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Spielerwechsel beschäftigen die Klubs

In einem Webinar informierte der BFV die Vereinsvertreter über die aktuelle Lage.

Erst ab 1. September geht es in der Fußballsaison wieder weiter.  Foto: Eibner/Rene Weiss
Erst ab 1. September geht es in der Fußballsaison wieder weiter. Foto: Eibner/Rene Weiss

Cham.Eine Halbzeit lang hatten 23 Vereine aus dem Kreis Cham/Schwandorf die Gelegenheit wahrgenommen, ihre Sorgen und Fragen in einem Webinar an den Mann zu bringen. Zugeschaltet war neben Organisator und Moderator Karlheinz Sölch, Bezirkschef Thomas Graml und Kreisschiedsrichterobmann Karl-Heinz Späth. Der Kreisvorsitzende war stolz auf das starke Votum von fast 80 Prozent für die Variante der Fortsetzung der Saison ab 1. September.

„Wir sind immer noch im Katastrophenmodus, Gesundheit steht an erster Stelle“, leitete Thomas Graml zur ersten eines Vereinssprechers, der alsbald wieder mit seinen Teams ins Mannschaftstraining einsteigen möchte. Graml erläuterte die Empfehlung des DOSB an die Regierung, wonach der Abstand eingehalten werden muss, kein Körperkontakt erfolgen darf und die Kommunen ihre Sportplätze wieder freigeben müssen. Vielleicht kommen Lockerungen, aber derzeit ist kein Training auf den Plätzen erlaubt. Nicht betroffen sind Arbeiten am Vereinsgelände oder am Sportheim. Wie bei allen Baustellen muss der Abstand unter den Arbeitern eingehalten werden.

Die meisten Fragen entstanden im Themenbereich der Spielerwechsel. Fleißig wurde nach der Winterpause in den Führungsetagen der Vereine am Kader für die Saison 2020/21 gebastelt und die Teams entsprechend verändert. Aber, bis September rollt der Ball nicht mehr. Die Wechselperiode im Juli bei den Herren fällt jedoch genau in diese Zeit. Auch dazu hatte Graml eine Antwort parat, denn er gehört der Arbeitsgruppe an, die diese Themen zu beackern hat. Im DFB und in Bayern ist die Problematik bekannt und es wird nach Lösungen und Rechtsänderungen gesucht. Graml ist für Vorschläge von Vereinsseite offen.

Zugänge aus dem benachbarten Ausland sind problematisch, da nicht absehbar ist, wie die dortigen Landesregierungen, die Ein- oder Ausreiseverbote erlassen haben, diese wieder aufheben werden. Immer öfter bieten Vereine Ferienfreizeiten oder Fußballschulen an. Die entsprechenden Vorbereitungen sind am Laufen, nur kann niemand absehen, wann die Sportplätze freigegeben werden. Hier wird man abwarten müssen, wie sich die Lage entwickeln wird.

Ein Verein der Kreisliga, wunderte sich, dass in der bisherigen Saison vereinzelt nur ein Schiedsrichter zur Kreisliga kam. Obmann Karl-Heinz Späth hofft, die Neulingslehrgänge in Cham und Schwandorf können hier etwas Abhilfe schaffen.

Viele Eltern sorgen sich um ihre Kinder, falls wieder ein Mannschaftstraining stattfinden wird. Die Vereine wünschen sich Unterstützung vom Verband. Graml verwies auf die wegen der Krise eingerichtete Homepage www.zusammenhalt.bayern, auf der Hilfestellungen gegeben werden.

Einen interessanten Vorschlag machte ein Verein, der sich eine längere Hallenrunde im Winter wünscht. Graml kennt hierzu Planungen mit einer Futsal-Liga oder mehreren Turnieren. Allerdings strömen die anderen Sportarten auch in die Hallen und es kann an freien Terminen hapern. (csz)

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