MyMz

Stets der Heimat verbunden

Markus Betz spielte auch eine Saison lang für den ASV Cham. Sepp Beller bezeichnet er als seinen besten Trainer.

Im Leben von Markus Betz drehte sich viel um den Fußball – Profi aber wollte er nie werden.  Foto: Tobias Hase/picture alliance/dpa
Im Leben von Markus Betz drehte sich viel um den Fußball – Profi aber wollte er nie werden. Foto: Tobias Hase/picture alliance/dpa Foto: Tobias Hase/picture alliance/dpa

Schönstes Erlebnis Ihrer Laufbahn?

Ein 5:1-Auswärtssieg in Hutthurm und die damit verbundene Landesliga-Meisterschaft in der Saison 2002/03. Ich war kurz vorher in einem Probetraining beim damaligen Zweitligisten Eintracht Trier und habe ein tolles Spiel gemacht. Die Busfahrt und die spontane Meisterfeier waren legendär.

Bester Kicker, mit dem Sie in einer Mannschaft gespielt haben?

In der U19-Bayernauswahl war das der spätere Bundesliga-Profi Timo Rost. Richtig stark war zu meiner Anfangszeit bei der „Spiele“ Adam Scheftner und Franz Becker. Auch meine langjährigen Weggefährten Martin Huber, der gefühlt keinen Defensivzweikampf am Boden verloren hat, und Thomas Stumpf, der unfassbar schnell war und krasse Flanken aus vollem Lauf geschlagen hat, waren grandiose Kicker.

Bei welchem Verein hatten Sie als Aktiver Ihre schönste Zeit?

Bei der SpVgg Landshut war das Verhältnis zwischen sportlichem Niveau und Spaß ideal. Bei meinem Heimatverein DJK-SV Adlkofen stand das Gesellschaftliche noch etwas mehr im Vordergrund. Bei beiden Vereinen war es einfach nur schön.

Was nervt Sie am heutigen Fußballgeschäft?

Junge Spieler werden wie heiße Ware behandelt. Sätze wie „Wer gewinnt den Wettpoker um das Jugendjuwel“ oder ähnliches finde ich schrecklich.

Haben Sie irgendetwas in Ihrer Laufbahn bereut?

Nein, nichts! Die Heimatverbundenheit und der Spaß waren mir das Wichtigste. Trotz einiger höherklassiger Angebote – 1998 hatte ich beispielsweise ein Angebot vom 1. FC Nürnberg – war es nie mein Ziel, Profi zu werden. Mein Traumberuf war vielmehr immer Lehrer.

Lieblings-Rückennummer...

Die „2“ hatte ich in der Bayernligazeit bei der SpVgg Landshut. Ich mag grundsätzlich eher niedrige Nummern. Bei meinem einjährigen Gastspiel beim ASV Cham hatte ich die „4“.

Gibt es ein Spiel, das Sie nie vergessen werden?

Das war 2002 ein Pokalspiel mit der „Spiele“ gegen die Amateure des FC Bayern München. Die Bayern kamen neben Weltmeister Hansi Pflügler mit sehr vielen jungen Spielern, sogar aus der U19 waren ein paar Akteure dabei. Wir hatten keine Chance und haben mit 1:6 verloren. Auf der Gegenseite standen die späteren Weltmeister Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger sowie spätere Bundesliga-Stars wie Zvjezdan Misimovic und Christian Lell.

Bester Trainer, den Sie hatten?

Sepp Beller. Er war sehr kompetent, sachlich und fokussiert. Die Art und Weise, an Aufgaben ranzugehen, hat mich sowohl fußballerisch als auch privat geprägt. Schön, dass er immer noch im Fußballgeschäft ist.

Größte Enttäuschung ...

Der Bayernliga-Abstieg im Jahr 2000. Wir haben in Freising das entscheidende Relegationsspiel gegen den MTV Ingolstadt 1:2 verloren. Nach der Partie mussten wir dann noch feststellen, dass unsere Kabine während der Partie ausgeraubt wurde. An diesen Tag werde ich mich wohl ewig zurückerinnern. Im Nachhinein hatte der Abstieg aber auch etwas Gutes. Die folgenden drei Landesliga-Spielzeiten waren die coolsten Jahre meiner Laufbahn. Wir hatten eine geile Truppe und schöne Erfolgserlebnisse.

Wo haben Sie auswärts nie gerne gespielt?

In Weiden. Dort haben wir eigentlich immer gut mitgespielt, aber letztlich immer verloren. Ich kann mich nicht erinnern, am Wasserwerk jemals einen Punkt geholt zu haben.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht