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Teampräsentation

Die Eisbären singen Biene Maja

Der Eishockey-Oberligist aus Regensburg spielt Spielchen mit seinen Fans und verbreitet auf der Dult viel gute Laune.
Von Claus-Dieter Wotruba

Der launige Abschluss der Eisbären-Teampräsentation: Die tschechische Fraktion trug die-bekannte Biene-Maja-Titelmelodie von Karel Gott in Landessprache vor, der Rest des Teams sang den Refrain auf Deutsch. Lukas Heger (ganz rechts) forderte zum Klatschen auf.Foto: Christian Brüssel
Der launige Abschluss der Eisbären-Teampräsentation: Die tschechische Fraktion trug die-bekannte Biene-Maja-Titelmelodie von Karel Gott in Landessprache vor, der Rest des Teams sang den Refrain auf Deutsch. Lukas Heger (ganz rechts) forderte zum Klatschen auf.Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Entspannt geht es in einer Eishockey-Vorbereitung sicher nicht zu, schon gar nicht unter einem Trainer wie Igor Pavlov, der bekannt dafür ist, sehr fordernd zu sein. Der Montagabend aber war für die Eisbären des EV Regensburg ausnahmsweise mal sehr entspannt – und sogar mit Pavlovscher Genehmigung. Passend zum Rahmen auf der Regensburger Herbstdult und eingebettet in eine musikalische Weltreise der Partyband Gewekiner Buam + Madl spielten Torhüter, Abwehrspieler und Angreifer unter der Leitung der drei Moderatoren Valerie Fischer, Claus Pirkenseer und Korbinian Held kleine Spielchen – und amüsierten mit Nageln, Baumkraxeln und Bussi-Challenge die Fans im vollen Hahn-Zelt. Zum Ausklang standen Spieler und Fans in Feierlaune gemeinsam auf den Bänken.

Ein Video zur Teampräsentation sehen Sie hier.

Regensburger Eisbären feiern auf der Dult

Die Teampräsentation ist seit Jahren ein Indikator für die Chemie in der Mannschaft und von jeher weniger eine Veranstaltung, auf der knallige Fakten verkündet werden denn gute Laune gemacht wird. Zuletzt machten die Eisbären bei ihren Präsentationen oft eine gute Figur. Auf mancher Eröffnungsfeier wirkten die Spieler miteinander so vertraut, als wäre es ein Abschlussfest. Auch diesmal präsentierten sich die Eisbären als Einheit für die neue Oberliga-Saison, die am 27. September beim Zweitliga-Absteiger in Deggendorf knallig beginnt. Kein Wunder: Mit Filip Reisnecker, Michael Guft-Sokolov und Tomas Schwamberger kam ja auch nur in der Offensive ein neues Spielertrio dazu. Die neue Saison schreit vor allem nach einer Verbesserung – nämlich einen weiteren Weg in den Playoffs zurückzulegen als in diesem Frühjahr mit seinem krachenden Aus gegen Herne.

Die Neuzugänge Filip Reisnecker, Michail Guft-Sokolov und Tomas Schwamberger verglichen sich im Maßkrugstemmen. Schwamberger gewann. Foto: Brüssel
Die Neuzugänge Filip Reisnecker, Michail Guft-Sokolov und Tomas Schwamberger verglichen sich im Maßkrugstemmen. Schwamberger gewann. Foto: Brüssel

932 Dauerkarten

Über sportliche Ziele oder die die wieder sehr stattliche Dauerkarten-Zahl von 932, in die wie gewohnt alle Sponsorentickets eingerechnet sind, war nur am Rande Neues zu erfahren: „Das liegt ungefähr im Bereich der vergangenen Saison“, sagte Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer. „Da waren es rund 80 mehr, aber erst im Laufe der Saison.“

Eisbären-Stürmer Leopold Tausch mit Begleitung Foto: Brüssel
Eisbären-Stürmer Leopold Tausch mit Begleitung Foto: Brüssel

Vielmehr ging es im Hahn-Zelt darum, einen spaßigen Abend mit den Fans zu verbringen. Die erlebten, wie Fabian Birner gegen seinen motivierten Gegner bei der Jagd nach Lippenstift-Kussmündern auf die Backen ein Unentschieden herausholte, weil die Abdrücke nicht eindeutig zu zählen waren und Spaßvögel wie Tomas Gulda ihren Kompagnon unterstützten, der zur Zeit zwar bei den Eisbären mittrainiert, aber vorerst ohne Vertrag bleiben wird.

Fein säuberlich wie immer hantierte Igor Pavlov mit seiner Stoppuhr, schickte Birner zwei Minuten auf die Jagd und maß auch, wie Jakob Weber beim Baumkraxeln in 16 Sekunden fünf Sekunden langsamer kletterte als sein Kontrahent. Kassenwart Lars Schiller, der beim ersten Bühnenaufruf noch beim Autoscooterfahren weilte („Da kann man gute Checks fahren“), sah die Einnahmen schon sprudeln. „Richtung Kabinenfest sollte das schon gehen“, hatte Schiller schon im Vorfeld die Konsequenzen einer Weber-Niederlage skizziert.

Hier finden Sie eine Bildergalerie zur Eisbären-Teampräsentation.

Eishockey

Eisbären stoßen auf die neue Saison an

Der Regensburger Eishockey-Oberligist stellte auf der Herbstdult den Fans das Team für die neue Saison vor.

In den dreimal 15 bis 20 Minuten mit den Einlagen kamen nur die drei Neuzugänge in ein paar Sätzen zu Wort. Tomas Schwamberger, der auch schon seine ersten fünf Tore (zwei in Salzburg, drei in Kitzbühel) auf das Konto bei den Eisbären brachte, sprach seinen ersten deutschen Satz („Entschuldigung, mein Deutsch ist nicht gut“) und lernt fleißig für mehr. Michael Guft-Sokolov betonte noch einmal, dass Regensburg die beste Option zur Weiterentwicklung gewesen sei. Und für Filip Reisnecker gestaltete sich die Rückkehr einfach: „Ich hatte noch viele Bekannte hier.“

Anstrengung beim Baumkraxeln: Verteidiger Jakob Weber Foto: Brüssel
Anstrengung beim Baumkraxeln: Verteidiger Jakob Weber Foto: Brüssel

Alternative für den „Mops“

Im Kopf bleiben wird auch der Abschluss-Song. Weil Vorsänger und Edelfan „Breze“ im Urlaub weilte und der beim EVR legendäre „Mops“ damit ungesungen blieb, wurde die tschechische Eisbären-Fraktion mit Richard Divis, Nikola Gajovsky, Petr Heider, Tomas Schwamberger und Tomas Gulda auserkoren, in ihrer Muttersprache die Titelmelodie der Zeichentrickserie „Biene Maja“ anzustimmen, die im Original Karel Gott summt. Peter Flache versuchte tapfer, in der ungewohnten Sprache vom Textblatt abzulesen, während der Rest des Teams den Refrain auf Deutsch trällerte.

Freilich war schon am Dienstag wieder Schluss mit lustig: Vor dem Punktspielauftakt stehen noch sieben weitere Tests auf dem Plan, die ersten davon am Freitag (19.30 Uhr) bei Vorjahresmeister Peiting und am Sonntag (18 Uhr) in der Donau-Arena gegen den Zweitligisten Dresden. Ob der zuletzt gegen Krefeld wegen einer Schulterverletzung ausgeschiedene Verteidiger Korbinian Schütz schon wieder einsatzbereit ist, ist fraglich. Der lädierte Schleimbeutel verlangt Pause bis Donnerstag. Definitiv noch fehlen wird Constantin Ontl nach seiner Gehirnerschütterung, die zwar noch nach Schonung verlangt, aber immerhin schon wieder die Anwesenheit bei der lauten Teampräsentation erlaubte.

Vergleich im Nagel-auf-den-Kopf-treffen: Raphael Fössinger, Jonas Leserer und Peter Holmgren (von links) Foto: Brüssel
Vergleich im Nagel-auf-den-Kopf-treffen: Raphael Fössinger, Jonas Leserer und Peter Holmgren (von links) Foto: Brüssel

Immer für ein Späßchen gut ist Tomas Gulda (rechts). Er unterstützte Fabian Birner beim Bussi-Kontest mit Lippenstift und einem Küsschen auf die Backe. Foto: Brüssel
Immer für ein Späßchen gut ist Tomas Gulda (rechts). Er unterstützte Fabian Birner beim Bussi-Kontest mit Lippenstift und einem Küsschen auf die Backe. Foto: Brüssel

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