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Viktoria Kahl sagte Spiel gegen Cham ab

Ein Unwetter mit Tornado verwüstete das Waldstadion des Bayernliga-Aufsteigers. Tausch des Heimrechts klappte nicht.
Von Sigrid Gollek-Riedl

Der Platz des FC Viktoria Kahl wurde komplett verwüstet. Foto: Exito+
Der Platz des FC Viktoria Kahl wurde komplett verwüstet. Foto: Exito+

Cham.Eigentlich wäre der ASV Cham am Samstag auf die weite Auswärtsfahrt nach Kahl gegangen, doch der FC Viktoria hat das Spiel absagen müssen. Nun hat die Elf von Trainer Andreas Lengsfeld Zwangspause. Ein verheerendes Unwetter hatte die Gegend um Aschaffenburg heimgesucht, ein Tornado die Anlage und den Platz in Kahl komplett verwüstet.

Am Telefon erzählte Fritz Will, Vorsitzender des FC Viktoria, auf Anfrage unseres Medienhauses, wie es derzeit beim Chamer Mitaufsteiger aussieht. Im Hintergrund sind Motorsägengeräusche zu hören, die verraten, wo sich der Will gerade befindet – auf dem Platz haben die „Aufräumarbeiten“ begonnen. Wobei das Wort Aufräumarbeiten stark untertrieben ist. Fritz Will steht immer noch unter dem Eindruck der Naturgewalt, die am Sonntag über das Waldstadion hinweggefegt ist. Der Platz ist von riesigen Bäumen, die teilweise 80 Jahre alt sind, umrandet. Sie wurden nahezu alle entwurzelt, sind umgeknickt, abgebrochen, auf das Spielfeld gefallen und haben unter anderem Bande, Tore und Mauern zerstört. Die Kabel der Flutlichtanlage wurden aus der Erde gerissen. Das Ausmaß der Zerstörung sei schockierend.

Auch das Vereinsheim mit Kabinen habe durch das Unwetter großen Schaden genommen. Noch ist das gesamte Ausmaß nicht endgültig klar.

Zunächst müssen die Baumriesen, die auf den Platz in Kahl gestürzt sind, beseitigt werden. Foto: Exito+
Zunächst müssen die Baumriesen, die auf den Platz in Kahl gestürzt sind, beseitigt werden. Foto: Exito+

Eine Spezialfirma habe begonnen, die Baumriesen zu entfernen. An Fußballspielen jedenfalls sei dort für die nächsten vier bis sechs Wochen nicht zu denken, sagt Will. Er stehe seit dem Unwetter in Kontakt mit den Chamern. Der erste Plan, das Heimrecht zu tauschen, sei misslungen. Trotz großen Bemühungen und mehrfacher Anfragen sei in der Kürze der Zeit kein Bus für Samstag aufzutreiben gewesen.

Die Kahler spielen am 1. September in Elterdorf, dann könne das Heimrecht gegen den ATSV Erlangen getauscht werden, hofft Will auf Zeitgewinn. Die Partie gegen den ASV Cham werde voraussichtlich an den letzten Spieltag vor dem Winter angehängt und könnte am 7. Dezember sein. Doch das sei derzeit seine geringste Sorge gibt der FC-Vorsitzende zu. Die Schadenssumme sei so enorm, dass sie, sollten keine finanziellen Hilfen zu bekommen sein, den Verein in seiner Existenz bedrohen könnten, befürchtet Fritz Will.

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