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Eishockey

Die Eisbären machen wenig Laune

Mit einem 6:4 gegen Sonthofen endet die Meisterrunde. In der ersten Playoff-Runde geht es ab Freitag gegen Herne.
Von Claus-Dieter Wotruba

Erik Keresztury erzielte gegen Sonthofen die ersten beiden Treffer für die Eisbären.  Foto: Melanie Feldmeier/arsito
Erik Keresztury erzielte gegen Sonthofen die ersten beiden Treffer für die Eisbären. Foto: Melanie Feldmeier/arsito

Regensburg.Nicht mit breiter Brust, sondern mit einem schwachen letzten Auftritt in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd gehen die Eisbären des EV Regensburg in die Playoffs. Vor 1679 Zuschauern gab es mit dem 6:4 (3:1, 0:2, 3:1) gegen den Tabellenletzten aus Sonthofen eine wenig ersprießliche Vorstellung zu sehen. Gegner in der am Freitag (20 Uhr) in Regensburg beginnenden Achtelfinalserie der 16 besten Oberligisten wird der Nord-Sechste Herner EV sein.

Verteidiger Jakob Weber und Stürmer Jonas Franz, auf die Trainer Igor Pavlov am Freitag beim 3:4 in Peiting freiwillig verzichtet hatte, kehrten ins Team zurück. Aus dem DNL-Nachwuchs, der am Samstag mit der zweiten Niederlage in Landshut aus den Playoffs ausgeschieden war, waren neben den bewährten Kräften von Andre Bühler und Nicolas Sauer auch Alexander Dosch und Fabian Herrmann dabei. Der Gast aus dem Allgäu reiste dagegen mit einem Rumpfaufgebot von nur einem Torwart, vier Verteidigern und acht Stürmern an.

Es dauerte gerade 51 Sekunden, bis im 50. Saisonspiel der 235. Eisbären-Treffer und das 250. Sonthofener Gegentor perfekt waren. Erik Keresztury tauchte alleine vor Gästekeeper Roman Steiger auf und hatte keinerlei Mühe. Das frühe 1:0 war freilich wohl Wasser auf die Mühlen des Eisbären-Leichtsinns: Denn schon nach 4:28 Minuten verdarb Vladimir Kames die Hoffnung, dass Eisbären-Torwart Peter Holmgren vielleicht doch mit einem ersten Zu-Null-Spiel in die Playoffs gehen könnte.

Nachlässige Eisbären

Gefährden allerdings konnte das Schlusslicht die Hausherren nicht: Keresztury mit seinem 17. Saisontor (9.) und Richard Divis mit Saisontor 25 (11.) brachten das Pavlov-Team schnell zurück auf Kurs. Dachten alle. Die Realität lehrte allerdings, dass der neuerliche Vorsprung neuerliche Nachlässigkeiten forcierte. Die erste Überzahlgelegenheit des Tages nutzte Sonthofen prompt zum Anschlusstreffer durch Fabian Voit (24.).

Außer einem Solo von DNL-Youngster Alexander Dosch (30.) produzierten die Regensburger offensiv herzlich wenig Produktives, zumal im Gegenzug Marc Sill das 3:3 schon auf dem Schläger hatte, noch ehe es Rau nach einem Konter tatsächlich auch erzielte.

Im ersten Eisbären-Powerplay des Abends hätte es sogar noch schlimmer kommen können für die Regensburger, weil der nimmermüde Gast sogar die Führung auf dem Schläger hatte. Einzig Peter Holmgren bewahrte die Eisbären vor mehr Unheil und Nicolas Sauer traf zum Drittelende noch den Pfosten. Leise Pfiffe von den Rängen kamen dennoch auf. Da passte es nur ins Bild, dass wegen des klaren Landshuter Vorsprungs gegen Rosenheim im Parallelspiel die nötige Starbulls-Schützenhilfe für Platz zwei zu diesem Zeitpunkt auch längst ad acta zu legen war.

Besserung war angezeigt und angesagt für die letzten 20 Minuten. Erkennbar war sie nicht, auch nicht, als Erik Keresztury nach einem Foul an ihm vergeblich auf den Penaltypfiff von Schiedsrichter Sascha Westrich hoffte und danach 32 Sekunden Überzahl mit zwei Mann mehr auf dem Eis genauso verstrichen wie die folgende Ein-Mann-Überzahl, zu deren Abschluss Leopold Tausch die größte Chance zur Führung vergab (46.).

Gulda braucht vier Sekunden

In einer neuerlichen Strafzeit, diesmal für Jayden Schubert, sah es besser aus: Schon nach vier Sekunden Überzahl schlug die Scheibe nach dem Schlagschuss von Tomas Gulda im Sonthofener Tor ein (48.). Als Youngster Fabian Herrmann keine drei Minuten später sein drittes Oberligator und das 5:3 nachlegte, war wenigstens die Gefahr einer Blamage gebannt und die letzten zehn Minuten gegen jetzt auch müdere Allgäuer verliefen entspannter. Zum Abschluss gab es noch eine Premiere: Jakob Weber traf 237 Sekunden vor dem Ende zum ersten Mal in dieser Saison. Den Schlusspunkt setzte allerdings Sonthofens Martin Guth.

Regensburg – Sonthofen (3:1, 0:2, 3:1)

Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Heider; Vogel, Schiller; Bühler, Weber; Tippmann, Schütz – Tausch, Gajovsky, Divis; Sauer, Keresztury, Böhm; Stöhr, Schwarz, Vinci; Dosch, Herrmann, Franz

ERC Sonthofen: Steiger – Kames, Noack; Slavetinsky, Rau – Sill, Voit, Guth; Schubert, Schlenker, Frolik; Mangold, Malzer

Tore: 1:0 (0:51) Keresztury (Divis), 1:1 (4:28) Kames (Schubert-Noack), 2:1 (8:16) Keresztury (Böhm), 3:1 (10:44) Divis (Gajovsky-Heider), 3:2 (23:45) Voit (Slavetinsky-Sill bei 5-4), 3:3 (30:39) Rau (Frolik-Schubert), 4:3 (47:40) Gulda (Heider-Gajovsky bei 5-4), 5:3 (50:22) Herrmann (Bühler), 6:3 (56:03) Weber (Vinci-Stöhr), 6:4 (57:10) Guth (Slavetinsky-Kames bei 5-4)

Schiedsrichter: Sascha Westrich (Zweibrücken); Zuschauer: 1679; Strafminuten: Regensburg 6 – Sonthofen 8

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