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Eishockey

Der nächste Sieg für die Eisbären

Die Regensburger gewinnen das sechste Spiel in Folge und schlagen Füssen wieder. Jetzt kommt der Spitzenreiter.
Von Claus-Dieter Wotruba

Nikola Gajovsky (in Rot) traf in Füssen doppelt – und verbesserte sich in der ewigen EVR-Torjägerliste auf Rang sieben. Foto: Andreas Nickl
Nikola Gajovsky (in Rot) traf in Füssen doppelt – und verbesserte sich in der ewigen EVR-Torjägerliste auf Rang sieben. Foto: Andreas Nickl

Füssen. Die Eisbären des EV Regensburg machen kräftig Werbung für das Doppelduell am nächsten Wochenende mit Tabellenführer Memmingen, der am Freitag (20 Uhr) zunächst Gast in der Donau-Arena sein wird. Mit einem 6:1 (2:0, 3:0, 1:1)-Erfolg vor 1040 Zuschauern beim EV Füssen gelang in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd am Sonntagabend der sechste Sieg in Serie. Die Allgäuer sind einer der Lieblingsgegner in dieser Spielzeit: Im dritten Vergleich holten sich die Eisbären nach dem 2:1 und 6:2 zum dritten Mal die volle Punktzahl.

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Ein Eisbären-Duo mit Auswärts-Heimspiel

Für Xaver Tippmann und Andre Bühler ist der Sonntagstrip nach Füssen besonders. Erstmal aber zählt das Peiting-Heimspiel.

Im 24. Spiel unter Trainer Max Kaltenhauser gelang den Regensburgern, die am Freitag mit dem 2:1-Sieg gegen Peiting auf Rang drei vorgerückt waren, bereits der 18. Erfolg. Kurz nach dem Amtsantritt von Kaltenhauser, der von Co-Trainer Stefan Schnabl unterstützt wird, gelangen zwischen dem 24. November und 15. Dezember bereits einmal sieben Siege am Stück. Und in den letzten fünf Spielen hatten die Eisbären mit 15 Punkten bei 28:9 Toren Imposantes geboten.

Im letzten Gastspiel in Füssen hatten die Eisbären mit einem Blitzstart dem Altmeister mit einem 5:0 nach 24 Minuten den Zahn gezogen. „Nein, so etwas erwarte ich diesmal nicht“, hatte Kaltenhauser im Vorfeld gewohnt vorsichtig gesagt. Wieder aber hatte seine Mannschaft einen guten Start: Nach einer unübersichtlichen Situation hatte Constantin Ontl nach 8:36 Minuten die Scheibe zum sechsten Mal in dieser Spielzeit über die Linie gebracht. Und mit Xaver Tippmann setzte ein gebürtiger Füssener nach exakt 14 Minuten das 2:0 drauf.

Philipp Vogel muss vom Eis

Störend am ersten Drittel war nur das Ausscheiden von Verteidiger Philipp Vogel, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausschied und die Ausfallliste verlängerte, auf der Michail Sokolov, Korbinian Schütz, Fabian Birner und Lars Schiller krank und verletzt standen. Dazu fehlten die DNL-Nachwuchsspieler Fabian Herrmann und Leon Zitzer.

Dem souveränen Auftreten der Eisbären, die auch 25 Sekunden mit Zwei-Mann-Unterzahl überstanden (20.), tat das aber keinen Abbruch: Gestützt auf einen starken Torwart Peter Holmgren, der schon im ersten Durchgang immer zur Stelle war, als er zur Stelle sein musste, hatte Leopold Tausch zum Beispiel bei seinem zweiten Solo des Tages mehr auf dem Schläger (23.). Fein herauskombiniert war es aber erst Richard Divis in der 30. Minute, der nur noch ins leere Tor vollenden musste. Und als Nikola Gajovsky einen Fehlpass nutzte, davonzog und auch noch das 5:0 erzielte, wuchs Füssens Frust.

Auf dem Eis wurde es rauer, und auch die Eisbären hatten 20 Sekunden bei fünf gegen drei. Zwischen der 33. und 37. Minute setzte es insgesamt 36 Strafminuten – jeweils 18 für beide Teams. Jeweils 14 ( 2 + 2 + 10) davon bekamen Eisbären-Verteidiger Tomas Gulda und sein EVF-Pendant Dejan Vogl für ihren Boxkampf nach 35:03 Minuten verpasst.

Als dann auch noch Walther Klaus eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, setzte Gajovsky den nächsten Stich ins Allgäuer Herz und erzielte den siebten Saisontreffer der Regensburger bei eigener Unterzahl – eine Marke, die in der Liga sonst nur noch Rosenheim vorweisen kann. Auch historisch hatte das Tor seine Bedeutung: Mit seinem 158. Treffer im EVR-Trikot überholte Gajovsky Günter Falter und rückte auf Platz sieben in der ewigen Torschützenliste des Vereins vor.

Holmgren Teil einer Schlägerei

Mit Andreas Jorde für Benedikt Hötzinger im Tor gingen die Füssener in den letzten Abschnitt – und schafften durch den Kanadier Samuel Payeur auch nach 94 Sekunden ihr erstes Tor des Tages. Obendrein blieb es auch hitzig: Nach einem Foul von Quirin Stocker an Felix Schwarz setzte sich Lukas Heger für seinen Teamkollegen ein und warf sich auf den Übeltäter (47.). In der 53. Minute war dann sogar Torwart Peter Holmgren in eine Massenschlägerei involviert. Landshuts Förderlizenzmann Patrick Berger, der den Eisbären laut Coach Max Kaltenhauser vorerst dauerhaft und auch im Training zur Verfügung steht, musste aber nicht aufs Eis. Für Holmgren und Flache bei den Eisbären sowie Stocker und Payeur gab es jedoch jeweils vier Strafminuten. Die Kühlboxen blieben gut gefüllt, die Punkte aber waren längst vergeben, und Tomas Gulda setzte mit dem 6:1 bei doppelter Überzahl in der 58. Minute vor dem Spielende den Schlusspunkt.

Füssen – Regensburg 1:6 (0:2, 0:3, 1:1)

EV Füssen: Hötzinger (ab 40:00 Jorde) – Echtler, Dropmann; Baader, Schulz; Stocker, Rott; Wiedemann – Vogl, Guth, Besl; Payeur, Deubler, Hofmann; Naumann, Zelenka, Meier; Kircher
Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Heider; Weber, Tippmann; Vogel, Bühler; Klaus – Heger, Gajovsky, Divis; Ontl, Keresztury, Flache; Tausch, Schwamberger, Schwarz; Trinkberger
Tore: 0:1 (8:36) Ontl (Flache), 0:2 (14:00) Tippmann (Ontl-Flache bei 5-4), 0:3 (29:18) Divis (Gajovsky), 0:4 (31:30) Gajovsky, 0:5 (37:27) Gajovsky (bei 4-5), 1:5 (41:34) Payeur (Stocker), 1:6 (57:17) Gulda (Heider-Divis bei 5-3)
Schiedsrichter: Vladislav Gossmann. – Zuschauer: 1040. – Strafminuten: Füssen 26 + 10 für Vogl – Regensburg 30 + 10 für Gulda

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