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Kommentar

Der Eisbären-Trend ist gefährlich

Ein Kommentar von Claus-Dieter Wotruba

Wer erinnert sich noch an die ersten fünf Spiele des EV Landshut in der vergangenen Saison? Wohl wenige. Im Herbst 2018 stand in Niederbayern Trainer Axel Kammerer kurz vor dem Rauswurf, kolportierte man damals. Es passierte nicht. Im Frühjahr 2019 hatte sich der Wind sportlich stark gedreht und der Aufstieg wurde gefeiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sein oder Nicht-Sein so nahe beinander lagen – und es war beileibe nicht das spektakulärste Beispiel. Aber es ist dieser Tage eben auch in Eishockey-Regensburg angebracht, daran zu erinnern. Erst fünf Spiele sind gespielt und doch schwappt eine kleine Welle der Negativität durch die Donau-Arena. Bei allem Bemühen mag (noch?) nicht so recht herauskommen, was man sich vorgenommen hatte – einer intensiven und ausgiebigen Vorbereitung sowie extrem weniger Veränderungen im Kader zum Trotz.

Fünf Spiele sind exakt eine maximale Playoffserie, also über eine Saison betrachtet ziemlich wenig. Nicht einmal gegen jeden Gegner innerhalb der Liga ist schon gespielt. Und doch: Wenn Anspruch und Wirklichkeit länger auseinanderklaffen, ist das ein gefährlicher Trend. Dass am Heiligenschein von Trainer Igor Pavlov, der nach zwei Rettungstaten in der Vergangenheit entstanden war, gekratzt wird, ist dabei das geringste Übel.

Was hilft in solchen Situationen? Nur Erfolgserlebnisse. Das Beispiel Landshut bedeutet nicht, dass es in Regensburg ebenfalls im Aufstieg enden wird. Es zeigt aber, dass nicht die ersten Spiele entscheidend sind.

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