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Kommentar

Diesmal einfach abwarten

Ein Kommentar von Claus-Dieter Wotruba

Im Sommer 2018 rutschte den Eisbären-Fans das Herz in die Hose. Wer nur soll in der neuen Saison die Tore schießen? Das war eine der bangen Fragen, nachdem ein Jungspund nach dem anderen Aufnahme in den Kader fand.

Die Frage war ja durchaus berechtigt, ist aber 50 Oberligaspiele später hinreichend beantwortet: Die Regensburger stellen mit 240 Toren den erfolgreichsten Angriff der gesamten Liga und diverse jener Jungspunde haben zweistellige Torezahlen auf dem Konto.

Der dritte Platz, der nach der Meisterrunde und vor dem Playoffstart zu Buche steht, wäre im Sommer noch von vielen ins Reich der Fabel verwiesen worden. Jetzt ist so mancher enttäuscht, weil das Team nach langem Kampf um die Meisterschaft noch abrutschte und es „nur“ Rang drei geworden ist.

Trainer Igor Pavlov und Co. ist mit seinem Team eine beeindruckende Neuausrichtung gelungen. Übertroffen werden die Zahlen nur von der Meistersaison 2015/16, als der EVR seine grandiose Serie von 30 Siegen am Stück hatte, aber den Aufstieg verpasste. Und schon überrascht der Klub wieder. Ein Spieler nach dem anderen unterschreibt längerfristige Verträge – unüblich in dem Geschäft, bisher in dieser Form auch unüblich in Regensburg. Die Oberpfälzer fanden wohl im ersten Versuch ein Gerüst, dessen Entwicklungsfähigkeit sie für die Zukunft vertrauen.

Wer urteilen will, sollte abwarten. Das Herz muss nicht wieder in die Hose rutschen. Denn die Bilanz 2020 (oder später) könnte ja genauso wie diesmal ausfallen. Positiv.

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