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Eishockey

Ein EVR-Zugang mit berühmtem Namen

Dass Jonas Franz einen allseits bekannten Vater hat, ist nicht immer leicht. Das neue junge Team und der Trainer lockten ihn.
Von Claus-Dieter Wotruba

Jonas Franz war zuletzt zwei Spielzeiten für den EVR-Konkurrenten EV Landshut aktiv. Foto: Schindler
Jonas Franz war zuletzt zwei Spielzeiten für den EVR-Konkurrenten EV Landshut aktiv. Foto: Schindler

Regensburg.Franz? Selbstverständlich klingelt es da beim Eishockey-Fan sofort. Georg „Schorsch“ Franz, heute 53, absolvierte 135 Länderspiele für Deutschland, wurde dreimal Deutscher Meister und ist Mitglied der deutschen „Hall of Fame“. Zur neuen Saison haben die Eisbären vom EV Regensburg einen Franz im Kader: Sohn Jonas, der am 17. August am Tag des ersten Testspiels in der Donau-Arena gegen Kitzbühel 22 Jahre alt wird, ist der achte Neuzugang und fünfte neue Stürmer.

Einen in der Szene so berühmten Vater zu haben, ist nicht das leichteste Los. „Ich werde immer gefragt, ob ich auch so viel erreichen will“, sagt Jonas Franz – und es ist nicht einfach. „Es ist schwierig zu vergleichen“, sagt Jonas Franz, der in der vergangenen Saison in 48 Spielen beim Eisbären-Ligakollegen EV Landshut vier Tore und sechs Vorlagen beitrug, und 2016/17 „aus privaten Gründen“ eine komplette Spielzeit pausiert hatte. Insgesamt stehen 142 Oberliga-Einsätze in seiner Vita, davor auch 51 in Deggendorf.

Die Eisbären haben auch in der neuen Saison wieder einen Nationalspieler im Team: Erik Keresztury. Die Geschichte zum Neuzugang finden Sie hier.

Auch Jonas Franz ist wie zuvor auch schon Benedikt Böhm oder Jakob Weber ein Rückkehrer – auch wenn es bei ihm bis in die Tage der Schüler-Bundesliga zurückgeht: Zwischen 2009 und 2012 trug er schon einmal das EVR-Trikot. „Einen Korbi Schütz oder Jakob Weber kenne ich von daher noch“, sagt der Stürmer, der aus Alburg bei Straubing nach Regensburg pendeln wird („Für mich sind das 25 Minuten“) und sein Sommertrainingsprogramm alleine absolviert.

„Ich kann ja bei meinem Vater was machen“, sagt Jonas Franz. „Der ist wieder Trainer beim EHC Straubing“ – und nach einem Schlaganfall vor zehn Jahren wiederhergestellt. „Er kümmert sich viel um mich und weiß, was gut ist. Er kennt sich eben aus. Ich vertraue meinem Vater da sehr.“

Papa Franz war auch derjenige, der anklopfte bei Stefan Schnabl, dem sportlichen Eisbären-Leiter. „Er ist zu uns gekommen, weil Schorsch Franz meinte, Jonas brauche jetzt einen Trainer wie Igor Pavlov, um es zu packen“, sagt Schnabl und qualifiziert den Neuen mit seinen 1,85 Meter als „groß, stark und schnell“.

Richard Divis ist der neue Partner von Nikola Gajovsky und ein neuer Eisbären-Hoffnungsträger.

Jonas Franz, der sich auch in Regensburg voll auf Eishockey konzentrieren kann, weiß: „In der nächsten Zeit muss sich ergeben, wo’s hingeht.“ Das Wunschziel wäre klar. „Ich würde schon mal gerne in die DEL hochkommen“, sagt der Youngster, der die 14 auf dem Rücken tragen wird, und charakterisiert sich selbst so: „Ich bin ziemlich schnell, kann auch hart spielen, wenn’s ist, habe ein gutes Auge, und erledige meinen Job – also gerne auch die Kleinarbeiten.“

Dass es mit Regensburg geklappt hat, gefällt Jonas Franz. „So bin ich heimatnah unterwegs.“ Und noch ein Plus hat sein neues Team in seinen Augen: „Mit so einer jungen Mannschaft macht das sicher Spaß. Wir sind ja fast alle im gleichen Alter und ich glaube, dass wir weit kommen können in der Liga.“ (cw)

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