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Eisbären
Freitag, 21. September 2018 27° 1

Eishockey

Dieser Eisbären-Auftritt macht Hoffnung

Die Regensburger halten zum Viertelfinal-Auftakt beim 2:3 bei den Tilburg Trappers gut mit. Am Freitag gibt’s Spiel zwei.
Von Claus-Dieter Wotruba

In Bedrängnis: Eisbären-Torhüter Peter Holmgren und Sebastian Wolsch (weiße Trikots) stemmen sich gegen die Trappers. Foto: Jeroen van Eijndhoven/Beeld Werkt
In Bedrängnis: Eisbären-Torhüter Peter Holmgren und Sebastian Wolsch (weiße Trikots) stemmen sich gegen die Trappers. Foto: Jeroen van Eijndhoven/Beeld Werkt

Tilburg.Es hat nicht ganz gereicht im ersten Auslands-Pflichtspiel der Eisbären des EV Regensburg: Mit dem 2:3 (1:2, 1:1, 0:0) vor 2500 Zuschauern mussten die Oberpfälzer beim als übermächtig geltenden Titelverteidiger Tilburg Trappers im ersten von maximal fünf Playoff-Viertelfinalspielen in den Niederlanden eine Niederlage hinnehmen. Allerdings hielt das Team von Trainer Igor Pavlov über weite Strecken so gut mit, dass im Heimspiel am Freitag (20 Uhr) alles möglich scheint.

Was wollten die Eisbären vor allem? Die Anfangsphase gegen die erfolgsverwöhnten Niederländer überstehen. Das gelang. Die Körpersprache der Eisbären in den ersten Minuten zeigte: „Wir wollen hier etwas erreichen.“ Was wollten die Eisbären noch? Nicht in Unterzahl geraten. Das gelang auch: Die erste Strafzeit kassierten nämlich die Trappers. So sah die Anfangsphase gut aus, bis, ja bis Nardo Nagtzaam einfach mal so ums Tor herum fuhr und die kurzzeitige Konfusion in der Regensburger Hintermannschaft nach 8:57 Minuten zum Tilburger 1:0 nutzte – übrigens just vier Sekunden, nachdem die Trappers-Strafzeit abgelaufen war.

Übliches Fahrwasser – zunächst

Und zack, schon gerieten die Hausherren in ihr übliches Fahrwasser und spielten ihre Faschingsschlager 131 Sekunden später schon wieder zum Anlass eines Tores – diesmal schön herauskombiniert mit Kontingentspieler Brock Montgomery als Vollender. Es wuchsen die Bedenken, dass es wie immer sein würde und Tilburg ohne Mühen zum Sieg käme. Zumal sich Verteidiger Philipp Vogel provozieren ließe und auf die Strafbank wanderte (12.).

Ein drittes Tor in Unterzahl hätte die Angelegenheit wohl vorentscheiden können – doch die Regensburger Eisbären überstanden die Strafzeit nicht nur, nein, sie erschreckten Tilburg am Ende des Drittels selbst. Freigespielt von Benjamin Kronawitter lief Nikola Gajovsky alleine auf Trappers-Keeper Ian Meierdres zu und überwand ihn in technisch unnachahmlicher Manier. Allerdings wanderte Gajovsky zum Start des zweiten Drittels auch flott auf die Strafbank. Tilburg brauchte 50 Sekunden, um die Überzahl zu nutzen, Eisbären-Keeper Peter Holmgren bekam das kurze Eck nicht zu, und der bärenstarke Mitch Bruijsten traf zum 3:1 (22.).

Diesmal waren die Regensburger weniger lang erschreckt: Als Tomas Gulda nach 26:16 einen Schlagschuss zum 2:3 in den Giebel wuchtete, ging ein Raunen durchs Stadion – und die rund 30 mitgereisten Regensburger Fans jubelten in ihrer Ecke. Nicht nur das: Das zweite Tor gab Mut, zeigte, dass die Übermannschaft vielleicht dann doch auch verwundbar ist.

Eisbären frech und frecher

Denn im Anschluss machte sich der Gast aus Deutschland auf niederländischem Eis auf, jene Dominanz zu versprühen, die Trainer Igor Pavlov immer sehen will. Jedenfalls wurden die Eisbären frech und frecher, und ließen sich, auch wenn‘s ruppiger wurde, nichts gefallen.

Allerdings: Erstens erhöhte Tilburg im Schlussdurchgang wieder den Druck und erspielte sich gute Chancen, zweitens brauchten die Eisbären dringend ein Tor, aber die Zeit lief herunter. Mit Filip Reisnecker, der sich mit Steven Maier in der Reihe von Franz Mangold abwechselte, hatte ausgerechnet der Jüngste die beste Chance (52.). Doch eben dieses Tor fiel nicht mehr – auch nicht in den letzten 41 Sekunden, als Peter Holmgren zugunsten eines sechsten Feldspielers sein Gehäuse verlassen hatte.

Statistik

Tilburg – EVR 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)

Tilburg Trappers: Meierdres – Verkiel, van Oorschot; Vogelaar, van Gorp; van Gestel, Collier; Loginov – Montgomery, Nagtzaam, Mitch Bruijsten; Kevin Bruisten, Bastings, van den Heuvel; Bowles, Stempher, de Hondt; de Bonth, de Ruiter, Hermens

Eisbären Regensburg: Holmgren – Vogel, Wolsch; Fichtl, Schmitt; Tomas Gulda, Petr Gulda – Bosas, Gajovsky, Kronawitter; Pinizzotto, Flache, Sauer; Maier (Reisnecker), Mangold, Baier; Jakub Felsoci, Schwarz, David Felsoci

Tore: 1:0 (8:57) Nagtzaam (M. Bruijsten-Verkiel), 2:0 (11:08) Montgomery (M. Bruijsten-Nagtzaam), 2:1 (19:17) Gajovsky (Kronawitter-T. Gulda), 3:1 (21:10) M. Bruisten (Nagtzaam-Loginov), 3:2 (26:16) T. Gulda (Flache-Pinizzotto)

Schiedsrichter: Markus Krawinkel (Moers). – Zuschauer: 2415. – Strafminuten: Tilburg 12 + je 10 für de Hondt und Loginov – Regensburg 12

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