mz_logo

Sport aus Cham
Mittwoch, 25. April 2018 20° 3

Fussball

Sportsmann Oli Bindl und die drei Punkte

Miltachs Ex-Keeper im Rodinger Tor gibt Treffer zu zum Sieg des Außenseiters und ist damit reif für Fairness-Oscar des BFV.

So hilflos am Ende hatte die Rodinger „Turner“ keiner erwartet ...Foto: Tschannerl

Miltach.Natürlich brauchte auch FC-Coach Michael Kufner lange, um das Geschehene zu fassen: „Ich bin immer noch begeistert, wir haben gegen den Tabellenzweiten ein grandioses Spiel abgeliefert, sowohl taktisch als auch in der Disziplin.“ Nach 19 Minuten war die Führung fällig. Nach Foul an Bretzl brachte Moosburger den Freistoß flach an der Mauer vorbei aufs Tor, Miltachs Ex-Keeper Oliver Bindl hielt und die Partie lief weiter. Doch die Proteste von allen Seiten häuften sich, denn viele hatten den Ball hinter der Linie gesehen (wir berichteten). Schiri Ralf Waworka (Kleinwinklarn) unterbrach die Partie und fragte Bindl, ob er den Ball wirklich hinter der Linie hervorgekratzt hatte. Bindl ist als Sportsmann bekannt und gab trotz der Brisanz für den TB 03 Roding im Aufstiegsrennen zu, der Ball sei hinter der Linie gewesen. Außergewöhnlich fraglos in dieser modernen Zeit, bei dieser Tragweite und sicherlich eine Ehrung wert durch den Verband, der ja auf solche Fälle erpicht ist. Die entscheidenden Stellen werden sich das schon notiert haben. Trainer Michael Kufner fehlten schier die Worte: „Ich finde das grandios, eine wahnsinns-faire Geste, es werden nicht einmal Einwurf oder Ecke zugegeben und der Oli gibt das Tor zu. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, jubilierte Kufner. Den einzigen Stellungsfehler der FC-Abwehr in der ersten Hälfte nützte Panzer frei vor Schlussmann Vogl zum Ausgleich (27.). Viele meinten, damit würde das bisherige Schlusslicht auseinander brechen, doch das Gegenteil passierte. In der 33. Minute bereitete Raphael Kufner mit einer überragenden Einzelaktion das Siegtor vor. Kufner ließ Niebauer und Smietanski stehen und traf mit einem ebenso wuchtigen wie unhaltbaren Schuss.

Im zweiten Abschnitt warfen sich die Miltacher in jeden Zweikampf, um die spielerischen Defizite auszugleichen. Verschnaufpausen waren somit selten. „Ich habe an der Seitenlinie bei jedem Angriff migezittert“, ist Miltachs Trainer Kufner allerdings Kummer gewohnt. Sogar den angeschlagenen Torjäger Bräu brachten die Gäste von der Regenreibm noch, um die Wende zu erzwingen. Doch auch Miltach hatte zwei gute Möglichkeiten, diesmal ließ Bindl bei Moosburgers Freistößen nichts zu. Mario und Christian Kufner sowie Tobias Bräu (82., 88., 90.) versiebten den Ausgleich. „Wir sind nicht tot, haben weiter eine realistische Chance“, sagt Kufner. Fünf Endspiele, fünf Siege, dann ... (rtn)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht