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Eishockey

Eisbären kooperieren mit dem EV Landshut

Die alten Rivalen verkünden eine umfassende Zusammenarbeit. Igor Pavlovs Team startet in Salzburg in die Testspielserie.
Von Heinz Gläser

Sie besiegelten die Kooperation (von links): EVL-Geschäfstführer Ralf Hantschke, Eisbären-Coach Igor Pavlov, Landshuts Trainer Axel Kammerer, Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer und Eisbären-Koordinator Stefan Schnabl  Foto: Meinert
Sie besiegelten die Kooperation (von links): EVL-Geschäfstführer Ralf Hantschke, Eisbären-Coach Igor Pavlov, Landshuts Trainer Axel Kammerer, Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer und Eisbären-Koordinator Stefan Schnabl Foto: Meinert

Regensburg.Ab Donnerstag wird der Ernstfall geprobt. Um 18 Uhr sind die Eisbären zu Gast bei der Hockey-Akademie des EC Red Bull Salzburg II. Und schon tags darauf, an diesem Freitag um 20 Uhr, steht für den Regensburger Eishockey-Oberligisten in der Donau-Arena gegen den alten Rivalen und aktuellen DNL2-Aufsteiger EV Landshut der erste Härtetest der Vorbereitung auf dem Programm. „Die Trainingsphase ist das eine, aber die Testspiele sind näher an der Realität. Es ist immer gut, sich mit starken Gegnern zu messen“, hofft Eisbären-Trainer Igor Pavlov auf wichtige Erkenntnisse. Nach dem Landshut-Heimspiel geht es am Sonntag wieder nach Österreich, diesmal zu den Adlern nach Kitzbühel.

Pünktlich zum Start ihrer Testspielserie haben die Eisbären zudem eine umfassende Kooperation mit dem EV Landshut verkündet. „Die Spieler, die uns vom EVL per Förderlizenz zur Verfügung gestellt werden, erweitern unsere Kadertiefe und sorgen auch für qualitative Unterstützung. Zudem wird es einen gesunden Konkurrenzkampf geben“, kommentiert Pavlov in einer Eisbären-Mitteilung den Schritt und fügt hinzu: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und den Austausch mit Landshut sowie eine gute und partnerschaftliche Kooperation.“

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Igor Pavlov und seine Eisbären-Pläne

Die EVR-Eisbären schwitzen schon lange im Sommertraining. Der Trainer formuliert in acht Punkten, was er für 2019/20 vorhat.

Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer berichtet von „sehr unkomplizierten Gesprächen“ und einer schnellen Einigung mit dem niederbayerischen Traditionsklub, von dem die Initiative ausgegangen sei. Sein Landshuter Pendant Ralf Hantschke hebt ebenfalls die „großartigen Möglichkeiten für beide Seiten“ hervor. Die ohnehin schon guten Kontakte aus der gemeinsamen Zeit in der Oberliga würden „jetzt noch einmal intensiviert“, so der EVL-Geschäftsführer.

Spielpraxis auf hohem Niveau

„Für uns ist entscheidend, dass wir den Spielern unseres Kaders, die in der DEL2 nicht so viel Eiszeit bekommen, eine gute Möglichkeit anbieten können, um auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln“, merkt Landshuts Coach Axel Kammerer an. Igor Pavlov ergänzt: „Junge Spieler brauchen Spielpraxis.“ Für ihn ergebe sich die ideale Situation, den Konkurrenzkampf im eigenen Kader schüren zu können, ohne die Förderlizenzspieler aus Landshut zwingend einsetzen zu müssen. „Wir nutzen die Synergien“, so Pavlov.

Der EV Landshut ist für die Eisbären auch insofern ein guter Partner, als den Niederbayern mit dem Aufstieg in die DNL2 etwas gelungen ist, was die Regensburger in der kommenden Saison anstreben. Pavlov spricht von einem „Vorbild.“ Für die Eisbären war in der abgelaufenen Spielzeit bereits in der ersten Playoff-Runde gegen den Herner EV Endstation. Ein Doppelvergleich mit Herne am 20. und 22. September wird auch die Saisonvorbereitung der Regensburger beschließen, ehe am 27. September der DNL2-Absteiger Deggendorfer SC die Eisbären zum Oberliga-Auftakt empfängt. Das erste Eisbären-Heimspiel gegen den EC Peiting ist dann für 29. September in der Donau-Arena terminiert.

Die Neuzugänge Filip Reisnecker, Thomas Schwamberger und Michail Guft-Sokolov sind laut Pavlov bereits „sehr gut integriert“. Voll dabei im Training sind mit Fabian Birner und Alexander Diel zwei Nachwuchskräfte aus dem DNL-Team des Stammvereins EVR. „Sie wollen sich bei uns zeigen“, sagt Pavlov zu dem Duo, das die Eisbären bereits lizenziert haben.

Keresztury wird geschont

Personell kann Igor Pavlov in den ersten Testspielen weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Erik Keresztury laboriert an Sprunggelenkproblemen, verursacht wohl durch das Tragen neuer Schlittschuhe, die eine Belastungsreaktion auslösten. Der 23-Jährige wird vorerst geschont.

Erik Kerezstury (hier im Vorjahr im Eisbären-Spiel gegen Riessersee) muss zum Testspielauftakt passen. Foto: Nickl
Erik Kerezstury (hier im Vorjahr im Eisbären-Spiel gegen Riessersee) muss zum Testspielauftakt passen. Foto: Nickl

An den beiden in der Vorsaison bewährten Offensivreihen mit Richard Divis, Nikola Gajovsky und Leopold Tausch sowie Keresztury, Peter Flache und Constantin Ontl wird Pavlov voraussichtlich festhalten. „Wir ändern nicht so viel. Zwei Reihen stehen so gut wie fest“, sagt Pavlov.

Heimspiel gegen Pisek entfällt

Das für den 13. September geplante Testspiel in der Donau-Arena gegen den tschechischen Drittligisten IHC Pisek entfällt ersatzlos. Die Eisbären nennen „Änderungen im Ablauf des tschechischen Ligenspielbetriebs“ als Grund.

Ex-Nationaltorhüter Helmut de Raaf ist Direktor der Eishockey-Akademie des EHC Red Bull München und des EC Red Bull Salzburg in Liefering. Über den Kontakt mit de Raaf haben die Eisbären den Test an diesem Donnerstag angebahnt. Zu Kitzbühel, dem Gegner am Sonntag, besteht eine Verbindung auf Sponsorenebene.

Hier geht’s zum detaillierten Spielplan der Oberliga Süd.

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