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Eishockey

Die nächste Niederlage für die Eisbären

Die Regensburger bleiben nach dem 3:4 von Peiting trotz zweimaliger Führung an diesem Wochenende ohne Oberliga-Punkt.
Von Claus-Dieter Wotruba

Richard Divis (Mitte) lieferte ein gutes Spiel in Peiting, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern.  Foto: Andreas Nickl
Richard Divis (Mitte) lieferte ein gutes Spiel in Peiting, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Nächste Niederlage für die Eisbären des EV Regensburg: Nach zweimaliger Führung unterlag das Team von Trainer Igor Pavlov beim Vorjahresmeister EC Peiting vor 615 Zuschauern in der Eishockey-Oberliga Süd trotz einer guten Leistung am Ende mit 3:4 (1:1, 2:2, 0:1).

„Wir sind ja nicht krank“, hatte Igor Pavlov am Freitagabend auf die Frage gesagt, ob sein Team trotz des Freitags-3:5 gegen Deggendorf auf dem Weg der Besserung sei. Fakt war: Nachdem die Eisbären nach dieser Niederlage gerade noch ein Pünktchen vom Tabellenelften Lindau trennte, war vor dem Auftritt in Peiting klar, dass Punkte her müssen. Der Start unterstrich das aber ganz und gar nicht: Nach einem dicken Patzer von Verteidiger Petr Heider war Dominic Krabbat zur Stelle und brachte die Hausherren in Führung – nach nur 29 Sekunden! Die Vorarbeit hatte der für Peiting so wichtige Ty Morris geleistet, der nach vier Wochen Verletzungspause wieder im Team stand.

Constantin Ontl spielt mit Gitter

Auch die Eisbären überraschten in der Aufstellung: Constantin Ontl spielte nach seinem Nasenbeinbruch doch schon wieder mit Gitter. Und auch Tomas Gulda hat seine Schulterprobleme wohl überwunden. „Er hatte vier Tage Pause und scheint schmerzfrei zu sein. Er muss sich eben fernhalten von Checks“, sagte Igor Pavlov vor dem Spiel gegenüber Eisradio.de. Für den Fall eines Ausfalls von Keeper Raphael Fössinger hätte sich übrigens eine ungewöhnliche Variante ergeben: Weil Stammkeeper Peter Holmgren verletzt ist, Jonas Leserer beruflich verhindert war und die Nachwuchs-Goalies in der DNL gegen Landshut (0:2 und 6:5) benötigt wurden, hätte sich Kapitän Peter Flache bereit erklärt, zwischen die Pfosten zugehen.

Eishockey

Es reicht nicht für die Eisbären

2832 Zuschauer sehen, wie Spitzenreiter Deggendorf auch das zweite Donau-Derby mit 5:3 für sich entscheidet.

Die Regensburger aber fingen sich. Für den Ausgleich war wieder die erste Reihe verantwortlich: Nach einem flotten Gegenstoß erzielte Richard Divis sein elftes Saisontor – und den zweiten Unterzahltreffer der Saison, weil zu dem Zeitpunkt Eisbär Leopold Tausch auf der Strafbank saß (13.). Schon zu Beginn des zweiten Durchgangs hatten die Eisbären die beste Gelegenheit, als die Peitinger Tim Rohrbach und Alexander Winkler binnen 41 Sekunden auf die Strafbank mussten. Doch die Oberpfälzer versäumten es, Kapital aus der 79-sekündigen Zwei-Mann-Überzahl zu schlagen (22./23.). Dass sie in dieser Phase am Drücker waren, drückte Lukas Mühlbauers vierter Saisontreffer aus (31.). Peiting antwortete sehr schnell: Morris war nur 105 Sekunden im Powerplay zur Stelle, als Michail Sokolov auf der Strafbank saß (33.).

Die Eisbären führten wenig später ein zweites Mal – und trafen durch Peter Flaches Alleingang wieder in Unterzahl, als Lukas Heger draußen saß (35.). Nur 15 Sekunden später allerdings glich Maximilian Schäffler nach einer unübersichtlichen Situation ein drittes Mal zum 3:3 für Peiting aus (36.).

Fössinger-Fehler entscheidet

Alles war offen, und Fössinger war im Schlussabschnitt gegen Nardo Nagtzaam auf der Hut (42.). Die Eisbären gerieten in der 54. Minute aber nach zwei Strafen für Erik Keresztury und Flache binnen 35 Sekunden in Unterzahl. Das nutzte Simon Maier zur ersten Peitinger Führung des Tages, weil Fössinger die Scheibe durch die Fanghand rutschen ließ (55.). Danach half auch nicht mehr, dass die Eisbären den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen.

Peiting – Regensburg 4:3 (1:1, 2:2, 1:0)

EC Peiting: Hechenrieder – Bartsch, Weyrich; Mazanec, Winkler; Lucas, Rohrbach – Krabbat, Morris, Maier; Stauder, Nagtzaam, Thomas Heger; Reichert, Gohlke, Schäffler; Hätinen, Haninger, Seitz
Eisbären Regensburg: Fössinger – Gulda, Heider; Vogel, Schütz; Tippmann, Schiller; Bühler, Birner – Flache, Gajovsky, Divis; Keresztury, Schwamberger, Sauer; Mühlbauer, Sokolov, Ontl; Schwarz, Lukas Heger, Tausch
Tore: 1:0 (0:29) Krabbat (Morris-Maier), 1:1 (12:42) Divis (Flache-Mühlbauer bei 4-5), 1:2 (30:24) Mühlbauer, 2:2 (32:09) Morris (Krabbat-Gohlke bei 5-4), 2:3 (34:51) Flache (Schiller-Mühlbauer bei 4-5), 3:3 (35:06) Schäffler (Seitz), 4:3 (54:25) Maier (Gohlke-Nagtzaam bei 5-4)
Schiedsrichter: Markus Wohlgemuth; Zuschauer: 615; Strafminuten: Peiting 10 – Regensburg 18

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