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Eishockey

Das Über-Team ist EVR-Gast

Die Jungadler aus Mannheim werden von den in Krefeld bestens gestarteten Jung-Eisbären des EV Regensburg geprüft.
Von Claus-Dieter Wotruba

Szene aus dem Vorjahresduell: Da wies das Nachwuchs-Team des EV Regensburg die Jungadler aus Mannheim einmal deutlich in die Schranken. Foto: Brüssel
Szene aus dem Vorjahresduell: Da wies das Nachwuchs-Team des EV Regensburg die Jungadler aus Mannheim einmal deutlich in die Schranken. Foto: Brüssel

Regensburg.2001, 2007 und 2011 waren ganz besondere Eishockey-Jahre dieses Jahrtausends. Seit 2000 existiert im deutschen Nachwuchs eine in vielfältiger Form ausgespielte Eliteliga, die Deutsche Nachwuchs-Liga (DNL). Eins war dort so gut wie immer gleich: In 16 der 19 Fälle kam der Meister aus Mannheim. Nur in den drei genannten Jahren kam es anders: In der allerersten DNL-Saison hatte der SC Riessersee die Nase vorne, mittendrin die Kölner Junghaie und zuletzt der EV Landshut. Jetzt gibt der Über-Klub in der Liga der Eishockey-Talente am Samstag (16 Uhr) und Sonntag (11.30 Uhr) früh in der Saison sein Gastspiel in der Donau-Arena beim EV Regensburg.

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In der EVR-U-20 ist sehr vieles neu

Die achte DNL-Saison ruft: Ab Montag geht es für Rückkehrer, bekannte Namen und Zukunftshoffnungen aufs Eis.

Dass die Jungadler unbezwingbar wären, hört DNL-Trainer Stefan Schnabl gar nicht so gerne, dessen Team neuerdings den Beinamen Jung-Eisbären trägt: „Das muss aus den Köpfen heraus. Jedes Spiel geht bei 0:0 los.“ Zumal die jüngere Vergangenheit eines Besseren belehrt: Ende November 2018, am 22. Spieltag der vergangenen Saison, brachte der EVR jenen Mannheimern mit einem 5:0 die erste Saisonniederlage bei und unterlag tags darauf mit 3:4. „Klar, Punkte gegen Mannheim sind immer Big Points, die du die nicht einrechnest.“, sagt Schnabl.

Übertölpelte Mannheimer

Diesmal wurde der DNL-Topfavorit im allerersten Spiel übertölpelt, unterlag dem EV Landshut zuhause mit 1:2 und revanchierte sich mit einem 8:0 tags darauf. Vor allem legten die Regensburger einen Topstart mit optimaler Ausbeute aufs Eis: Ein 4:2 und 3:1 beim DNL-Rückkehrer Krefelder EV überraschten sogar Stefan Schnabl: „Und das nach unserer durchwachsenen Vorbereitung. Krefeld war zwar topaufgestellt, aber wir waren zweimal klar besser. Mit sechs Punkten ist es natürlich einfacher, in die Spiele gegen Mannheim zu gehen, als wenn wir einen Nuller hätten.“ Zumal es an den Folge-Wochenenden gegen Köln (zuhause) und jeweils auswärts in Berlin und Düsseldorf knackig weitergeht.

In der Regensburger Mannschaft hat sich vieles geändert. Vor allem aber ist es eine extrem junge Mannschaft, die Perspektive hat, sich aber sich nach jeder Menge altersbedingter Veränderungen und den Abgängen von Ludwig Nirschl (Ravensburg) und Noah Dunham, mit dem es am Wochenende mit Mannheim ein Wiedersehen gibt, neu finden muss. „In Krefeld haben wir nur mit drei Spielern des Endjahrgangs gespielt“, sagt Stefan Schnabl.

Zum Start des Eistrainings hatten sich mit dem Letten Markus Zukovskis (Jahrgang 2000) und dem Südtiroler Emanuel Rottensteiner (2003) noch zwei Spieler in einem größeren Tryout ausländischer Spieler empfohlen. „Ein Torwart war eigentlich nicht vorgesehen, aber Zukovskis war einfach zu gut“, sagt Stefan Schnabl über den Mann, der in Krefeld im ersten Spiel das Tor hütete. Im Kader soll, wenn alles klappt wie geplant, demnächst ja eine der beiden erlaubten Kontingentstellen neben dem Rumänen und Ex-Straubinger Peter Kovacs frei werden, weil Alexander Großrubatscher einen deutschen Pass erhält. Der Verteidiger, der am Sonntag 19 Jahre alt wird und den auch Oberliga-Trainer Igor Pavlov für sein Team im Blick hat, fehlt allerdings gegen Mannheim, weil in der nahen Familie eine Hochzeit stattfindet.

Rund um die DNL

    Das Ziel der Regensburger, die einer von nur zwölf Klubs mit der höchsten Nachwuchs-Klassifizierung von fünf Sternen sind, ist seit der ersten DNL-Saison 2012/13 immer gleich: Abstieg vermeiden, am besten über den Einzug in die Playoffs, wofür im Achterfeld zwei Teams hinter dem EVR in der Endtabelle stehen müssten. Und der Weg einer sich stets aufs Neue veränderten Nachwuchsmannschaft ist auch immer derselbe: Die Entwicklung von Spielern und Team ist erst im Laufe der Saison absehbar.

    Das personelle Fragezeichen

    Dazu kommt die personelle Unwägbarkeit. „Du weißt nie, wer wann bei wem spielt“, sagt Stefan Schnabl. Denn die Toptalente sind teils auch in Seniorenligen aktiv und stehen vornehmlich samstags oder auch mal gar nicht zur Verfügung. Beim EVR ist das aktuell nicht anders: Fabian Herrmann und Filip Reisnecker spielen zwar aktuell DNL, sind aber auch Teil der Oberligatruppe. Doch erst einmal zählt nur eins für die Regensburger Talente: Sie wollen sich am Wochenende gegen Rekordmeister Mannheim beweisen.

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