mz_logo

Eisbären
Sonntag, 20. Mai 2018 23° 3

Eishockey

Die Eisbären-Hoffnung stirbt zuletzt

Verletzte, miese Heimbilanz, Führungswechsel: Die Eisbären Regensburg hatten Probleme en masse. Heiß setzt auf die Playoffs.
Von Claus-Dieter Wotruba

Fluch in der Verteidigung: So wie’s aussieht, wird Sebastian Alt (rechts) wieder eine Pause einlegen müssen. Foto: Andreas Nickl

Regensburg.War es Fisch, war es Fleisch – und vor allem: Was kommt jetzt noch bis 4. März in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd? Beppi Heiß möchte gar keine großen Prognosen abgeben für seine Eisbären aus Regensburg. „Ich schaue nicht auf den Platz, sondern darauf, dass wir zu den Playoffs fit sind“, sagt der Trainer. „Und mich interessiert mehr, mit wem ich spielen kann. Weil jeder, der bei uns ausfällt, der fällt lange aus.“

Rückblende: Es ist erst fünf Monate her, da schien die Eishockey-Welt eine andere zu sein. Heiß und die Eisbären behaupteten sich in der Vorbereitung gegen die Zweitligisten Crimmitschau, Ravensburg und Bayreuth so gut, dass es schien, als wäre das halb-neue Team eines, das vorne mitmischen könnte. Nach wie vor sagt Beppi Heiß nach den 32 Spielen: „Unser Ziel Platz vier wäre realistisch gewesen. Aber bei der Anzahl und der Länge der Ausfälle war das nicht zu kompensieren.“

Zehnmal zwei Eisbären-Karten zu gewinnen

  • Und wieder verlost

    die MZ-Sportredaktion in Zusammenarbeit mit den Eisbären zehn mal zwei Tickets zu einem Spiel der Meisterrunde bis 4. März. Wer teilnehmen will, sendet eine Mail an gewinnspiel@mittelbayerische.de. Bitte dabei unbedingt Namen und Adresse angeben. Einsendeschluss ist der heutige Dienstag, 16. Januar, 24 Uhr. Der Rechtsweg ist dabei wie immer ausgeschlossen.
    werden per E-Mail von uns benachrichtigt und erhalten ihre Codes, die für verfügbare Tickets in jeder Kategorie in der Donau-Arena gelten.
    an der Abendkasse in der Donau-Arena oder am eigenen Computer. An der Kasse Codes und das Stichwort „MZ-Club“ nennen. Oder selbst im Netz Wunschplätze und Kategorie anklicken sowie den Code eingeben. Dann taucht „MZ-Club“ als anklickbare Rubrik auf, und die Summe, die zu bezahlen wäre, wird auf null gestellt. Dann können die Karten auch ausgedruckt werden.

Serienweise mussten die Regensburger, die schon in der Vorsaison von Verletzungen geplagt worden waren, Spieler ersetzen. Vor allem in der Defensive beutelte es die Oberpfälzer so arg, dass das vermeintliche Überangebot von acht Verteidigern unterhalb des Minimums schrumpfte. Bestes Beispiel war der Hauptrunden-Ausklang gegen Landshut am Sonntag: Tomas Gulda und Sebastian Wolsch, selbst ein Rückkehrer nach wochenlanger Pause, brachten mit den „Aushilfen“ Yannik Baier und Verteidiger-Rookie Felix Schwarz das Spiel zu Ende.

„Utopische Vorstellungen“

Und neue Kräfte wird es nicht geben, „sollte nicht noch ein Wunder geschehen“, wie es Übergangs-Geschäftsführer Christian Sommerer formuliert. „Wir suchen zwar weiter, aber es ist einfach nichts da. Und die, die da waren, haben sich erledigt. Da gibt es Vorstellungen, die für uns in der dritten Liga utopisch sind. Das können und wollen wir auch nicht bezahlen.“ Auch Sommerer selbst ist eine Person, an der die kunterbunte Eisbären-Welt der 32 Punktspiele festzumachen ist. Am 27. November trennten sich die GmbH und der erst im April installierte Geschäftsführer-Youngster Stefan Liebergesell: Sommerer wurde zum Nachfolger bis Saisonende bestimmt.

Die Zeit war schwer, Trainer Beppi Heiß ist wenig gut gelitten im Anhang und immer wieder aufs Neue umstritten – auch wenn der ehemalige Nationaltorhüter wohl aus seiner langen Karriere einiges gewohnt ist und sich ein dickes Fell in dieser Angelegenheit zugelegt hat. „Das Einzige, was mich interessiert, ist die Mannschaft“, sagt Heiß und weiß wenig über seine Zukunft. „Ich habe keine Ahnung, was der Verein vorhat.“

Einen Spielbericht vom letzten Hauptrundenspiel zuhause gegen Landshut finden Sie hier.

Die größte Krux der Eisbären um Beppi Heiß ist sicher die miese, negative Heimbilanz: Nur sieben Erfolge sah der Regensburger Anhang in der Donau-Arena – das sind gerade zwei mehr als der Tabellenvorletzte Waldkraiburg aufs Konto brachte. Dass es auswärts (mit der umgekehrten 9:7-Bilanz, also im Plus) so viel besser lief und die Eisbären mit 27 Zählern drei Pünktchen hinter Auswärts-Spitzenreiter Deggendorf rangieren, ging fast unter. Allein mit dem Verletzungspech ist die Bilanz wohl nicht zu erklären, das weiß auch Christian Sommerer. „Zwingend liegt es daran wohl auch nicht. Wir haben schon viele Punkte durch individuelle Fehler verschenkt.“

Supertreue Eisbären-Fans

Sommerer ist daher umso dankbarer, dass die Zuschauerbilanz so freundlich ausfällt. Mit den jetzt 2193 pro Partie in der Donau-Arena werden die Eisbären von Tabellenführer Landshut (und Rosenheim/2662) gerade um 50 Fans pro Spiel übertroffen – erstaunlich. „Es freut uns schon sehr, dass uns die Zuschauer so die Stange halten, obwohl die Heimbilanz das Fanherz nicht gerade höher schlagen lässt.“ Und auch ein Problem der letzten drei sehr besuchten Heimspiele gegen Rosenheim, Deggendorf und Landshut haben Sommerer und die Gesellschafter-Kollegen erkannt: „Wir suchen nach einer Lösung, wie wir besser steuern können, dass Gästefans Karten für den Bereich der Eisbären-Fans erwerben. Das ist keine schöne Situation, aber bisher hatten wir darauf wenig Einfluss.“

Dass die 14 Partien für die Eisbären, die gegen die sieben Kontrahenten bis 4. März gerade vier Siege und 13 von 42 Punkten holten (den letzten am 17. November gegen Sonthofen), in der Tabelle noch massiven Einfluss haben können, ist nicht naheliegend. Mehr als vielleicht noch die fünf Punkte entfernten Sonthofener zu erreichen, scheint für den Tabellensiebten unrealistisch. Und wenn der elf Punkte besser stehende Fünfte Peiting attackiert werden soll, müsste wohl ein Sieg zum Meisterrunden-Auftakt am Freitag genau dort her. Sebastian Alt wird nach Stand der Dinge nicht dabei sein. Auch der zweite Comeback-Versuch gegen Landshut ging schief. „Ich werde ihn nicht spielen lassen. Wenn er einen Check kriegt, ist er aus dem Rennen. So, wie es lief, ist das für ihn und uns als Team schlecht“, sagt Heiß und hofft auf eine gute Runde: „Jedes Spiel ist ein bisschen Playoff. Ich hoffe, einige kommen zurück und dann in Form.“

Tomas Gulda (links) und die Eisbären absolvieren auch in der Meisterrunde das letzte Heimspiel vor den Playoffs gegen Landshut. Foto: Nickl

Alle Termine der Eisbären in der Meisterrunde im Überblick:

Freitag, 19. Januar, 19.30 Uhr: EC Peiting (Auswärtspiel = A)

Sonntag, 21. Januar, 18 Uhr: Deggendorfer SC (Heimspiel = H)

Sonntag, 28. Januar, 17 Uhr: Starbulls Rosenheim (A)

Dienstag, 30. Januar, 20 Uhr: Selber Wölfe (H)

Freitag, 2. Februar, 20 Uhr: Blue Devils Weiden (A)

Sonntag, 4. Februar, 18 Uhr: ERC Bulls Sonthofen (H)

Freitag, 9. Februar, 20 Uhr: Blue Devils Weiden (H)
Sonntag, 11. Februar, 18 Uhr: ERC Bulls Sonthofen (A)

Freitag, 16. Februar, 20 Uhr: EC Peiting (H)
Sonntag, 18. Februar, 18.30 Uhr: Deggendorfer SC (A)
Freitag, 23. Februar, 19.30 Uhr: EV Landshut (A)

Sonntag, 25. Februar, 18 Uhr: Starbulls Rosenheim (H)

Freitag, 2. März, 20 Uhr: EV Landshut (H)

Sonntag, 4. März, 18 Uhr: Selber Wölfe (A)

Alle Begegnungen in der Meisterrunde:

Die Playoffs gegen die Teams aus der Oberliga Nord beginnen anschließend: Der Erste spielt gegen den Achten, der Zweite gegen den Siebten usw. Die Termine der ersten Runde (Modus best of five) sind der 9., 11. und 13. März sowie bei Bedarf der 16. und 18. März.

In der Abstiegsrunde treffen ab Freitag die Oberligisten Miesbach und Lindau auf die Bayernligisten Geretsried, Füssen, Höchstadt und Peißenberg sowie Memmingen und Waldkraiburg auf Dorfen, Landsberg, Erding und Passau.

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht