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Eisbären
Samstag, 23. Juni 2018 18° 3

Eishockey

EVR: Start kostet alle Chancen

Nach einem schnellen 0:3 kämpfen sich die Regensburger in Deggendorf immer wieder heran, verlieren aber mit 3:5.
Von Roland Rappel und Claus-Dieter Wotruba

So ging es nach 2:16 Minuten los: Gleich ist der Puck zum Deggendorfer 1:0 hinter Eisbären-Torwart Peter Holmgren. Am Ende stand es im Donau-Derby 5:3 für die Niederbayern. Foto: Roland Rappel
So ging es nach 2:16 Minuten los: Gleich ist der Puck zum Deggendorfer 1:0 hinter Eisbären-Torwart Peter Holmgren. Am Ende stand es im Donau-Derby 5:3 für die Niederbayern. Foto: Roland Rappel

Deggendorf.Kontrastprogramm zum Freitagsspiel: Gegen Peiting hatten die Eisbären Regensburg in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd beim am Ende mühsamen Heim-6:5 nach dem ersten Drittel noch 3:0 geführt. Am Sonntag lagen sie noch viel schneller mit 0:3 in Deggendorf zurück – nach nur 5:49 Minuten. Zwar kämpfte sich das Team von Trainer Igor Pavlov ins Spiel zurück, doch am Ende war der frühe Rückstand beim 3:5 (1:3, 2:1, 0:1) vor 1961 Zuschauern eben doch nicht mehr aufzuholen. Pavlov vermisste insgesamt ein weiteres Mal „das Brennen in den Augen bei seinen Spielern. „Das war nur Wischiwaschi“, sagter er. „Deggendorf tat ein Minimum für den maximalen Erfolg.“

Zum insgesamt sechsten Mal in dieser Saison hatten die Eisbären mit dem 6:5 gegen Peiting am Freitag zwei Spiele hintereinander gewonnen. Dass es auch diesmal keinen dritten Sieg in Serie geben würde, schien schon sehr schnell klar: Dimitri Litesov, Kyle Gibbons per Bauerntrick und Alexander Janzen nach 136, 225 und 349 Sekunden schockten die Oberpfälzer. Die Niederbayern hatten am Freitag mit einem 3:1 in Landshut nach der gleichzeitigen Rosenheimer 5:7-Niederlage in Weiden Platz eins erklommen.

500. Spiel für Wolsch

Der Ex-Regensburger Benedikt Böhm hatte dort im Derby nach zwei Monaten Verletzungspause sein Comeback gefeiert, allerdings fehlten wie gegen Regensburg mit Andrew Schembri und Ales Jirik zwei Stützen. Die 3:4-Niederlage der Starbulls nach Verlängerung gegen Selb im am Sonntag eine Stunde früher begonnenen Spiel bedeutete, dass die Spitzenposition auf alle Fälle Bestand hatte. Derweil hätte sich Eisbären-Verteidiger Sebastian Wolsch sein Jubiläum sicher anders vorgestellt: Der 33-Jährige absolvierte in Deggendorf nach Stationen in Weiden, Landsberg, Füssen und Bayreuths sein 500. Spiel (113 Tore, 221 Vorlagen) in der Oberliga-Hauptrunde – und saß beim 3:0 nur 57 Sekunden auf der Strafbank, bis Alexander Janzen getroffen hatte.

Es klingt zwar komisch, aber die ersten beiden Startminuten hatten sogar Regensburg gehört – bis Litesov aus dem Nichts zum 1:0 getroffen hatte und dabei Eisbären-Keeper Peter Holmgren auch hatte schlecht aussehen lassen. Und: Die Schützlinge von Igor Pavlov sind es inzwischen gewohnt, Rückständen hinterherzulaufen – und verkürzten prompt. Der litauische Torjäger Arnoldas Bosa, der in acht Meisterrundenspielen nur vier seiner zuvor 41 Saisontore erzielt hatte und auch in fünf Partien ohne Treffer geblieben war, verkürzte auf 1:3 (10.). Ein Hoffnungsschimmer?

Tatsächlich: Die Regensburger, für die Deggendorf der Auftakt eines Restprogramms mit ausschließlichen Vergleichen gegen Top-vier-Teams (neben Deggendorf noch zweimal Landshut, Rosenheim und Selb) war, schafften schon in der 26. Minute den 2:3-Anschluss durch Nikola Gajovsky. Allerdings war nur 44 Sekunden später schon wieder der Zwei-Tore-Abstand hergestellt: Rene Röthke machte nach einem Abpraller mit dem 4:2 schon in seinem erst achten Spiel seit seinem Wechsel von den Straubing Tigers das Dutzend Tore für Deggendorf voll – und wenig später verzeichnete Gibbons einen von zwei Deggendorfer Pfostenschüssen (28.). Doch wieder meldeten sich die Eisbären zurück – mit dem 3:4 von Jason Pinizzotto dokumentierten sie (35.), dass sie im zweiten Abschnitt sogar ein wenig mehr Spielanteile als die Gastgeber hatten.

Gibbons jagt Bosas

Es blieb dabei: Immer, wenn die Eisbären am Ausgleich schnupperten, trafen die Deggendorfer. Und auch sie haben einen Torjäger par excellence in ihren Reihen: Kyle Gibbons rückte mit seinem zweiten Tagestreffer und Saisontor 38 nach 36 Sekunden des Schlussdrittels Arnoldas Bosas wieder ein Stück näher auf die Pelle. Deggendorf verteidigte mit viel, viel Einsatz und brachte diesen Zwei-Tore-Vorsprung am Ende auch sicher ins Ziel.

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