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Handball

Topspieler Tahovsky bleibt beim ASV

Chams Starspieler hat das National-Team im Test gegen Tschechien hautnah erlebt. Seinem Verein will er erhalten bleiben.
Von Thomas Mühlbauer

Chams Handball-Ikone Petr Tahovsky traut den Deutschen bei der Heim-WM einen Platz unter den Top-Fünf zu. Foto: Tschannerl
Chams Handball-Ikone Petr Tahovsky traut den Deutschen bei der Heim-WM einen Platz unter den Top-Fünf zu. Foto: Tschannerl

Cham.An diesem Donnerstag beginnt die Handballweltmeisterschaft und nach 2007 findet sie wieder in Deutschland statt. Und gerade in den letzten Vorbereitungsspielen hat die Mannschaft Hoffnungen auf ein ähnliches Wintermärchen, wie vor zwölf Jahren geweckt. Einer, der sich im Handball auskennt, ist Chams Leitfigur Petr Tahovsky.

Mit unserem Medienhaus hat sich der 36-jährige Physiotherapeut der tschechischen Nationalmannschaft über die Chancen der Prokop-Truppe unterhalten, sowie einen Ausblick gewagt, über die Zukunft seiner tschechischen Nationalmannschaft. Am 4. Januar traf das Team – als Physio ist Tahovsky stets dabei – in Hannover auf die deutsche Nationalmannschaft. Am Ende triumphierte der Weltmeister von 2007 klar mit 32:24, doch so schlimm empfindet Tahovsky die Niederlage für sein Land nicht: „Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gezeigt.“

Tahovskys Ziele

  • Ausgangslage:

    Tahovsky befindet, dass es in Cham so gut läuft, wie schon lange nicht mehr, ausschlaggebend dabei ist die gute Mischung zwischen Alt und Jung im Team. So ist Platz zwei nicht unrealistisch.

  • Stütze:

    Und wenn es gut läuft, soll man bekanntlich nicht von Bord gehen, das denkt auch Tahovsky und wird, sollte er von Verletzungen verschont bleiben, auch in der Saison 2019/2020 das Chamer Dress überziehen.

Die Tschechen sind bei der Weltmeisterschaft nur Zuschauer, was nach dem Erfolg bei der Europameisterschaft ein herber Dämpfer ist. „Wir wären natürlich gerne dabei gewesen, aber wir waren einfach nicht gut genug“, bedauert Chams Handball-Ikone. So ist die verpasste WM-Teilnahme auch für Tahovsky ein klarer Rückschritt für sein Land, doch der Blick geht in die Zukunft, denn in der Quali zur nächsten Europameisterschaft liegt man derzeit in der Gruppe auf Platz eins.

Und was denkt Tahovsky über die deutsche Nationalmannschaft? „Ich denke, Deutschland hat eine sehr gute Mannschaft, die eine gute Rolle spielen wird.“ Vor allem wenn es einmal läuft, dann wird die Truppe mit dem Adler auf der Brust schwer zu stoppen sein, wie Tahovsky befindet. So rechnet der 36-jährige, dass die Deutschen mindestens unter die ersten Fünf kommen werden. Denn schon die Stimmung beim Testspiel in Hannover hat den Chamer Rückraumschützen schwer beeindruckt. „Wenn man bedenkt, dass bei einem Testspiel die Halle voll und die Stimmung hervorragend ist, dann kann man sich vorstellen, was erst bei den Spielen in Berlin los sein dürfte“, sagt er. Petr Tahovsky ist nicht nur Physio der tschechischen Nationalmannschaft, sondern auch seit Jahren Aushängeschild und unverzichtbare Stütze der Chamer Handballer. Und derzeit überwintern die Landesligahandballer auf Platz zwei, was auch bei Tahovsky Lust auf mehr weckt: „Wir spielen derzeit einen sehr guten Handball, am Ende werden wir sehen, was dabei herauskommt. Wir haben auf jeden Fall gute Chancen auf Platz zwei.“ Dass es in Cham so gut läuft, wie seit Jahren schon nicht mehr, hat einen guten Grund, denn die Mischung macht es aus, wie der Rückraumschütze befindet. Denn die jungen Spieler ergänzen sich mittlerweile hervorragend mit den erfahrenen Haudegen. Und das weckt auch beim 36-Jährigen Lust auf mehr Handball in Cham: „Wenn ich von Verletzungen verschont bleibe und man möchte, dass ich weitermache, werde ich auch in der kommenden Saison wieder mit dabei sein.“

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