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Versammlung

Skiverband vertraut Max Gibis

Der Präsident wird für zwei Jahre wiedergewählt. Er sieht den Verband vor großen Herausforderungen stehen.

  • Der derzeit wohl prominenteste Sportler des Skiverbandes Bayerwald: Severin Freund Foto: Daniel Karmann/dpa
  • MdL Max Gibis als Präsident führt zusammen mit dem Präsidium und dem Verbandsausschuss den Skiverband Bayerwald in den kommenden zwei Jahren Foto: Heinz Achatz, Skiverband Bayerwald

Bad Kötzting.Bei der Mitgliederversammlung des Skiverbandes Bayerwald wurde Max Gibis für weitere zwei Jahre als Präsident wiedergewählt. Ihm wurde das einstimmige Votum erteilt, zusammen mit dem ebenfalls neu gewählten Präsidium und dem Verbandsausschuss den mitgliederstärksten Einzelsportverband weiterhin zu führen.

In seinem Rückblick in der Sporthalle in Patersdorf sagte Gibis, dass der Skiverband Bayerwald auf aktuell 214 Vereine mit 59 600 Mitgliedern blicken kann. „Die Tendenz der Mitgliederzahl ist rückläufig. Immer mehr Vereine melden, dass der Wintersportbereich eingestellt worden ist“, skizzierte der Landtagsabgeordnete die Entwicklung. Der Skiverband Bayerwald steh deshalb in Zukunft vor großen Aufgaben und Herausforderungen, die es gelte in einem Verbandsgebiet mit vielen Disziplinen, deren Anforderungen regional sehr unterschiedlich sind, zu schultern. Dabei unterstütze der Skiverband Bayerwald primär die Nachwuchsförderung und die Nachwuchsleistungsförderung.

Originäre Aufgabe des Skiverbandes Bayerwald ist die Förderung des Nachwuchsleitungssports und damit die Förderung und Aus- und Weiterbildung von Nachwuchstalenten die das Zeug zum Leistungssportler haben. „Es ist sehr schwierig, dahingehend den besten Weg zu finden, da sich in vielen Vereinen keine geeigneten Übungsleiter mehr für ein Vereinstraining zur Verfügung stellen wollen“ führte Gibis weiter aus. „Generell haben wir festgestellt, wenn sich einzelne Vereine oder Verantwortliche in ihrem Bereich oder in Ihrer Region für die Zielsetzungen des Skiverbandes kümmern, entsteht sofort etwas Produktives“, sagte der Präsident. Deshalb werde weiterhin der Weg der dezentralen Stützpunkte fortgeführt; die bisherigen guten Ansätze können weiter ausgebaut werden. Dazu wurden in den letzten Jahren insbesondere in den Bereichen Langlauf und Alpin Stützpunkte aufgebaut; man ist im Begriff erste Ansätze auch im Bereich Biathlon ins Auge zu fassen um hier gegebenenfalls eine höhere Effizienz durch eine engere Zusammenarbeit mit der Disziplin Langlauf erreichen zu können. Im Sprunglauf / Nordische Kombination hat man mit Rastbüchl eine Sondersituation und kann auf sehr erfolgreiche Inliner blicken. Auch den immer aktueller werdenden Sportarten Snowboard, Freeski, et cetera wird der Skiverband Bayerwald mehr Gewicht geben. Mit Tommy Dötsch konnte für diesen Bereich, vor allem im Freeski, ein sehr aktiver Mitarbeiter gewonnen werden, der bereits im letzten Winter mit der Aufbauarbeit startete.

Mehr Vereinsbeteiligung

Bei den strukturellen Aufgaben nannte Gibis als Ansätze den weiteren Ausbau der dezentralen Stützpunkte, um damit noch mehr Vereine aktiv einzubinden. Dann gilt es, sich Gedanken über die zukünftige Struktur des Verbandsausschusses machen. Die Regionalkonferenzen sollen fortgesetzt werden, wobei sich Gibis wünschte, dass sich mehr Vereine daran beteiligen könnten. „Es gilt, die vorhandenen Mittel wieder zielgerichteter für den Nachwuchsleistungssport einzusetzen“, merkte Gibis an, um aktuelle Strategien einer Evaluierung zu unterziehen.

Die Herausforderungen der Digitalisierung trifft auch den Skiverband, so dass die Homepage überarbeitet wird, Facebook und Instagram besser genutzt werden sollen. „Wir sind da aber auch von Zuarbeit abhängig“ sagte Gibis abschließend auf das Jahr 2021 ausblickend. Dann kann der Skiverband Bayerwald auf sein 100-jähriges Bestehen blicken, wozu eine Chronik erstellt wird und Feierlichkeiten geplant sind. Gibis bedankte sich zum Schluss noch bei allen Sponsoren, Partnern, Lift- und Anlagenbetreibern, dem Präsidium und dem Verbandsausschuss, den Sportwarten, Trainern und Übungsleitern für die Unterstützung.

Aus den Berichten der Referenten wurde deutlich, wie umfangreich, aber auch erfolgreich im Skiverband Bayerwald gearbeitet wird. Bei den Alpinen war laut Sportwart Markus Schwarz das Hauptziel, wieder einen hauptamtlichen Trainer zu bekommen. Diese Stelle wurde für die kommende Saison mit Karl Köppl besetzt. Auf den Regionalkonferenzen basierend wurde ein neues Nachwuchskonzept erstellt. Im BSV-Kader werden derzeit Jonas Stockinger und Anna Schillinger geführt.

Drei Biathlon-Stützpunkte

Im Bereich Biathlon werden die Athleten an drei Stützpunkten durch die Honorartrainer Jürgen Wallner, Jan Turner, Andreas Riedl und Thomas Fuchs betreut, so Sportwart Josef Schneider. Bei den Nordischen stehen den Ausführungen von Rainer Fischer zu Folge acht Athleten im BSV Kader, ein Athlet im Zusatzkader und mit Albert Kuchler ein Sportler im B-Kader des DSV.

Werner Reischl informierte, dass im Bereich Sprunglauf verantwortlicher hauptamtlicher Trainer 2018/19 Frantisek Vaculik war und ab Mai 2019 dies Tobias Kinateder ist. 27 Springer, davon zehn Kombinierer, trainieren in Rastbüchl. Mit dem international bekannten Severin Freund habe man einen Athleten im A-Kader des DSV.

26 Ausbilderinnen und Ausbilder absolvierten in der Saison 2018/19 bei allen Lehrgängen 321 Ausbildungstage, informierte Mario Sigl, Leiter des alpinen Lehrteams, wobei 1025 Teilnehmer die 46 Lehrgänge inklusive Vereinsfortbildungen nutzten.

Schatzmeister Gerhard Richter legte der Mitgliederversammlung die Kassenberichte für 2017 und 2018 vor. Die Kassenprüfer Dr. Kurt Wagner und Walter Raith stellten den Antrag auf Entlastung des Kassenverwalters, dem einstimmig zugestimmt wurde.

Willi Killinger stellte in seinem Grußwort insbesondere das Landesleistungszentrum Hohenzollern-Arbersee heraus. Dazu laufen aktuell Planungen über die Machbarkeit der Durchführung der Europameisterschaft 2022 so der stellvertretende Landrat. Margit Uhrmann sprach die Möglichkeiten an, die der Bayerischen Skiverband hat, um hauptamtliche Trainer zu installieren. Damit konnte im Skiverband Bayerwald (BSV) die vakante Stelle im alpinen Bereich wieder installiert werden, so der BSV-Vizepräsidentin. Zum Schluss der Versammlung wurden die ausscheidenden Mitglieder des Präsidiums Hans Plötz und Petra Jung verabschiedet. (kht)

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