MyMz

Übergangssaison für Rot-Weiß

Trotz Corona soll ab 8. Juni eine Medenrunde ohne Auf- und Absteiger gespielt werden. Für den Spielbetrieb sind noch viele Fragen offen.

Tobias Wanninger wird als junger Hoffnungsträger sicher auch in dieser Übergangssaison für den TC Rot-Weiß Cham aufschlagen. Foto: Max Strasser
Tobias Wanninger wird als junger Hoffnungsträger sicher auch in dieser Übergangssaison für den TC Rot-Weiß Cham aufschlagen. Foto: Max Strasser

Cham.Auf Beschluss des Bayerischen Tennisverbandes sollen die diesjährigen Medenspiele verspätet wegen der Corona-Krise ab 8. Juni als Übergangssaison ohne Auf- und Absteiger stattfinden. Die Entscheidung wird von den Vereinen derzeit äußerst skeptisch aufgenommen, weil zu viele Fragen offen sind. „Im TC Rot-Weiß Cham wird die Mehrzahl der Teams an den Start gehen“, teilt Vereinsvorsitzender Markus Weichselmann auf Anfrage mit, „allerdings ohne tschechische Gastspieler, die aktuell nicht ausreisen dürfen“.

Die gute Nachricht, auf die alle Vereine im Landkreis Cham sehnsüchtig warten, betrifft die Öffnung der Tennisplätze. Diese soll am 11. Mai erfolgen. Dann kann endlich wieder im Freien für den Mannschaftswettspielbetrieb trainiert werden, der als wichtiger Faktor im Vereinstennis gilt. Der Bayerische Tennisverband stellt es in der aktuellen Situation den Vereinen und Mannschaften allerdings frei, ob sie am Sommer-Wettspielbetrieb 2020 teilnehmen wollen oder nicht. Wer sein gemeldetes Team aus dieser Übergangssaison zurückziehen will, kann dies ohne Begründung tun.

Laut BTV-Miteilung vom 29. April richtet sich die Durchführung der Übergangssaison 2020 streng nach den behördlichen Vorgaben, wie zum Beispiel die Hygiene- und Abstandsregelungen. Dies betrifft insbesondere die Gastronomie, den Sanitärbereich, die Anreise und eventuell auch das Doppel. Ein entsprechendes Hygienekonzept wird den Vereinen baldmöglichst zugesandt.

Ab Bayernliga abwärts

Die „Übergangssaison 2020“ betrifft alle Mannschaften ab Bayernliga abwärts und soll auf Basis der aktuell eingeteilten Gruppen und Ligen sowie der veränderten Terminplanung ab dem 8.Juni 2020 durchgeführt werden. Somit würde das Herren 65-Team des TC Rot-Weiß Cham am Mittwoch, 10. Juni ihr erstes Medenspiel in der Landesliga beim Post SV Regensburg austragen. Einen Tag später, an Christi Himmelfahrt, 11. Juni, wären die Damen und die Herren I in der Landesliga und die Herren 40 Mannschaft in der Bayernliga am Start.

Es werden die Meister in den einzelnen Ligen/Klassen offiziell ausgespielt: Die LK-Wertung und Ranglistenwertung kommen uneingeschränkt zum Tragen. Jedoch wird das Recht auf den Regelaufstieg und den Regelabstieg ausgesetzt.

Die aktuelle Ligen- und Gruppeneinteilung der Sommersaison 2020 ist somit auch die Grundlage für die Mannschaftsmeldung der Sommersaison 2021. Für freiwerdende Plätze in den Ligen/Klassen der Sommersaison 2021 werden so weit möglich die Ergebnisse der Übergangssaison 2020 herangezogen.

Die Vereine erhalten die Möglichkeit, Mannschaften im Zeitraum vom 11. bis 17. Mai ohne Sanktion zurückzuziehen. Gegebenenfalls müssen nach dem 17. Mai dann einzelne Gruppen/Ligen, soweit möglich, neu geplant werden. Zudem bietet der BTV den Vereinen die Möglichkeit, Begegnungen im beiderseitigen Einverständnis flexibel bis zum 30. September zu verlegen und vom vorgegebenen Spielplan abzuweichen. Darüber hinaus wird sich der Tennisverband bezüglich des Rückzugs von Mannschaften während der Saison kulant verhalten.

Folgende offene Fragen bewegen die Verantwortlichen der Vereine zu den BTV-Plänen. Werden Doppel gespielt oder nur Einzel? Wie soll die Verpflegung der Gastmannschaften aussehen? Wie sollen die Auswärtsfahrten stattfinden? Können bei Unterbrechungen die Abstände eingehalten werden? Wie müssen die sanitären Anlagen ausgestattet sein? Darf, wenn ja mit welchen Abständen, geduscht werden? Welche Konsequenzen hätte ein Infektionsfall für Spieler und Verein?

Wie „Suppe ohne Salz“

Markus Weichselmann hat an einer Umfrage unter Vereinsvorsitzenden teilgenommen. Diese verbreiten derzeit wenig Optimismus zur „Übergangssaison“ und wollen nur mit einigen wenigen Teams an den diesjährigen Medenspielen teilnehmen. Zu deutlich würden hier die finanziellen Interessen des Tennisverbandes dominieren, denn ohne Auf- und Abstieg ist die Saison wie eine „Suppe ohne Salz“, kritisieren viele. „Dennoch wird der TC Rot-Weiß Cham mit den meisten Mannschaften an der Übergangssaison teilnehmen. (csm)

Sorge im bereich der Jugend von Rot-Weiss

  • Problem:

    Sollte an diesen Turnieren beispielsweise Nachwuchstalent Julia Bauer teilnehmen, würde sie ihrem heimischen Team im Punktspielbetrieb fehlen. -

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht