MyMz

Zwei hohe Siege und ein verlorener Nimbus

Herren I und Herren II des TC Rot-Weiß gewinnen gegen Bamberg und Neutraubling. Senioren unterliegen in Kümmersbruck.

  • Adrian Paul trägt mit seiner guten Leistung zum Sieg der Rot-Weiß-Herren bei. Foto: Strasser
  • Willi Grüber kommt nach seiner zweijährigen Verletzungspause wieder in Form. Foto: Strasser/Strasser

Cham.Mit Sascha Bilek an eins gelang den Rot-Weiß Herren im ersten Heimspiel der Corona-Saison der erste Landesliga-Sieg. Allerdings reiste der MTV Bamberg nur mit fünf Spielern an, so dass es am Ende 8:1 für Cham hieß.

Für Bilek reicht es jedoch nicht zum Sieg. Mit dem 15-jährigen Noah Schmiedel, Nummer vier seiner Altersklasse in Bayern, erwischte er einen harten Brocken. Dieser spielte unorthodox und variabel wie sein Vorbild Nick Kyrgios. Bilek gewann Satz eins mit 7:5, war aber im zweiten Durchgang nicht mehr so flink. Mit 6:4 im zweiten Satz und 10:4 im Matchtiebreak siegte Schmiedel.

Dies war aber auch der einzige Punkt der Bamberger. Denn Vojta Vychopen und Radek Kuchynka machten kurzen Prozess mit ihren teilweise überforderten Gegnern. Eine super Leistung zeigte Adrian Paul. Gegen den 16 Jahre jüngeren Tobias Koller setzte er geschickt seine Stärken ein, und wartete geduldig auf die Fehler seines ungestüm agierenden Gegners.

Lukas Artner kam nur schwer ins Spiel, lag schnell zurück, und verlor Satz eins mit 4:6. Er agierte danach druckvoller und holte sich Satz zwei mit 6:3. Im MTB entwickelte sich ein Nervenspiel. Beide spielten großartige Bälle, machten aber auch leichte Fehler. Lukas wehrte bei 7:9 und 9:10 drei Matchbälle ab. Hier profitierte er von der Aufschlagschwäche seines Gegners. Lukas erkämpfte sich bei 13:12 seinen dritten Matchball. Jetzt servierte der Bamberger erneut einen Doppelfehler zum 14:12 für Artner.

Nach 5:1 in den Einzeln, und einem kampflosen Doppel für Cham, holten Bilek/Kuchynka und Vychopen/Artner jeweils in zwei Sätzen die Punkte.

Nun an der Tabellenspitze

Groß spielte die zweite Herrenmannschaft in Neutraubling auf und hole sich mit einem 8:1 Erfolg die Tabellenführung in der Bezirksklasse 1. Tobias Wanninger brauchte an eins zwar einen Satz, bis er seinen Rhythmus fand, doch dann ließ er den Franzosen Christophe Piot meist alt aussehen. Nur im MTB wurde es nochmals spannend. Auch Severin Maier verlor Satz eins gegen Philipp Schwab. Im zweiten Satz genügte ein Break zum 6:4 für Maier. Im Matchtiebreak machte Maier weniger Fehler, was zum knappen Sieg reichte.

Karl Oberberger setze seine Siegesserie fort. Nur bei einer 5:0-Führung im ersten Satz ließ er Christian Maag kurz aufkommen. Dann zog Oberberger wieder sein druckvolles Grundlinienspiel durch. Fabian Bräu spielte sein gewohnt sicheres Tennis, was zum 6:3 im ersten Satz führte. Im zweiten Satz stellte sich Erik Weber besser auf Bräu ein, und es ging in den Tiebreak, in dem der Chamer immer in Front lag.

Christoph Etti spielte sehr gut, und war 5:2 vorne, als sein Gegenüber Götzer besser wurde und den ersten Satz nochmals spannend machte. Der zweite Satz war hart umkämpft. Etti war aber insgesamt der bessere Spieler und gewann verdient. Thomas Haimerl gewann an sechs sein Match gegen Alexander Vorst relativ klar.

Das Chamer Einserdoppel Wanninger/Maier war zu jeder Phase des Spiels in Front und siegte sicher. Im ausgeglichenen Zweierdoppel agierten Bräu/Etti unglücklich und verloren nach zwei engen Sätzen das Matchtiebreak. Oberberger/Haimerl boten eine solide Leistung und holten problemlos beide Sätze zum Gesamtsieg von 8:1.

Bösl erwischt schwarzen Tag

Mit dem fast bestmöglichen Team fuhren die Herren 60 zum Bezirksliga-Rückspiel nach Kümmersbruck. In der Besetzung Bösl, Vogl, Mühlbauer, Gröber wollte man die 0:6-Heimpleite wettmachen, und zugleich den Nimbus wahren, noch nie ein Punktspiel in Kümmersbruck verloren zu haben. Doch daraus wurde nichts.

Georg Bösl hatte im Spitzeneinzel nicht seinen besten Tag. Er kam im ersten Satz mit den guten Aufschlägen von Manfred Fruth nicht zurecht. Im zweiten Durchgang erhöhte Bösl seinen läuferischen und kämpferischen Einsatz, doch zu mehr als zu einem 5:5-Zwischenstand reichte es nicht. Seine Erkenntnis nach dem Spiel: „Ich habe gegen einen besseren Gegner verdient verloren.“

An Position zwei kam Norbert Vogl über 3:6 und 3:6 nicht hinaus, obwohl sein Gegner Robert Koch sich während des Spiels verletzte.

Franz Mühlbauer ließ dem Österreicher Ernst Gumpenberger im ersten Satz mit seinen langen, sicheren Bällen keine Chance. Im zweiten Durchgang kam Gumpenberger besser ins Spiel, doch Mühlbauer behielt bis zum Ende die Oberhand.

Schön langsam kehrt Willi Gröber nach langer Verletzungspause zu seiner früheren Form zurück. Der antrittsschnelle Gröber musste sich aber vor allem im zweiten Satz mit all seinem Können wehren, um nicht in den Matchtiebreak zu müssen. Im Doppel setzten die Kümmersbrucker ihren Spitzenspieler Eberhard Mühleisen im Zweierdoppel ein, um nach dem 2:2- Zwischenstand zumindest ein Remis zu retten. Mühleisen gewann mit Schönwetter gegen Gröber/Zollner ziemlich klar.

Das Chamer Spitzendoppel Bösl/Vogl, das vor einer Woche noch in Großschwarzenlohe siegreich war, kam jedoch mit Fruth/Gumpenberger gar nicht zurecht, und verlor Satz eins durch viele Fehler. Im zweiten Durchgang kamen Bösl/Vogl besser in die Gänge, doch kosteten erneut unnötige Fehler den Satzausgleich, was auch die Niederlage der Rot-Weiß-Senioren besiegelte. (csm)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht