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Triathlon

Der beste Wettkampf seines Lebens

Mike Weber erreicht bei der Ironman-WM 70.3 Platz 17 in der M 40. Der Burglengenfelder ist für Hawaii gut gerüstet.
Von Franz Pretzl

Topmotiviert ging es für Mike Weber nach dem Schwimmen auf die selektive Bike-Strecke. Foto: Franz Pretzl
Topmotiviert ging es für Mike Weber nach dem Schwimmen auf die selektive Bike-Strecke. Foto: Franz Pretzl

Burglengenfeld.Die Reise nach Nizza hatte sich für den Ausdauerdreikämpfer Mike Weber gelohnt. Mit dem besten Wettkampf seines Lebens holte sich der Burglengenfelder TV-Athlet Rang 17 gegenüber 605 Konkurrenten aus der ganzen Welt. Bei den Weltmeisterschaften an der Cote d´Azur bewältigte Weber die 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen in tollen 4.39 Stunden.

Der Wettkampf in Nizza war zudem als Vorbereitung auf den Ironman auf Hawaii hervorragend geeignet. Vor allem der vorauseilende Ruf einer harten Bike-Strecke sorgte im Vorfeld bei dem Bike-Spezialisten Weber für ein Lächeln. Und so wurden in den vergangenen Wochen noch vermehrt Höhenmeter in den heimischen Flusstälern bei den Radtrainings eingebaut. Die Vorbereitung für Weber verlief in den vergangenen beiden Monaten verletzungsfrei, und so stellte er sich top-vorbereitet der Konkurrenz.

Eine harte Bikestrecke

Gemeinsam mit seinen Burglengenfelder Vereinskollegen Lars Vollmer und Thomas Kerner reiste Weber mit zwei verschiedenen Zeitfahrrädern an. Im Vorfeld wurde die harte Bikestrecke so locker wie möglich geprüft. 91 Kilometer mit 1300 Höhenmetern galt es zu bewältigen. Das Fazit, eine „ehrliche Bikestrecke“, welche von einem Triathleten die komplette Bandbreite des Radfahrens abverlangt.

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30 Kilometer flaches Zeitfahren, eine zehn Kilometer lange Anfahrt mit kurzen Rampen von bis zu 14 Prozent Steigung und schließlich ein acht Kilometer langer Anstieg mit siebenprozentigem Anstieg zum Col de Vence. Anschließend ging es für die Triathleten im Eiltempo leicht abfallend zurück zur Küste.

Ein Kampf gegen die Uhr

Um 7 Uhr ertönte in der Bucht von Nizza das Startsignal für die Profis. Die Altersklasse 40 bis 44 Jahre, in der Weber startete, wurde mit acht Minuten Rückstand in Wellenstarts in das türkisfarbene Mittelmeer geschickt. Für die WM fiel somit der klassische Kampf Mann gegen Mann aus, und es begann nur der Kampf gegen die Uhr.

Mike Weber bei der 70.3-Weltmeisterschaft

  • Wettkampf:

    Am vergangenen Wochenende fanden an der Cote d´Azur zwischen St. Tropez, Cannes und Monaco die Weltmeisterschaften auf der Ironman-70.3-Distanz statt. Nach tollen 4.39.00 Stunden und einem sagenhaften Laufsplit von 1.19.10 Stunden beim abschließenden Halbmarathon holte er Rang 17.

  • Form:

    Mit diesem tollen Auftritt am Mittelmeer bestätigte Weber seine exzellente Form, die es nun gilt, bis zum Ironman auf Hawaii in vier Wochen zu halten. Für den Haudegen in Sachen Ausdauersport dürfte dies nun ein Klacks werden, und man darf gespannt sein, was er auf Hawaii beim Ironman erreicht.

Weber fühlte sich angesichts des Wellenstarts im Wasser pudelwohl, fast schon ein wenig zu wohl, denn er stieg so schon nach 36:32 Minuten auf sein Rennrad. Von seinem Ziel, einer Top-40-Platzierung, war er mit Rang 366 noch weit entfernt.

Doch bereits auf den ersten flachen Kilometern merkte er, dass er gute Beine hatte. Bei Kilometer 28, am Einstieg des langen Anstieges, hörte er noch die motivierenden Worte seiner beiden Vereinskollegen und fand dann gleich in seinen Rhythmus. Gegner um Gegner sammelte er dann auf dem Weg zum Gipfel des Col de Vance ein, und auch auf der Abfahrt ging die Aufholjagd munter weiter. Auf dem Auflieger liegend drückte er beherzt weiter in die Pedale und erreichte so mit 2:38:03 Stunden den zehnt-besten Rad-Split des Tages.

Grandioser Halbmarathon

Ein schneller Wechsel und bereits drei überholte Athleten auf den ersten 100 Metern gaben Webers Beinen einen weiteren Schub. Komplett flach ging es fünf Kilometer Richtung Flughafen und dann wieder zurück. „3.45 Minuten pro Kilometer, geh es an, du kannst das durchziehen!“, feuerte Kerner seinen Trainingskollegen an.

Als wenn er nicht geradelt wäre, lief Weber die ersten fünf Kilometer in einem 3.45-Tempo. Selbst bei Kilometer sieben und Kilometer zwölf spulte er wie ein Schweizer Uhrwerk das Tempo Kilometer für Kilometer ab. Angesichts von 30 Grad und einer frischen Meeresbrise verpflegte sich der Burglengenfelder Athlet diesmal auch richtig, und so ließen ihm seine Beine nicht im Stich. Mit einem Jubelschrei stürmte er so nach sagenhaften 1:19:10 Stunden für die 21,1 Kilometer ins Ziel. Dies bedeutete eine Gesamtzeit von 4:39:00 Stunden und Rang 17 bei den bisher best-besetzten Ironman-70.3-Weltmeisterschaften.

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