mz_logo

Eisbären
Sonntag, 22. Juli 2018 24° 4

Eishockey

Tilburg beendet die Eisbären-Saison

Auch im dritten Spiel wehren sich die Regensburger nach Kräften, verlieren aber beim 1:4 auch den dritten Playoff-Vergleich.
Von Claus-Dieter Wotruba

Tomas Gulda und die Eisbären wehrten sich nach Kräften, doch es reichte dreimal nicht gegen die Tilburg Trappers (im Bild im blauen Trikot Nick de Ruijter). Foto: Jeroen van Eijndhoven/Beeld Werkt
Tomas Gulda und die Eisbären wehrten sich nach Kräften, doch es reichte dreimal nicht gegen die Tilburg Trappers (im Bild im blauen Trikot Nick de Ruijter). Foto: Jeroen van Eijndhoven/Beeld Werkt

Tilburg.Im dritten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie hat es für die Eisbären des EV Regensburg nicht zum „Wunder von Tilburg“ gereicht. Vor 2625 Zuschauern wehrte sich das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Igor Pavlov zwar wieder mit allen vorhandenen Kräften in starker Manier, kassierte aber mit einem 1:4 (0:1, 1:1, 0:2) nach dem 2:3 vom vergangenen Mittwoch in Tilburg und dem 2:4 vom Freitag in Regensburg die dritte Niederlage im dritten Spiel gegen den deutschen Oberliga-Meister aus den Niederlanden. Damit ist die Saison 2017/18 beendet.

Eisbären-Topskorer Nikola Gajovsky (Adduktorenabriss) und Leopold Tausch (Gehirnerschütterung) waren schon am Freitag in der Donau-Arena im Laufe der ersten Hälfte des Spiels ausgeschieden und traten die Reise in die Niederlande erst gar nicht an. Der ebenfalls am Freitag schwer angeschlagene Verteidiger Sebastian Wolsch versuchte es beim Aufwärmen, musste dann aber ebenso passen. So schlug in der Defensive mal wieder die Stunde von Sebastian Alt, der zuletzt ohne jede Eiszeit hatte auf der Ersatzbank brummen müssen. Petr Gulda, der nach Gajovskys Verletzung als Mittelstürmer ausgeholfen hatte, kehrte ebenfalls wieder in die Verteidigung zurück.

Bosas hat 1:0 auf dem Schläger

Und anders als in den ersten beiden Vergleichen mussten die von zwei Fanbussen begleiteten EVR-Eisbären dieses Mal keinem frühen Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Die Gastgeber begannen zwar druckvoll, dann aber fand das Pavlov-Team immer besser ins Spiel und hatte durch Arnoldas Bosas, der im Quartett mit Peter Flache, Benjamin Kronawitter und Jason Pinizzotto viel Eiszeit hatte, sogar den Führungstreffer auf dem Schläger.

Allerdings blieb es auch dabei: In keinem der drei Spiele kamen die Eisbären in den Genuss einer Führung – auch diesmal nicht: 61 Sekunden vor Ende war es Nardo Nargtzaam, einer der auffälligsten Spieler der Serie, der Peter Holmgren überwand. Derselbe Spieler nutzte bei Regensburger Überzahl nach 181 Sekunden des zweiten Durchgangs einen Scheibenverlust von Benjamin Kronawitter im eigenen Drittel. Der „gewohnte“ 0:2-Rückstand war diesmal nicht nach sechs bzw. elf wie in Spiel eins und zwei, sondern nach 23:01 Minuten erreicht.

Wieder allerdings gaben die Eisbären nicht klein bei in der Partie, die im zweiten Abschnitt ein wenig rauer wurde mit einer Zwei-Minutenstrafe für die Eisbären und deren vier für Tilburg. Die zweite davon führte schon nach 26 Sekunden Powerplay zum Anschlusstreffer von Jason Pinizzotto in der 27. Minute.

Nur ein Hoffnungsschimmer

Ein Hoffnungsschimmer, ja – aber wie auch schon in den ersten beiden Vergleichen reichte es auch nicht dazu, nach einem Rückstand noch einmal auszugleichen. Dieses Mal dauerte es bis zur 45. Minute, dann schafte Kevin Bruijsten mit dem 3:1 die Vorentscheidung. Und allerspätestens mit dem 4:1 durch Parker Bowles in der 54. Minute war alles gelaufen – auch wenn die Regensburger munter weiter rackerten und ackerten und eine in der 56. Minute durch Strafzeiten von Benjamin Kronawitter und Philipp Vogel entstandene 93-sekündige Zwei-Mann-Unterzahl ohne weiteres Gegentor überstanden.

Tilburg – Eisbären 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Tilburg Trappers: Meierdres – Verkiel, van Oorschot; Loginov, Vogelaar; van Gestel, Collier – Kevin Bruijsten, Bastings, van den Heuvel; Mitch Bruijsten, Montgomery, Nagtzaam; Bowles, Stempher, de Hondt; de Bonth, de Ruijter, Hermens
Eisbären Regensburg: Holmgren – Vogel, Schmitt; Alt, Petr Gulda; Tomas Gulda, Schütz – Bosas, Flache, Kronawitter, Pinizzotto; Maier, Mangold, Baier; Jakub Felsoci, Schwarz, David Felsoci

Tore: 1:0 (18:59) Nagtzaam (M. Bruijsten-Montgomery), 2:0 (23:01) Nagtzaam (M. Bruijsten bei 4-5), 2:1 (26:01) Pinizzotto (Flache-P. Gulda bei 5-4), 3:1 (44:30) K. Bruijsten (Vogelaar-Bastings), 4:1 (53:04) Bowles (Stempher-de Bonth)

Schiedsrichter: Eric Daniels (Gelsenkirchen). – Zuschauer: 2625. – Strafminuten: 10 + 10 für Bowles – 10

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht