mz_logo

Eisbären
Sonntag, 27. Mai 2018 29° 2

Eishockey

EVR-Bosas schießt Litauen nach oben

Der Noch-Regensburger trifft beim Heimturnier sechsmal. Der verrückte Weg von Großbritannien in die A-Gruppe.
Von Claus-Dieter Wotruba

Bester Turnier-Torschütze beim Aufstieg Litauens war EVR-Torjäger Arnoldas Bosas. Foto: Peggy Nieleck

Regensburg.Jetzt fehlt nur noch die A-Weltmeisterschaft in Kopenhagen, die am Freitag beginnt. Alle anderen Entscheidungen in allen anderen Divisionen des Eishockey-Weltverbands IIHF sind bereits gefallen – und es war jede Menge Verrücktheit und auch regionaler Relevanz für Oberpfälzer Eishockey-Fans dabei.

Die außergewöhnlichste Veranstaltung fand zweifelsfrei in Budapest statt, wo die beiden Aufsteiger für die Top 16 der A-Gruppe gesucht wurden. Zwei Spiele vor Ende der Veranstaltung lagen noch fünf von sechs Teams im Rennen. Nur die Polen waren bereits raus. Beim Duell zwischen Olympia-Teilnehmer Slowenien und Italien bejubelten die Südeuropäer die Rückkehr in die Erstklassigkeit dank eines Treffers zwei Sekunden vor Schluss ins leere slowenische Tor – als Italiens Schlussmann de Filippo ebenfalls gerade vom Eis eilte.

Es wurde noch verrückter: Weil Robert Farmer 15,8 Sekunden vor Ende zum 2:2 gegen Gastgeber Ungarn traf und die Briten nach Penaltyschießen 3:2 gewannen, stieg Großbritannien – immerhin 1936 schon einmal Weltmeister und Olympiasieger – erstmals seit 1994 wieder in die A-Gruppe auf. Die Konsequenz dieses Farmer-Tors: Statt Ungarn und Kasachstan hießen die Aufsteiger mit einem Schlag Großbritannien und Italien.

Eine Etage tiefer trug ein Noch-Regensburger maßgeblich dazu bei, dass Litauen den Heimvorteil in Kaunas nutzte und mit fünf Siegen in fünf Spielen in die zweite Liga aufstieg. Arnoldas Bosas, der in der abgelaufenen Saison 49 Treffer für die Eisbären aus Regensburg erzielte und den Klub mit noch unbenanntem Ziel verlässt, war mit sechs Treffern der beste Torjäger des Turniers für die Mannschaft des 72-jährigen deutschen Trainers Bernd Haake.

Bosas traf beim 8:3 gegen Rumänien zweimal, beim 6:1 gegen die Zweitplatzierten Japaner gar dreimal und erzielte beim einzigen Punktverlust, dem 5:4 nach Verlängerung gegen die Ukraine, nach 61:04 Minuten den litauischen Siegtreffer.

Im Mittelpunkt des Teams standen freilich mit Darius „King“ Kasparaitis (45) und Dainius Zubrus (39) zwei litauische Volkshelden, die in der NHL zusammen 2345 Partien absolvierten.

Noch eine Liga tiefer feierten die Niederlande mit fünf Siegen den sofortigen Wiederaufstieg aus der vierten Liga – und einem satten Torverhältnis von 42:5 bei einem abschließenden 9:2 gegen den Turnierzweiten Australien. Die Relevanz? Für die Holländer, die die ersten Sieben der Skorerliste stellten, kamen in Tilburg 15 Spieler des 22-Mann-Kaders aus dem Team der heimischen Trappers, die im Playoff-Viertelfinale der Oberliga die EVR-Eisbären mit 3:0-Siegen aus dem Rennen warfen und zum dritten Mal in Folge deutscher Oberliga-Meister geworden waren. Ein weiteres Trappers-Mitwirken in der deutschen Liga-Landschaft wird derzeit heftig und kontrovers diskutiert.

Abschließend hatte Luxemburg Pech: Nach dem Aufstieg 2017 mit dem Ex-Regensburger Petr Fical als Nationaltrainer muss das Team mit drei Zählern nach dem schlechteren Dreiervergleich mit Mexiko und Nordkorea trotz des abschließenden 2:1-Sieges gegen Nordkorea zurück in die dritte Division.

Alle Nachrichten rund um die EVR-Eisbären finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht