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Eisbären
Donnerstag, 19. April 2018 26° 1

Eishockey

Eisbären kämpfen vergeblich

Nach Regensburger 2:4-Niederlage kann der Meister aus den Niederlanden am Sonntag mit einem Sieg ins Halbfinale einziehen.
Von Claus-Dieter Wotruba

Tilburg.

War’s das für diese Saison in der Donau-Arena mit Eishockey? 3462 Zuschauer sahen, wie die Tilburg Trappers mit einem 4:2 (2:1, 0:0, 2:1)-Erfolg gegen die gastgebenden Eisbären des EV Regensburg den zweiten Sieg in der Viertelfinalserie der Oberliga herausschossen. Die Niederländer, die in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils deutscher Oberliga-Meister geworden waren, können nun am Sonntag (15 Uhr) mit einem Sieg bereits den Einzug ins Halbfinale schaffen.

In Führung gegen die Trappers? Ein Fremdwort für die Eisbären, die diesmal ohne die DNL-Youngster antraten, aber Verteidiger Korbinian Schütz und Leo Tausch wieder im Team hatten. Den Gegner kannte man diesmal zwar, dennoch war das erste Drittel eine Kopie der Partie in den Niederlanden – nur im Zeitraffer. Diesmal stand der 1:2-Rückstand zur ersten Pause nämlich schon nach zehn Minuten an der Anzeigetafel.

Es dauerte nur 104 Sekunden, dann hatte Mitch Bruijsten, schon in der ersten Partie unter den Torschützen, zugeschlagen. Und nach 6:17 Minuten traf Giovanni Vogelaar per Schlagschuss zum 2:0, bei dem Eisbären-Keeper nicht die beste Figur machte.

Tomas Gulda überrascht Keeper

Allerdings: Auch diesmal kamen die Regensburger, die versäumten die durchaus vorhandenen Tilburger Abwehrschnitzer zu nutzen, wenigstens zum Anschlusstor. Und wie in Tilburg war es Tomas Gulda, der von der blauen Linie traf und Trappers-Keeper Ian Meierdres mit einem mehr geschlenzten als harten Versuch überraschte (11.). Und Franz Mangold hatte noch in der gleichen Minute seine (ungenutzte) Gelegenheit, als ein Trappers-Verteidiger vor dem eigenen Tor über die Scheibe schlug.

Den zweiten Durchgang, der mit Verzögerung begann, weil die Schiedsrichter mal wieder warten mussten, bis das Eis nachgezogen hatte, mussten die Hausherren mit einem großen Handicap beginnen. Topskorer Nikola Gajovsky hatte sich kurz vor Drittelende verletzt und kehrte nach einem Adduktorenabriss auch nicht mehr auf das Eis zurück. Fortan ließ EVR-Trainer Igor Pavlov mit fünf Verteidigern spielen, weil Petr Gulda an Gajovskys Stelle auf die Mittelstürmer-Position der ersten Reihe rückte. Es sollte nicht der einzige Ausfall bleiben: Nach 32:39 Minuten ging Sebastian Wolsch mit Muskelfaserriss nach einem Duell mit Tilburgs Jordy Verkiel von der Spielfläche. Und auch der angeschlagen in die Partie gegangene Leopold Tausch musste mit einer Gehirnerschütterung passen. Für Gajovsky und Tausch ist die Saison damit beendet.

Dennoch mühten sich die Eisbären, sich ihre Chance zu erhalten – zum Beispiel mit individuellen Aktionen von Arnoldas Bosas (33.) oder Jason Pinizzotto (37.). Und die Gäste taten lange wenig, um für eine Vorentscheidung sorgen. Erst im Endspurt des zweiten Drittels hatte Peter Holmgren seine Klasse zu beweisen: Gegen Jonne de Bonth und Danny Stempher hielt er den EVR mit zwei Glanztaten in den beiden Schlussminuten im Spiel.

Stemphers wichtiges Tor

Das Pavlov-Team warf auch im Schlussdrittel noch einmal alles in die Waagschale, zum Beispiel versuchte Bosas erneut vergeblich sein Glück (45.). Stattdessen konterten die Trappers dann doch zur Freude ihrer rund 20 mitgereisten Fans und Danny Stempher machte den neuerlichen Zwei-Tore-Vorsprung perfekt (48.). Die Zeit lief nun für die Niederländer. Die Fans feierten die Eisbären trotz des Rückstandes in den letzten Minuten. Mit der letzten Überzahlchance setzte Igor Pavlov alles auf eine Karte, nahm Keeper Holmgren vom Eis. Benjamin Kronawitter gelang mit zwei Mann mehr tatsächlich das 2:3, doch Brock Montgomery entschied die Partie ins leere Tor 19,6 Sekunden vor Ende.

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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