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Cham

Späth führt Nationalteam zum WM-Titel

Deutschland startet mit zwei Gold- und einer Silbermedaille. Nachwuchs verteidigt Titel in den Klassen U 16 und U 23.

Mit Weiten von 104,54, 105,95 und 106,97 Meter stellte Michael Späth die gesamte Konkurrenz in den Schatten.  Archiv-Foto: Albert Kamhuber
Mit Weiten von 104,54, 105,95 und 106,97 Meter stellte Michael Späth die gesamte Konkurrenz in den Schatten. Archiv-Foto: Albert Kamhuber

Cham.Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille der Deutschen Nationalmannschaften im Weitenwettbewerb starteten in Regen die 56. Europameisterschaften der Jugend und 6. Weltmeisterschaften der Junioren im Eisstocksport. Auf der extra angelegten 120 Meter langen und überdachten Weitenbahn verteidigte die U-16-Jugend ihren Europameistertitel souverän vor Österreich und Litauen. Erneut mit WM-Gold dekoriert verließen die U-23-Junioren das Kunsteis vor Österreich und Italien. Dagegen war die U-19-Jugend gegen die österreichischen Kraftprotze wieder chancenlos.

Erstaunlich abgebrüht verteidigte die U-16-Jugend des Deutschen Eisstock-Verbandes (DESV) ihren Europameistertitel. Alle drei für die Wertung herangezogenen schwarz-rot-goldenen Weitenjäger hatten ihre rot-weiß-roten Konkurrenten im Griff. Am Ende feierten Johannes Michl (SV Pocking), Felix Karpfinger (SV Wörth), Kilian Reschberger (EC Lampoding) und Christian Mayerhofer (TSV Taufkirchen) mit 232,67 Metern einen überlegenen Sieg vor Österreich (223,69) und Litauen (193,58).

Kampf um die Einzeltitel

Mit dem letzten der fünf Versuche verbesserte sich Michl auf herausragende 82,95 Meter. Damit machte der Pockinger deutlich, dass das gastgebende Niederbayern bei der Vergabe des Einzel-Titels ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird. Das Finale der besten sechs Vorrundenteilnehmer wird ein reines Erzrivalenduell. Die drei Deutschen, Michl, Karpfinger und Reschberger, kreuzen mit den Österreichern Andreas Knaus, Angelo Dorner und Markus Nimmrichter die Klingen. Der Taufkirchner Mayerhofer verpasste mit dem zehnten Platz den Finaleinzug deutlich.

Wie schon vergangenes Jahr in Klobenstein/Südtirol hatte die U 19 keine Chance auf den EM-Titel. Zwar konnte Marcel Menacher vom EC Oberhausen seinen direkten österreichischen Widersacher mit 81,21 gegenüber 73,14 Metern klar distanzieren. Zwischendurch war Deutschland sogar bis auf neun Zentimeter an Österreich herangerückt. Letztendlich war die Übermacht der beiden österreichischen Überflieger Peter Neubauer und Sebastian Sommerer einmal mehr so übermächtig, dass Bastian Simon (SV Hagenhill) und Lukas Michl (SV Pocking) trotz guter Leistung – 94,69 zu 83,21 bzw. 87,74 zu 82,84 – keinen Zugriff bekamen. Da Dominik Wittmann (SV Pocking) mit 79,41 Metern diesmal vorne nicht eingreifen konnte, ging Gold mit 255,57 Metern und großem Vorsprung an Österreich vor Deutschland (247,26) und dem Überraschungsteam Australien (221,35).

Das Einzel-Finale werden die beiden Österreicher Neubauer und Sommerer sowie der Australier Perry Stöghofer zusammen mit den drei Deutschen, Simon, Michl und Menacher, bestreiten. Wittmann fehlten als Siebten 1,8 Meter auf Menacher.

In fantastischer Form

Einem in fantastischer Form befindlichen Lokalmatadoren, Michael Späth, war die überlegene Wiederholung des WM-Triumphes bei den U-23-Junioren zu verdanken. Mit Weiten von 104,54, 105,95 und 106,97 stellte er die gesamte 23 Teilnehmer zählende Konkurrenz aus sechs Nationen völlig in den Schatten. Der Zweitplatzierte Neubauer kam lediglich auf 100,81 Meter. Damit hatte Späth die notwendigen Meter herausgeschossen, wodurch Deutschland in der weiteren Besetzung Alexander Anzinger (EC Ebing), Max Vaitl (EC Außernzell) und Bastian Simon (SV Hagenhill) mit 293,30 Metern klar vor Österreich (286,44) und Italien (241,20) gewann.

Trotz des WM-Titels verlief der Wettbewerb für Vaitl ganz bitter. In der Endabrechnung fehlten ihm mit 91,14 Metern acht Zentimeter zum Einzug ins Einzelfinale, in dem nun der glückliche Österreicher Philipp Schwarzl (91,22) zusammen mit Späth, Neubauer, Anzinger, Sommerer und dem Italiener Damian Denicolo um die WM-Medaillen kämpfen wird.

Vor mehreren hundert Zuschauern zeigte der gesamte kraftstrotzende Nachwuchs nationenübergreifend super Leistungen. Das Weitenareal direkt neben dem Eisstadion im niederbayerischen Regen ist perfekt gerichtet und lädt zu einem Besuch der Einzelfinals am heutigen Freitag zwischen 18 und 20.30 Uhr ein. (cal)

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