MyMz

Eisstockschiessen

Weitenjäger Michael Späth holt Teamgold

Bei der Weltmeisterschaft in Regen gewinnt Deutschland den Mannschaftswettbewerb bei den Damen und Herren.

Den WM-Titel der Herren im Weitschießen holte Deutschland in der Besetzung Reinhold Beyerlein, Peter Rottmoser, Markus Schätzl und Michael Späth (v. l.).  Foto: PresseService Albert Kamhuber
Den WM-Titel der Herren im Weitschießen holte Deutschland in der Besetzung Reinhold Beyerlein, Peter Rottmoser, Markus Schätzl und Michael Späth (v. l.). Foto: PresseService Albert Kamhuber

Cham.Jeder internationale Titel ist für die Athleten, Nation und Fans ein Fest für sich. Allerdings gibt es Siege, die mehr berauschen und eine gesamte Sportart prägen –außerdem welche, die man seit Jahren mit Inbrunst herbeisehnt. Und diese werden noch leidenschaftlicher gefeiert – auch dann, wenn wegen Corona nur 300 zugelassene anstatt der erwarteten weit über 1000 Anhänger mitfeiern können.

So geschehen bei den Nationenwertungen im Weitenwettbewerb der Damen und Herren. Obwohl Annalena Leitner (SV Unterneukirchen), Antonia Kachelmann (ESC Uehlfeld), Birgit Wagner (ESV Mitterskirchen) und Sabrina Miels (AC Neustift) nach den fünf Durchgängen den beiden Österreicherinnen Petra Winkler und Evelyn Perhab die Plätze zwei und drei überlassen mussten, reichte es als Team mit 230,07 Metern zu einem souveränen Sieg vor Österreich (224,97) und der Schweiz (183,75). Damit sind Deutschlands Weitendamen die ersten Mannschaftsweltmeister aller Zeiten. Gewertet wurden die besten drei der vier angetretenen Athleten. Beste Deutsche und Teamwertungssiegerin war Leitner mit 78,67 Metern.

Vor 22 Jahren bei der Weltmeisterschaft in Graz sind die deutschen Weitenjäger zum letzten Mal Teamweltmeister geworden. Und heuer bei der „WM dahoam“ in Regen war es endlich wieder soweit. Europameister Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen), Routinier Peter Rottmoser (SV Schechen), Lokalmatador Michael Späth (FC Alt-randsberg) und Wiederkehrer Reinhold Beyerlein (TSV Friedenfels) stellten Österreich wieder in den Schatten. Allerdings dauerte es etwas, bis das DESV-Quartett Fahrt aufnahm. Nach den ersten beiden Durchgängen lag Deutschland noch hinter Österreich. Während die beiden Bundestrainer Christian Englbrecht und Thomas Englmaier (beide SV Oberbergkirchen) Philipp Baumgartner und Markus Bischof auf der Rechnung hatten, überraschte vor allem der noch relativ unbekannte Österreicher Manuel Wildhölzl.

WM heute

  • Zeitplan:

    Freitag: 8 bis 10 Uhr Teamwertung Ziel Damen; 10.30 bis 12.30 Uhr Teamwertung Ziel Herren; 13.30 bis 14.15 Uhr Einzel-Finale Ziel Damen; 14.30 bis 15.15 Uhr Einzel-Finale Ziel Herren; 17 bis 21 Uhr Finale Weitenwettbewerb Damen und Herren mit acht deutschen Startern.

  • Fans:

    Da die Öffentlichkeit wegen dem Coronavirus weder ins Eisstadion noch auf die Zeltanlage der 120 Meter langen Weitenbahn darf, können die Entscheidungen nur über LiveTicker (www.desv.info/ medien/live-ticker und www.weitschiessen.de/liveticker) bzw. LiveStreams (www.snowgames.live) oder dem Facebook-Account von Allround-TV mitverfolgt werden.

Als Schätzl aber im dritten Durchgang die Tagesbestweite von 99,55 Meter erreichte, schien die Sache im Zusammenspiel mit Rottmoser (97,54) und Beyerlein (90,26) schon gelaufen. Doch im gleichen Durchgang legte Bischof um sechs auf 92,42 und Markus Weichinger um zwei auf 90,87 Meter zu. Nun stand Deutschland wieder unter Druck, dem dann ausgerechnet Michael Späth standhielt. Der Lokalmatador und Junioren-Mannschaftsweltmeister verbesserte sich im vierten Versuch um über acht Meter auf 91,72 Meter, wodurch Deutschland (290,30) in der Endabrechnung mit relativ klar vor Österreich (282,27) und Slowenien (213,61) triumphierte. (cal)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht