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Landesliga Mitte

Weiter ohne Sieg und ohne Tor

Der 1. FC Bad Kötzting und der TSV Bogen trennen sich torlos am Roten Steg. 600 Zuschauer sahen eine intensiv geführte Partie.

Die Spieler des FC Bad Kötzting machten insgesamt zu wenig Druck, um den Bogener Torhüter zu überwinden. Foto: Simon Tschannerl
Die Spieler des FC Bad Kötzting machten insgesamt zu wenig Druck, um den Bogener Torhüter zu überwinden. Foto: Simon Tschannerl

Bad Kötzting.Landesligist FC Bad Kötzting kommt einfach nicht voran. Auch im dritten Spiel dieser Saison reichte es für die Penzkofer-Elf nicht zu einem Sieg. 0:0 stand es nach 90 Minuten im Derby gegen den TSV Bogen, und erneut reichte es für die Gastgeber nicht für einen eigenen Torerfolg. Damit bleiben die Badstädter weiter deutlich hinter ihren Ambitionen zurück und müssen vorerst mit dem letzten Platz in der Tabelle vorlieb nehmen.

Rund 600 Zuschauer sahen am Roten Steg zwar eine intensive und hart umkämpfte Partie, spielerische Höhepunkte und Torraumszenen waren aber beiderseits Mangelware. FCK-Coach Ben Penzzkofer musste zwangsläufig umstellen. Für den gesperrten Mas Bachl-Staudinger und den verletzten Sebastian Niebauer rückten Martin Vesenjak und Bastian Albrecht ins Team. Dominik Hanninger stand für Max Drexler in der Startelf.

Wie in Neumarkt hatte die Penzkofer-Elf auch diesmal den besseren Start. Michael Faber bediente früh Dominik Hanninger, doch der brachte das Leder aussichtsreich nicht unter Kontrolle. Auf der anderen Seite war Johannes Aschenbrenner bei der Hereingabe von Haumer um eine Fußspitze eher am Ball als der einschussbereite Balthasar Sabadus (17.).

Gefahr nur durch Einzelaktionen

Danach viel Leerlauf auf beiden Seiten: Die Rautenstädter standen defensiv gut, die Gastgeber hatten viel zu wenig Tempo und Bewegung in ihrem Spiel, um den Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Wenn es beiderseits gefährlich wurde, dann nur durch Einzelaktionen. Korbinian Menacher versucht es aus der Distanz, zielte knapp am Tor von Ladislav Caba vorbei. Glück hatten die Rautenstädter, als sie einen Flankenball von Faber falsch eingeschätzten. Hanninger war zu überrascht und konnte das Leder im Fünfmeterraum nicht kontrollieren. Eine Möglichkeit hatten die Badstädter noch mit der Pause: Ein Freistoß aus 16 Metern. Der Ball von Miroslav Spirek passte ins Bild – sein harmloser Schlenzer genau in die Arme von Krbecek.

Nach der Pause wurden die Gäste mutiger. Die Badstädter wackelten, waren stark unter Druck und hatten phasenweise keinen Zugriff mehr auf das Spiel des TSV. Der hatte nun ein klares Übergewicht, allerdings ohne richtigen Torabschluss. Dazwischen ein Konter der Rotblauen: Krbecek musste gegen Dominik Hanninger mit einer Fußabwehr ran (61.). In den letzten 20 Minuten fing sich die Penzkofer-Elf wieder. Jetzt waren Frisch & Co. das aktivere Team. Und sie hatten binnen weniger Minuten richtig Pech. Zuerst lenkte Krbecek eine Hereingabe von Hofner mit den Fäusten über die Latte. Nach der anschließenden Ecke legte Frisch für Hofner auf und dessen Knaller aus 18 Metern tauchte wieder Krbecek glänzend aus dem Eck (77.).

Zweimal gab es „Gelb-rot“

Dann wurde es hektisch, nachdem es zuvor schon einige Nicklichkeiten auf dem Feld gab. Der bereits verwarnte Haumer musste nach einen Foul an Faber mit „Gelb-rot“ runter (80.). Nun mobilisierten die Badstädter nochmals die Kräfte. Sie wollten den Sieg, doch die umsichtige Defensive der Gäste ließ nichts anbrennen. In der Schlussminute musste Walter Müller ebenfalls mit „Gelb-rot“ das Spielfeld verlassen. Er monierte zu heftig, dass der Unparteiische den angeschlagenen Stefan Hofner Minuten lang nicht mehr auf das Spielfeld zurückließ. In derselben Minute beinahe noch der Lucky Punch für die Gäste: Balthasar Sabadus stand plötzlich völlig blank, seinen Kopfball konnte Ladislav Caba mit einer Glanzparade abwehren. (cuk)

Trainerstimmen zum Spiel

  • Stefan Dykiert

    (TSV Bogen): „Ich denke, dass die Zuschauer eine intensive und hart umkämpfte Partie gesehen haben. In der ersten Halbzeit haben wir etwas zu verhalten gespielt. Die Mannschaft wollte in der Pause mehr und ist gleich nach Wiederanpfiff mutiger geworden. Gegen Ende wurde es etwas hektisch, beide haben etwas die Linie verloren. Zum Schluss hätte jeder die Partie gewinnen können. Insgesamt gesehen war es aber ein gerechter Spielausgang.“

  • Benjamin Penzkofer

    (1. FC Bad Kötzting): „Ich habe die Partie etwas anders gesehen. Es war kein gutes Match. Wir hatten nach zwei Niederlagen kein Selbstvertrauen. Es waren zwar Räume da, aber die haben wir kaum genutzt. Auch läuferisch hat mir das nicht gefallen. Unser Spiel war viel zu langsam, wir waren sehr schwerfällig und sind kaum in die Zweikämpfe gekommen. Diese Leistung reicht halt dann nur für einen Zähler.“

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