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Thenriederinnen in der Warteschleife

Auch für die Landesliga-Fußballerinnen des SV geht es erst im September weiter. Aktuell tut man, was man kann.

Erst im September geht es auch bei den Thenriederinnen (in grünen Trikots) wieder mit den Punktspielen weiter. Foto: Tschannerl
Erst im September geht es auch bei den Thenriederinnen (in grünen Trikots) wieder mit den Punktspielen weiter. Foto: Tschannerl

Rimbach.Kein Abbruch, aber eine monatelange Unterbrechung der Saison bis zum 31. August – so will der Bayerische Fußballverband beim Amateurfußball auf die Corona-Pandemie reagieren. Geplant ist, die Saison 2019/20 möglichst ab 1. September 2020 weiterzuführen. Falls erst später gestartet werden kann, ist auch ein Komplett-Ausfall der Serie 2020/21 möglich.

Diese Regelung soll für alle Ligen von der Oberliga bis zur untersten Kreisklasse gelten, auch bei den Frauen. „Generell können wir nichts anderes machen, als uns dem Beschluss zu fügen“, so Thenrieds Damentrainer Michael Kölbl in einer ersten Reaktion auf die Entscheidung. „Auf jeden Fall durchziehen“, war ganz in seinem Sinne. Im Endeffekt geschieht die normale Vorbereitung für die nächste Vorrunde jetzt für die noch ausstehende Rückrunde.

Thenrieds Kader überbrückt das Gruppenverbot – wie alle anderen Vereine – mit Einzeltraining. „Die Spielerinnen haben von mir eine Hausaufgabe erhalten“, schildert Kölbl. Das Einzeltraining paaren die Thenriederinnen mit einem Online-Programm. „Da loggen wir uns alle ein!“ Primär sei alles darauf ausgerichtet, die Problematik bestmöglichst zu lösen. „Jetzt warten wir einfach ab, ob sich eventuell Lockerungen ergeben“, ermutigt er seinen Truppe. Rein theoretisch bringe es momentan sowieso nichts, zu trainieren, weil der Kader sonst drei Monate umsonst Übungseinheiten absolviert und beim eigentlichen Start dann ausgelaugt ist. „Jede muss für sich selber die Pause für Kraft- und Konditionstraining nutzen, und die Verletzten zusehen, dass sie fit werden“, legte er den Mädels ans Herz. „Natürlich kann ich keiner etwas vorschreiben!“

Besonders bedauert Michael Kölbl den Zustand der Ungewissheit, die jede Planung zur Makulatur werden lässt. Die Hilfe des Internets ermögliche erfreulicherweise vieles von zuhause aus. Was der Mannschaft und dem Trainerstab fehlt, sei die Kameradschaft und die Gemeinschaft. „Das kann durch nichts ersetzt werden“, ist sich Kölbl sicher. Auch wenn man an die Online-Trainingsstunden noch einen Plausch anhängt. „Es hilft nichts, wir sitzen alle im selben Boot und müssen uns irgendwie mit der Situation arrangieren.“

Dazu gehört auch die Corona-Clopapier-Challenge, bei der die Thenriederinnen die „hohe Kunst des Fußballs“ zeigen und dabei sicher so manchen amüsieren. „Die Challenge ist halt auch eine Beschäftigungstherapie für manche“, schmunzelt Kölbl dazu und verschweigt nicht, dass er persönlich nichts davon hält. „Das ersetzt nicht das Kicken, das eigentlich jede will. Es ist nur ein Zeitvertreib“, so der Thenrieder Coach. (kli)

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