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Eishockey

EVR-Pechvogel nimmt neuen Anlauf

Lukas Heger unterschreibt für zwei weitere Jahre beim EVR. Sein oberstes Ziel: Endlich wieder viele Spiele machen.
Von Claus-Dieter Wotruba

Lukas Heger geht in seine sechste EVR-Saison. Foto: Nickl
Lukas Heger geht in seine sechste EVR-Saison. Foto: Nickl

Regensburg.Lukas Heger macht das Dutzend Spieler voll: Der 23-Jährige Stürmer ist nicht nur die sechste Vertragsverlängerung bei den Eisbären des EV Regensburg und der zwölfte Spieler im Kader von Trainer Igor Pavlov für die Saison 2018/19 in der Eishockey-Oberliga Süd. Heger, der einen neuen Zweijahres-Vertrag erhielt, ist auch das personifizierte Verletzungspech – nicht nur in der abgelaufenen Saison.

„Davor hatte ich nie die kleinste Kleinigkeit“, sagt Lukas Heger. Dafür liest sich die Krankenakte der vergangenen beiden Jahre umso übler: Ein Muskelriss, eine Leistenverletzung, ein Muskelfaserriss und zuletzt der üble Kieferbruch aus dem Spiel am 11. Februar gegen Sonthofen, als ein Puck Heger im Gesicht traf, sorgten dafür, dass der technisch beschlagene Spieler mit 44 Einsätzen nicht einmal die Hälfte der 103 Spiele mitmachte.

Das vordringlichste aller Ziele für Lukas Heger ergibt sich von selbst: „Ich möchte so gut wie alle Spiele machen.“ Die letzten Erfahrungswerte waren bitter: „Ich konnte ewig lang nichts Festes zu mir nehmen und erst nach ein paar Wochen wenigstens Nudeln essen“, blickt Lukas Heger auf seine Leidenszeit nach dem Kieferbruch zurück. „Erst nach zwei, drei Monate ging es wieder normal. Ich habe in der Zeit sechs, sieben Kilogramm an Gewicht verloren“, berichtet der sowieso eher schmächtige gebürtige Schongauer, der 2013/14 zu den Ersten gehörte, die beim EVR aus dem DNL-Nachwuchs in die erste Mannschaft aufrückten.

187 seiner 195 Oberliga-Einsätze bestritt Heger, der in Regensburg im vierten Semester erneuerbare Energie studiert, im EVR-Trikot. Heger geht in seine sechste Saison und erlebt einen größeren Umbruch – wieder einmal. „Ich glaube, das ist mein dritter. Aber das ist eben im Eishockey manchmal so.“ Warum die vergangene Saison so seltsam lief, dafür hat auch er keine Begründung: „Das wussten wir irgendwie alle selber nicht. Es war jedenfalls nicht so, dass es in der Mannschaft Probleme gegeben hätte. Natürlich waren die vielen Verletzungen ein Hindernis. Wenn du zum Beispiel stellenweise nur mit ein, zwei gelernten Verteidigern spielst, wird es irgendwann zu viel.“

Freilich: Die alte Saison ist abgehakt und Lukas Heger, der bis zu seinen Verletzungen durchaus als Kandidat für höhere Ligen galt, nimmt einen neuen Anlauf. „Ich möchte den maximalen Erfolg, mir das Vertrauen des Trainers erarbeiten und viel Eiszeit haben“, sagt Heger, der inzwischen beschwerdefrei trainiert und Muskelmasse aufbauen will. „Auch wenn man an meiner Statur die Verletzungen nicht festmachen kann. Es gibt auch in der NHL Spieler wie mich“, sagt Heger. Andere Konsequenzen zieht er nicht, zum Beispiel als Zeichen des Aufbruchs seine Rückennummer zu wechseln. „Mein Vater hat das auch schon vorgeschlagen. Aber ich behalte meine 24.“

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