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Eishockey

Die Eisbären schöpfen neue Hoffnung

Im so wichtigen Spiel gegen Sonthofen gelingt im ersten Heimspiel von Interimstrainer Max Kaltenhauser ein Sieg.
Von Claus-Dieter Wotruba

Gegen Sonthofen haben Richard Divis (rechts), der an allen Eisbären-Toren beteiligt war, und seine Kollegen mal wieder Grund zum Jubeln. Foto: Brüssel
Gegen Sonthofen haben Richard Divis (rechts), der an allen Eisbären-Toren beteiligt war, und seine Kollegen mal wieder Grund zum Jubeln. Foto: Brüssel

Regensburg.Wichtiger Sieg für die Eisbären des EV Regensburg in der Eishockey-Oberliga Süd: Gegen die Bulls des ERC Sonthofen sahen 1572 Zuschauer einen klaren, verdienten und auch ungefährdeten 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)-Erfolg, der nach den turbulenten Tagen und der Entlassung von Trainer Igor Pavlov am Donnerstagabend nach dem Abschlusstraining gut für die EVR-Seele war.

Klar war schon vor dem Spiel: Eine Verbesserung von Platz elf war nach dem ersten Heimspiel von Interimscoach Max Kaltenhauser ausgeschlossen. Schließlich klaffte nach dem 3:7 vom Freitag eine Vier-Punkte-Lücke zu den Tabellennachbarn aus Lindau und eben Sonthofen. Deswegen war ein Drei-Punkte-Sieg fast Pflicht, um die Situation nicht noch weiter zu verschärfen. Kaltenhauser nahm den in Rosenheim pausierenden Michail Sokolov wieder in den Kader, dafür musste diesmal Felix Schwarz draußenbleiben. Außerdem formierte Kaltenhauser die dritte und vierte Sturmreihe im Vergleich zum Rosenheim-Spiel ein wenig um. Etwas überraschend stand zudem Torwart Patrick Berger aus Landshut dann doch ein weiteres Mal zur Verfügung. Der verletzte Stammkeeper Peter Holmgren soll nach seinem Fingerbruch eventuell schon nächste Woche wieder fit sein.

Erstmal gedämpfte Atmosphäre

Auch in der Donau-Arena war unter den Fans die gedämpfte Atmosphäre zu Beginn spürbar. Die Eisbären versuchten es, sie aufzulockern. Kapitän Peter Flache, der in Rosenheim als zwölfter EVR-Spieler in der Klubhistorie die 300 Skorerpunkte voll gemacht hatte, hatte nach 3:18 Minuten mit einem Alleingang die erste Topgelegenheit und scheiterte an Bulls-Keeper Konstantin Kessler. Für die Gäste traf Vladimir Kames ein paar Minuten in Überzahl den Posten (10.).

Dann sah der äußerst engagierte Richard Divis nach 11:45 Minuten Petr Heider – und der wuchtete in Überzahl die Scheibe in die Maschen. Doch der Verteidiger war auch am Ausgleich 110 Sekunden später beteiligt, als er an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe verlor und der Rest des Teams wieder schon so oft in dieser Saison so weit aufgerückt war, dass am Ende der Kette Santeri Ovaska die Scheibe aus allernächster Nähe nur noch über die Linie schieben musste – übrigens ebenfalls im Powerplay. Immerhin hatten die Eisbären auch ein bisschen Glück: Ein gedachter Pass von Divis für seinen Reihenpartner Nikola Gajovsky wurde abgefälscht und brachte weitere 188 Sekunden später die neuerliche Führung für die Hauseherren.

Die war gegen nicht übermäßig starke Allgäuer verdient – und die Regensburger machten sich im zweiten Durchgang auf, die Punkte einzutüten. Perfekt fürs Selbstbewusstsein: Schon nach 76 Sekunden gelang dem so sehr von Verletzungen gebeutelten „Spieler der Saison“ 2018/19, Constantin Ontl, im 18. Saisonspiel endlich das erste Saisontor. Und als Divis mit einer Direktabnahme auch noch das vierte Eisbären-Tor drauflegte, schien der Sieg eine Formsache zu werden (29.). Doch die Eisbären ließen Sonthofen zurück ins Spiel, was sich im zweiten Gästetor durch Filip Stopinski ausdrückte (33.), das auch die Spannung am Leben hielt.

Gajovsky-Tor rundet ab

Klar war, ein fünftes Eisbären-Tor würde wohl die Entscheidung sein – und das fiel schnell. Nikola Gajovsky, der in Rosenheim so enttäuscht hatte, tat nach 43:55 Minuten nicht nur etwas fürs Team, sondern auch für das persönliche Selbstvertrauen. Auch am fünften Tor des Abends war Richard Divis beteiligt, der mit zwei selbst erzielten Treffern und drei Torbeteiligungen der Mann des Tages war.

Regensburg – Sonthofen 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

Eisbären Regensburg: Berger – Gulda, Heider; Weber, Schiller; Vogel, Schütz; Bühler – Heger, Gajovsky, Divis; Flache, Keresztury, Ontl; Sauer, Herrmann, Tausch; Mühlbauer, Schwamberger, Sokolov

ERC Sonthofen: Kessler – Slavetinsky, Sander; Kames, Maly; Noack, Malzer – Ovaska, Skala, Havlicek; Sill, Homjakovs, Stopinski; May, Hechtl, Schubert; Kuqi

Tore: 1:0 (11:45) Heider (Divis-Gajovsky bei 5-4), 1:1 (13:35) Ovaska (Noack-Havlicek bei 5-4), 2:1 (16:43) Divis (Gajovsky-Heger), 3:1 (21:16) Ontl (Divis-Weber), 4:1 (28:39) Divis (Gajovsky-Gulda bei 5-4), 4:2 (32:34) Stopinski (Malzer-Kames), 5:2 (43:55) Gajovsky (Divis-Heger)

Schiedsrichter: Alfred Hascher. – Zuschauer: 1572. – Strafminuten: Regensburg 6 – Sonthofen 10

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