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Kommentar

Das letzte Alibi ist weg

Ein Kommentar von Ein Kommentar Claus-Dieter Wotruba

Reißleine, Notbremse: Es gibt viele Begriffe, die bei Trainerentlassungen greifen. Und wenn der Vorletzte einer Tabelle zu diesem Mittel greift, ist das auch nicht überraschend. Im Prinzip. In diesem Fall schon: Die Eisbären hatten in Igor Pavlov einen Mann in ihren Reihen, der sich über die Maßen mit dem Klub identifizierte und menschlich gelobt wurde – auch wenn mancher Spieler bestimmt Probleme mit seinen hohen Ansprüchen hatte. Pavlov formulierte groß, ganz eindeutig Richtung Profitum: Und dahin wollen und sollen die Eisbären nach eigener Aussage ja wieder. Andererseits forderte Pavlov nie Spieler, sondern wollte die „jungen Menschen“, wie er es nannte, entwickeln.

Wenn Igor Pavlov jetzt weg ist, ist erst einmal auch das letzte Alibi weg. Was sich herauskitzeln lässt, ist jetzt die Frage – und vor allem, ob es auch langfristig anhalten kann. Vieles war auf Pavlovs Konzept ausgelegt. Der neue Coach muss einer sein, der diesen Weg mag. Insofern bleiben reichlich Fragen offen, die sich nicht an einem Wochenende beantworten lassen. Selbst bei zwei Siegen nicht.

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