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Donnerstag, 21. Juni 2018 29° 8

Eishockey

EVR-Ziel fürs Spiel: „Schulden abzahlen“

Regensburgs Publikum ist nach sieben Heimniederlagen in Serie nicht verwöhnt. Jetzt kommt Peiting – mit Andreas Feuerecker.
Von Claus-Dieter Wotruba

Können Eisbären-Kapitän Peter Flache (rechts) die Peitinger und Top-Verteidiger Brad Miller im sechsten Anlauf ein zweites Mal stoppen? Foto: Andreas Nickl
Können Eisbären-Kapitän Peter Flache (rechts) die Peitinger und Top-Verteidiger Brad Miller im sechsten Anlauf ein zweites Mal stoppen? Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Die Saison, die die Eisbären des EV Regensburg spielen, klingt wie eine bekannte Kinderbuch-Serie: Mindestens die drei Fragezeichen haben die Fans des Eishockey-Oberligisten im Blick, wenn sie über ihr Team sinnieren. Neuester Höhepunkt war das vergangene Wochenende: Auf ein erstes 1:6-Drittel beim 5:7 zuhause gegen Weiden folgte ein 6:5-Aufbäumen nach Verlängerung beim höchst ungeliebten Kontrahenten in Sonthofen. So ist die Frage: Was kommt diesmal heraus beim Programm, das am Freitag (20 Uhr) den EC Peiting in die Donau-Arena bringt und am Sonntag (18.30 Uhr) einen Auswärtsauftritt in Deggendorf folgen lässt?

Zuletzt bezwungen: Miesbach

Wobei der Sonntag weit entfernt scheint: Denn zunächst und vornehmlich steht eine so dringend nötige Politur der Heimbilanz an: Mit mickrigen 22 Pünktchen aus 20 Auftritten in der Donau-Arena sind die Eisbären die Nummer acht im Achterfeld der Meisterrunde – noch zwei Zähler hinter Weiden. Sieben Mal in Serie haben die Regensburger zuhause jetzt verloren, 2018 noch nicht einen Punkt daheim ergattert. Der letzte Heimsieg datiert vom 26. Dezember gegen Miesbach (4:1).

Nochmal 10 x 2 Tickets zu gewinnen

  • Die letzte Runde in der Verlosung

    von Eintrittskarten für Spiele der Eisbären geht über die Bühne: In Zusammenarbeit mit der Eisbären-GmbH verlost die MZ-Sportredaktion zum fünften Mal zehnmal zwei Tickets für ein Oberligaspiel nach Wahl. Die Eintrittskarten können bis zum Ende der Meisterrunde am 4. März eingelöst werden, also in den drei Heimspielen in der Donau-Arena heute (20 Uhr) gegen Peiting, am 25. Februar (Sonntag, 18 Uhr) gegen Rosenheim oder zum Vergleich mit Landshut am 2. März (Freitag, 20 Uhr).

  • Wer teilnehmen will,

    sendet eine Mail an gewinnspiel@mittelbayerische.de. Bitte unbedingt Namen und Adresse mit angeben. Achtung: Als Einsendeschluss der heutige Freitag, 16. Februar, 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

  • Alle Gewinner

    werden per E-Mail von uns benachrichtigt und erhalten ihre Codes, die für verfügbare Tickets und auch in jeder Kategorie in der Donau-Arena gelten. Einzulösen sind die Codes entweder an der Abendkasse in der Donau-Arena oder am eigenen Computer.

  • An der Kasse

    die Codes und das Stichwort „MZ-Club“ nennen. Oder im Netz Wunschplätze und Kategorie anklicken sowie den Code eingeben. Dann taucht „MZ-Club“ als anklickbare Rubrik auf, und die Summe, die zu bezahlen wäre, wird auf null gestellt.

Insofern ist Trainer Igor Pavlov klar, was es bedarf: „Wir brauchen einen Sieg zuhause, nach unserer Art, einen hart erkämpften. Wir müssen bei den eigenen Fans unsere Schulden abzahlen. Das ist das Ziel für das Spiel gegen Peiting.“ Aber natürlich weiß Pavlov auch um die „Achterbahn“, die seine Eisbären fahren nach satten 49 Gegentreffern in den acht Meisterrunden-Partien. „Wir sind auf der Suche nach unserem Spiel“, sagt Pavlov. „Das Nervenkostüm ist nicht so dick. Es ist kein großes Selbstvertrauen da. Und zuhause wird immer auch geschaut: Was machen die Zuschauer?“

Und dennoch: Die Hoffnung, bis zu den am 9. März beginnenden Playoffs den Schalter dann doch noch zu finden ist, der umzulegen ist, haben Pavlov und Co. nicht verloren: „Wir glauben, dass es immer noch möglich ist. Sonthofen hat gezeigt, dass die Spieler fit sind. Es geht um die Psyche, um die mentale Stärke.“

Andreas Feuerecker war vor vier Jahren der „Spieler der Saison“ in Regensburg. Foto: Harry Schindler
Andreas Feuerecker war vor vier Jahren der „Spieler der Saison“ in Regensburg. Foto: Harry Schindler

Wie in den Detektivgeschichten der drei Fragezeichen könnte ein zukünftiger Kommissar vielleicht bei den Ermittlungen behilflich sein: Andreas Feuerecker spielte zwei Jahre für die Regensburger und war zum beruflich bedingten Abschied wegen seines Polizeidienstes 2014 der „Spieler der Saison“. „Die letzten zwei Jahre war ich in Fürstenfeldbruck an der Polizei-Hochschule zur Ausbildung als Kommissar. Am Montag habe ich die letzte Prüfung.“ Davor kommt die Fahrt nach Regensburg: „Gegen einen Ex-Verein bin ich immer doppelt und dreifach motiviert. Wenn ich in Regensburg spielen darf, freue ich mich sowieso riesig, alleine schon wegen Kulisse und Stadion.“

Eine Tabelle mit allen Ergebnissen der Eisbären finde Sie hier.

Noch immer hat der Verteidiger, der mit seinen zehn Toren und 22 Vorlagen in 36 Spielen Nummer sieben der Oberligawertung ist und noch nicht weiß, ob es eine fünfte Saison in Peiting geben wird („Ich muss erstmal warten, wo ich hinkomme“), „irgendwie aus den Augenwinkeln“ auch Regensburg im Blick. „Ich habe es schade gefunden, dass es bergab ging. Aber die Tabellensituation ist sicher nur eine Momentaufnahme und spiegelt nicht wider, wie die Mannschaft wirklich ausschaut“, glaubt der 26-Jährige, der die bisherigen Duelle „hitzig“ fand und auch das Problem der verletzten Defensivspieler im eigenen Klub kennt. „Ich bin froh, dass ich verletzungsfrei durchgekommen bin, aber wir hatten Zeiten, wo von sieben Verteidigern gerade drei zur Verfügung standen und wir die Stürmer, die am besten rückwärts laufen können, umfunktioniert haben. Jetzt sind wir bis auf Lukas Gohlke zum ersten Mal seit Monaten wieder komplett.“

Den Eisbären fehlen Korbinian Schütz, Xaver Tippmann und Alexander Eckl sowie der nach seinem Kieferbruch erfolgreich operierte Lukas Heger. Dafür stehen die Youngster aus dem am Wochenende spielfreien DNL-Team uneingeschränkt zur Verfügung – und die Planungen für 18/19 laufen. Der sportliche Leiter Stefan Schnabl scoutet in Füssen und Salzburg junge Spieler, Vertragsgespräche werden geführt. „Nächste Woche haben wir einen Termin mit drei Spielern“, sagt Geschäftsführer Christian Sommerer.

Für die DEL 2 beworben

Auch der Abschied des litauischen Top-Torjägers Arnoldas Bosas (40 Treffer) deutet sich an. „Er hat zwei gesetzte Fristen verstreichen lassen. Aber wir reden nächste Woche auch mit ihm“, sagt Sommerer, der noch eine andere Neuigkeit hat. „Wir haben uns fristgerecht für die Teilnahme an der Lizenzierung zur DEL 2  beworben und die 25 000 Euro Bürgschaft in bar hinterlegt“, sagt Sommerer. „Wenn wir die Unterlagen nicht eingereicht hätten, wäre das ein verheerendes Signal an Fans, Trainer und Mannschaft gewesen. Und wer weiß: Vielleicht spielen wir ja verrückte Playoffs.“ Zur Saison passen würde es.

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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