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Eishockey

Jakob Weber ist zurück beim EVR

Auch der zweite neue Eisbär ist ein Rückkehrer: Nach vier Wanderjahren unterschreibt der Verteidiger für drei Jahre.
Von Claus-Dieter Wotruba

  • Zuürück in Regensburg: Jakob Weber (2. von rechts) mit Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer, RFZ-Geschäftsführer Philipp Weishaupt, dem sportlichen Eisbären-Leiter Stefan Schnabl und Trainer Igor Pavlov (v. l.) Foto: Wotruba -
  • Mit 18 Jahren verließ der Donaustaufer Jakob Weber den EVR, mit 22 kommt der Verteidiger wieder zurück. Foto: Julia LEC Fotografie

Regensburg.Es gibt Berufe, in denen sind Lehr- und Wanderjahre üblich. Jakob Weber ist Eishockeyspieler. Bis er 18 Jahre alt war, trug er nur ein Trikot – das des EV Regensburg. Jetzt dauerte seine Sammeltour der Erfahrungswerte vier Spielzeiten. Sie begann 2014 an der faszinierenden Salzburger Red-Bull-Akademie in Liefering noch im Nachwuchs und setzte sich über die Oberliga-Nord-Stationen Essen (ein Jahr) und Leipzig (zwei Jahre) fort. Seit Freitagnachmittag und einer Pressekonferenz im Rückenzentrum im Regensburger Gewerbepark ist offiziell, was schon länger gemunkelt worden war: Jakob Weber ist zurück und verteidigt als Eisbär in der neuen Saison wieder im EVR-Trikot.

Eisbären-Saisontickets gibt’s ab Montag

  • Verkaufsstart:

    Am Montag (10 Uhr) starten die Eisbären den Dauerkartenverkauf. Bis 30. Mai gelten Vorzugspreise, bis 15. Juni haben bisherige Dauerkartenbesitzer ein Vorkaufsrecht für ihren Stammplatz. Unter den ersten 150 Käufern werden exklusive Preise verlost.

  • Die Preise:

    Die Preise bleiben der Dauerkarten bleiben nahezu unverändert. „Wir verlangen in jeder Kategorie fünf Euro mehr“, sagt Geschäftsführer Christian Sommerer. Die Erwartungshaltung? „Nach der letzten Saison werden wir wohl eher unter den knapp 800 von zuletzt liegen.“

„Hier ist mein Zuhause, meine Heimat, hier sind Familie und Freundin, hier studiere ich an der OTH Maschinenbau“, sagt der 22-Jährige. „Es fühlt sich gut und wie nach Hause kommen an.“ Es wird ein längerfristiges Engagement aus. „Jakob hat für drei Jahre unterschrieben. Wir vertrauen Jakob und Jakob vertraut uns“, sagte der sportliche Leiter Stefan Schnabl. Die drei Jahre Vertragslaufzeit kommen nicht von ungefähr, weil solange Webers Studium voraussichtlich noch dauert. „Dann bin ich mit 25 im besten Alter und ich kann immer noch schauen, wohin die Reise geht.“ Und auch dass Jakob Weber im Rückenzentrum bei Philipp Weishaupt und Jürgen Klein präsentiert wurde, ist kein Zufall: Als einer der ersten kam er dort in den Genuss des über viele Sportarten gerühmten Athletiktrainings. „Ich weiß noch, wie ich um sechs in der Früh mit dem Rad hierher gefahren bin – und drei-, viermal in der Woche vor dem Training eine Stunde hier war.“

Zuürück in Regensburg: Jakob Weber (2. von rechts) mit Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer, RFZ-Geschäftsführer Philipp Weishaupt, dem sportlichen Eisbären-Leiter Stefan Schnabl und Trainer Igor Pavlov (v. l.) Foto: Wotruba -
Zuürück in Regensburg: Jakob Weber (2. von rechts) mit Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer, RFZ-Geschäftsführer Philipp Weishaupt, dem sportlichen Eisbären-Leiter Stefan Schnabl und Trainer Igor Pavlov (v. l.) Foto: Wotruba -

Einer für den Weg nach oben

Stefan Schnabl freute sich: „Das ist ein Regensburger Junge. Er war ja zwei Jahre mein DNL-Kapitän und hatte im gemeinsamen Sommertraining mit unserem DNL-Team schon länger signalisiert, dass er zurück will. Jetzt hat es gepasst.“ Auch Trainer Igor Pavlov hält große Stücke auf den neuen Verteidiger. „Ich freue mich auf solche Spieler wie Jakob. Das sind die Spieler, die uns nach oben führen, die Eigengewächse, die träumen, dass der eigene Verein richtig nach oben kommt.“

Schon zum Abschied aus Leipzig vor einer Woche hatte Weber warme Worte von Trainert Sven Gerike, einem alten Bekannten aus Regensburger Tagen, mit auf den Heimweg bekommen. „Jakob hat hier zwei Jahre einen guten Job gemacht und die Erwartungen, die wir an ihn hatten, absolut erfüllt. Er war einer unserer offensiv stärksten Verteidiger, hat die meisten Tore in dieser Saison geschossen. Deshalb hätten wir ihn durchaus auch gern behalten“, wird Gerike auf der Icefighters-Homepage zitiert.

Auch Benedikt Böhm spielt wieder in Regensburg: Eine Geschichte über den Rückkehrer aus Deggendorf lesen Sie hier.

Wie Benedikt Böhm ist auch der zweite Neuzugang der Regensburger für 2018/19 ein Rückkehrer. Jakob Weber stammt aus Donaustauf, jenem Ort also, der auch als Wiege des Regensburger Eishockeys gilt. Und Weber hatte noch vor seinem Wechsel auch schon 19 Oberliga-Einsätze in Regensburg in der Saison 2013/14 absolviert. Seither kamen weitere 135 im Nord-Bereich dazu. „Salzburg war ja noch Nachwuchs. Da gab es ganz andere Möglichkeiten und ich habe das erste Jahr ohne Schule Eishockey gespielt. Im ersten Seniorenjahr wie in Essen hast du noch keine richtige Rolle, in Leipzig hat sich das nach oben gesteigert.“

Offiziell ist Jakob Weber der 14. Spieler im Eisbären-Team 2017/18. Inoffiziell ist es einer weniger, auch wenn noch kein Auflösungsvertrag unterschrieben ist. „Wir trennen uns“, sagt Stefan Schnabl über die Personalie Sebastian Alt. „Wir müssen noch die Formaltäten klären“, ergänzt Igor Pavlov. Insgesamt ist das Duo Schnabl/Pavlov fortgeschritten in der Personalplanung. „Wir sind weit, eigentlich steht die Mannschaft zum Großteil“, sagt Schnabl. Was ist noch am dringendsten gefragt? „Ein Mittelstürmer“, sagt Schnabl und schmunzelt. „Und wenn‘s ein Außenstürmer wird, werden wir jemanden haben, der Mittelstürmer spielen kann. Und einen achten Verteidiger, der sowohl erste Mannschaft als auch U 20 spielen kann, wollen wir.“

Kontingentspieler am 17. Mai

Anfang nächster Woche wird die nächste Personalie bekanntgegeben. Auch der Termin bei Sponsor Rewag steht. Wer dort verkündet wird, hat Tradition. „Am 17. Mai werden wir bei der Rewag präsentieren, wer unsere zweite Ausländerstelle besetzt“, sagt Geschäftsführer Christian Sommerer.

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