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Samstag, 21. April 2018 28° 2

Eishockey

Dreierpack stellt die Weichen zum Sieg

Regensburger Eisbären fahren einen 5:2-Erfolg in Memmingen ein. Vogel und Jakub Felsoci angeschlagen. Nun kommt Landshut.
Von Heinz Gläser

Rückte in Memmingen überraschend ins Eisbären-Tor und überzeugte: Jakub Urbisch Foto: Andreas Nickl

Memmingen.Ob’s zur Beruhigung der Lage beiträgt? Nachdem im Umfeld der Eisbären Gerüchte über eine mögliche Trennung von Cheftrainer Beppi Heiß zuletzt immer lauter geworden waren, kam der Regensburger Eishockey-Oberligist am Freitagabend zu einem verdienten 5:2 (3:0, 1:1, 1:1)-Sieg beim ECDC Memmingen. Ein Dreierpack im ersten Drittel stellte die Weichen in einer Partie, in der insgesamt 77 Strafminuten von einer beiderseits äußerst ruppigen Gangart zeugten.

Am Sonntag (18 Uhr) kommt es zum Vorrundenabschluss zur Begegnung mit dem EV Landshut, der am Freitag Spitzenreiter Rosenheim mit 2:1 besiegte. Die Meisterrunde startet für die Eisbären am Freitag, 19. Januar, in Peiting. Am Sonntag darauf gastiert Deggendorf in Regensburg.

Jakub Urbisch im Tor

Heiß bot am Memminger Hühnerberg überraschend Jakub Urbisch im Tor auf. Justin Schrörs, der im Dezember als Reaktion auf die Verletzung der etatmäßigen Nummer eins Peter Holmgren und die äußerst schwankenden Leistungen Urbischs geholt worden war, saß als Backup auf der Bank. Sebastian Alt, der seinen ersten Comeback-Versuch vor zwei Wochen im Spiel gegen Sonthofen noch abbrechen musste, war nach überstandener Gehirnerschütterung wieder mit von der Partie – was die personellen Sorgen der Eisbären in der Defensive etwas minderte.

Die ersten Minuten gehörten den Hausherren. Milan Pfalzer und Dominik Piskor nahmen den Eisbären-Kasten ins Visier, jedoch ohne große Torgefahr zu produzieren. Auf der Gegenseite setzten sich Nikola Gajovsky und Leopold Tausch vor Indians-Goalie Jochen Vollmer in Szene. Als Jason Pinizzotto die Strafbank drückte, verschaffte Memmingen Urbisch mächtig Beschäftigung. Der kritisch beäugte Deutsch-Tscheche bestand die Prüfungen.

Pinizzotto hatte sich offenbar eine Extraportion Motivation unters Trikot gepackt, denn nur rund 60 Sekunden nach Ablauf der ersten handelte er sich prompt die zweite Strafzeit ein. Kein Wunder, dass die Gastgeber in dieser Phase Dominanz auf dem Eis ausübten.

Das Verletzungspech bleibt derweil der treueste Geselle der Regensburger. Philipp Vogel ging angeschlagen in die Kabine, nachdem er einen Puck ins Gesicht bekommen hatte. Er musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Ihm folgte Jakub Felsoci mit einer Nackenverletzung. Memmingens Markus Lillich kassierte für den Check gegen den Kopf Felsocis eine Spieldauerstrafe.

Nun ging es Schlag auf Schlag: Gajovsky, Arnoldas Bosas und Peter Flache verpassten den Indians mit ihren drei Treffern binnen 118 Sekunden einen Tiefschlag nach dem anderen – und verschafften den Eisbären zur ersten Pause einen komfortablen Vorsprung.

Viele Meinungsverschiedenheiten

Hitzig und mit handgreiflich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten ging es weiter. Das sorgte für Platz auf der Eisfläche, ließ aber den Spielfluss beiderseits versiegen. Youngster Nicolas Sauer hatte in dieser Phase die größte Chance, die Führung noch in die Höhe zu schrauben. Peter Flache und Marc Stotz, die zuvor schon aneinandergeraten waren, setzten ihre Privatfehde fort, ließen die Fäuste fliegen und mussten anschließend einträchtig auf der Strafbank behandelt werden. Man schenkte sich in diesem Duell nichts.

In die Konfusion hinein glückte den Indians der erste Treffer. Kiril Galoha überwand den bis dahin starken Jakub Urbisch zum 1:3. Das ohnehin packende Duell nahm damit noch mehr Fahrt auf. Michael Güßbacher ersetzte kurzzeitig Vollmer im Memminger Tor. Aus einer Vielzahl von Torszenen ragte Lukas Hegers Pfostenschuss heraus. Die erste Reihe war es, die kurz vor der zweiten Pause den alten Abstand wieder herstellte. Benjamin Kronawitter schloss eine Kombination zum 4:1 ab.

Memmingen schöpfte erneut Hoffnung, als Daniel Huhn nach einem Solo Urbisch keine Chance ließ. Neben den Schlägern blieben die Fäuste die meistgebrauchten Utensilien. Die Eisbären, denen Leichtsinn schon viele Zähler gekostet haben, behielten diesmal kühlen Kopf. Gajovsky traf zum Endstand ins verlassene Tor.

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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