Gedächtnisturnier des 1. FC Miltach statt, bei dem es gleich zum brisanten Vergleich gegen den 1. FC Bad Kötzting kommen wird. In der ersten Qualifikationsrunde des BFV-Totopokals geht es für den Bayernligisten zum Landesligisten SV Neukirchen b. Hl. Blut mit dem ehemaligen Vilzinger Übungsleiter Franz Koller. (csv)

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