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Eishockey

Die nächste Eisbären-Serie ist zu Ende

Das Pavlov-Team verliert in Garmisch nach Verlängerung, bleibt aber auf Platz eins. Am Sonntag kommt Sonthofen.
Von Claus-Dieter Wotruba

Nikola Gajovsky (rechts, hier gegen Phillip Wachter)  traf zum 4:3 beim SC Riessersee, doch zum Sieg reichte das Tor nicht. Foto: Oliver Rabuser
Nikola Gajovsky (rechts, hier gegen Phillip Wachter) traf zum 4:3 beim SC Riessersee, doch zum Sieg reichte das Tor nicht. Foto: Oliver Rabuser

Garmisch-Partenkirchen.Auch die Auswärtsserie der Eisbären vom EV Regensburg hat ein Ende gefunden. Nach acht Siegen in Folge verlor das Team von Trainer Igor Pavlov vor 1260 Zuschauern in der Verlängerung beim SC Riessersee mit 4:5 (1:1, 1:1, 2:2, 0:1). Zweimal machten die Gäste einen Rückstand wett und verspielten zweimal einen Vorsprung, ehe in Unterzahl nach 32 Sekunden der Zusatzspielzeit das entscheidende Tor fiel. Tabellenführer bleiben die Eisbären trotzdem, weil auch Rosenheim zuhause vor der satten Kulisse von 4750 Zuschauern dem EV Landshut ebenfalls mit 4:5 nach Verlängerung unterlag. Am Sonntag (18 Uhr) kommt nun Sonthofen in die Donau-Arena nach Regensburg, das gegen Peiting zuhause nach Verlängerung verlor (2:3).

Zwei Torhüter, fünf Verteidiger, neun Stürmer – das Garmischer Aufgebot, das auf dem Spielberichtsbogen stand, war zwar wieder einmal nicht arg groß, zeigte aber auch den Regensburgern schnell seine Qualitäten. Der Tabellendritte, der nach finanziellen Schwierigkeiten erst auf den letzten Drücker Aufnahme in der Oberliga gefunden hatte und wegen seiner Planinsolvenz unabhängig von seiner Vorrundenplatzierung in die Abstiegsrunde mit den Bayernligisten muss, ging mit 1:0 in Führung.

Abgefälscht fand die Scheibe beim Schuss von Silvan Heiß, dem Sohn des vergangene Saison in Regensburg geschassten Trainers Beppi Heiß, der auch schon in Regensburg im DNL-Nachwuchs auflief, den Weg an Eisbären-Schlussmann Peter Holmgren vorbei ins Netz (10.). Die Eisbären-Antwort ließ freilich nur 56 Sekunden auf sich warten. Erst wurde Constantin Ontl als Schütze geannt, nach dem Spiel war dann doch Erik Keresztury offiziell für das 1:1 verantwortlich.

Zwei Debütanten aus der DNL

Die Regensburger, bei denen Trainer Igor Pavlov mit Alexander Diel (19) und Alexander Dosch (17) schon diesmal erstmals neue Youngster aus dem DNL-Nachwuchs auflaufen ließ, gerieten auch im zweiten Durchgang wieder in Rückstand. Mike Glemser war nach nur 83 Sekunden zur Stelle, als Holmgren die Scheibe abprallen ließ – und die Garmischer dominierten das Spiel auch in dieser Startphase des zweiten Durchgangs wieder. Doch die Eisbären fanden zurück ins Spiel – und diesmal war es tatsächlich Ontl, der bedient von Flache zum 2:2 ins Tor getroffen hatte. Der 20-Jährige aus der Sturmreihe von Mittelstürmer Erik Keresztury erzielte in der 33. Minute seinen fünften Saisontreffer. Jetzt bekamen die Oberpfälzer in Oberbayern das Spiel wieder besser in den Griff und wären beim Pfostentreffer von Jonas Franz in der 37. Minute auch beinahe in Führung gegangen.

Im Schlussdrittel aber gelang dem Pavlov-Team ein Blitzstart und die erste Führung. Leopold Tausch stand mit seinem siebten Saisontor nach nur 21 Sekunden am Ende einer gelungenen Kombination über Richard Divis und Nikola Gajovsky. Aber auch der Regensburger Vorsprung hielt nicht lange, exakt 157 Sekunden, dann traf der Schwede Victor Östling – der einzige Garmischer Kontingentspieler, weil Martin Naenfeldt fehlte – zum zehnten Mal in dieser Spielzeit.

Aber auch die Eisbären erarbeiteten sich ein zweites Mal einen Ein-Tore-Vorsprung, als Divis dem tschechischen Kollegen Gajovsky die Scheibe in den Lauf legte und der davoneilte und in der 50. Minute zum 4:3 traf. Auch das war aber nicht die Entscheidung, denn das stärkste Unterzahlteam aus Regensburg kassierte gegen die nur zehntbeste Überzahlmannschaft das erste Tor der Partie, das nicht bei personeller Gleichzahl fiel. Peter Flache saß auf der Strafbank, als Florian Vollmer bei einer Hereingabe von Ulrich Maurer einfach mal die Kelle reinhielt und mit dieser Methode zum 4:4 erfolgreich war.

Überzahl führt zu Siegtor

Es ging in die Verlängerung, die die Regensburger nach Tauschs umstrittener Strafzeit vier Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in Drei-gegen-vier-Unterzahl bestreiten mussten. Das führte auch zu einer schnellen Entscheidung: Nach nur 32 Sekunden war die Zusatzspielzeit schon beendet. Mauer beendete mit dem fünften Garmischer Treffer nicht nur das Spiel, sondern auch die Regensburger Auswärtsserie.

Riessersee – Eisbären 5:4 n. V. (1:1, 1:1, 2:2, 1:0)

SC Riessersee: Fießinger – Kaisler, Quaas; Hummer, Heiß; Mittermaier – Östling, Vollmer, Maurer; Reichert, Wachter, Glemser; Müller, Miguez, Imminger
Eisbären Regensburg: Holmgren – Heider, Gulda; Vogel, Bühler; Diel, Schütz; Tippmann, Weber – Divis, Gajovsky, Tausch; Flache, Keresztury, Ontl; Franz, Schwarz, Böhm; Sauer, Heger, Dosch
Tore: 1:0 (9:55) Heiß (Quaas-Wachter), 1:1 (10:51) Ontl (Flache), 2:1 (21:23) Glemser (Wachter-Reichert), 2:2 (32:07) Ontl (Flache), 2:3 (40:21) Tausch (Divis-Gajovsky), 3:3 (42:58) Östling (Vollmer-Maurer), 3:4 (49:31) Gajovsky (Divis), 4:4 (54:11) Vollmer (Maurer bei 5-4), 5:4 (60:32) Maurer (Quaas-Östling bei 4-3)
Schiedsrichter: Bastian Haupt (Kempten). – Zuschauer: 1060. – Strafminuten: Riessersee 2 – Regensburg 14

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