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Siegesserie reißt in Neustadt

Die Chamer Luchse verlieren im Pokal beim TTV Neustadt mit 88:106. Trainer Melton über Kritik an den Unparteiischen.

Spaß machte das Spiel am Wochenende in Neustadt keinem Chamer Akteur. Foto: Raphael Wiedemann
Spaß machte das Spiel am Wochenende in Neustadt keinem Chamer Akteur. Foto: Raphael Wiedemann

Cham.ChamIn der zweiten Runde des Bayernpokals stand das Spitzenspiel zwischen den Top-Teams aus der Bayernliga Nord und Mitte an, als die Bayerwald Luchse Cham beim TTV Neustadt zu Gast waren. Dass die Siegesserie durch die 88:106-Niederlage riss, war am Ende jedoch Nebensache.

Während Bradley Melton auf Sebastian Zierl verzichten musste, war beim TTV Topscorer Aaron Lachner nicht mit von der Partie. Es entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte Partie, die von der Physis geprägt war. „Wir haben zu viele Korbleger zugelassen und am Anfang nicht gut genug verteidigt”, erklärte Melton den 20:28-Rückstand nach dem ersten Viertel. Erschwerend kam hinzu, dass der bis dahin stark aufspielende Simon Zierl bei einem vermeintlich sauberen Block von den Schiedsrichtern sein zweites Foul zugesprochen bekam und das zweite Viertel weitestgehend von der Bank aus verfolgen musste. Auf der Gegenseite war es Aufbauspieler Jenniat, der mit 24 seiner am Ende 30 Punkten in der ersten Hälfte nur schwer zu kontrollieren war.

Unter dem Korb hatten die Chamer zwar Vorteile, jedoch vermisste man eine klare Linie bei den Unparteiischen, was es schwermachte, diese Vorteile auch konsequent auszunutzen. „Wenn unsere großen Spieler teilweise von drei Gegnern beim Reboundversuch niedergerissen werden und die Pfiffe nahezu durchgehend ausbleiben, dann ist das frustrierend“, so der Chamer Trainer. Seine Mannschaft verkürzte bis zur Pause dennoch auf 54:56.

Unverständnis und Diskussionen

In der zweiten Hälfte stellten dann beide Teams in der Verteidigung um. Auch wenn es auf beiden Seiten immer wieder Ansätze von gutem Basketball zu sehen gab, dominierten am Ende unnötige und unsportliche Szenen. Die ausbleibenden oder fragwürdigen Pfiffe der Unparteiischen sorgten für Unverständnis und viele Diskussionen. Doch während die Chamer in der zweiten Hälfte mit gleich drei technischen Fouls bestraft wurden, so kamen die Gastgeber bei den aus Erlangen stammenden Schiedsrichtern gänzlich unbestraft davon.

Das Bild änderte sich auch im letzten Viertel nicht mehr. Zwar war es wieder Simon Zierl, der mit zwei Dreiern sein Team noch mal von einem Acht-Punkte-Rückstand auf 83:86 zurückbrachte. In der Folge wollte man im Angriff zu viel, und der Tabellenführer der Bayernliga Nord wusste dies mit schnellen Punkten auszunutzen. Bei nur noch einer Minute zu spielen und einem Spielstand von 106:86 für den TTV wurde Simon Zierl beim Korblegerversuch von hinten gefoult und im Gesicht getroffen. Beim Gang zur Freiwurflinie verwechselte dann der Gegner jedoch die Sportart und trat mit dem Fuß gegen das Bein von Zierl.

Die Aufregung war groß auf Chamer Seite, vor allem weil die Situation von den Unparteiischen gänzlich ungeahndet blieb. Diese Aktion und die Szenen im Vorfeld sorgten bei den Chamer Luchsen für Unverständnis, so dass man nach dem Spielende umgehend die Halle verließ.

In Treuchtlingen gefordert

„Neustadt hat heute am Ende sicherlich verdient gewonnen. Unserer Meinung nach hatte dies aber nicht nur basketballerische Gründe. Ich sage so was normal nicht, aber die physische Spielweise am Rande der Legalität in Kombination mit der Leitung der Partie haben es uns nicht möglich gemacht, das Spiel zu gewinnen“, so Melton. Nun gilt es, das Spiel abzuhaken und sich auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Bereits am Sonntag steht das schwere Auswärtsspiel in Treuchtlingen an. Dort will das Team in die Erfolgsspur zurück. (ckf)

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