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Montag, 20. August 2018 30° 1

Eishockey

Eisbär will die Erwartungen übertreffen

Erik Keresztury ist Ungar – und seit Anfang Mai auch Deutscher. In Regensburg startet er seine deutsche Senioren-Karriere.
Von Claus-Dieter Wotruba

Erik Keresztury steigt in Regensburg ins deutsche Senioren-Eishockey ein. Foto: László Mudra/MAC Budapest
Erik Keresztury steigt in Regensburg ins deutsche Senioren-Eishockey ein. Foto: László Mudra/MAC Budapest

Regensburg.Stefan Schnabl, der sportliche Leiter, macht derzeit Urlaub. Auch Trainer Igor Pavlov ist nach Hause nach Moskau geflogen. Die Kaderarbeit der Verantwortlichen der Eisbären vom EV Regensburg für die neue Oberliga-Saison ist ja auch getan: Nach und nach werden die weiteren Spieler jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Nächste im Bunde ist einer, dessen Name im deutschen Senioren-Eishockey noch kein Begriff ist: Erik Keresztury ist der siebte Neuzugang.

Der bald 22-jährige ungarische Außenstürmer (Geburtstag 19. Juni), der in Köln geboren ist und seit Schülertagen bei der Düsseldorfer EG spielte, verbrachte die vergangenen beiden Spielzeiten beim MAC Budapest, weil er in Deutschland als Kontingentspieler gegolten hätte. Anfang Mai veränderte sich die Lage: Keresztury hat jetzt die doppelte Staatsbürgerschaft – und wählte Regensburg als Startpunkt. „Als ich meine deutsche Nationalität bekommen habe, habe ich sofort meinen Spielerberater kontaktiert, dass ich gerne wieder gerne in Deutschland spielen würde“, berichtet Keresztury. „Das Ziel war eine gute Mannschaft zu finden, in der ich viel Verantwortung und Arbeit übernehmen kann innerhalb des Teams“, erklärt Keresztury seine Entscheidung. „Ich hätte vielleicht auch in der DEL 2 irgendwo eine Mannschaft finden können, aber da hätte ich nicht die Rolle und Spielzeit bekommen, die ich möchte.“

Hier finden Sie die bisherigen Karriere-Stationen und Karriere-Zahlen von Erik Keresztury auf einen Blick.

Für Stefan Schnabl ist die Verpflichtung ein Coup. „Die Leute werden Erik mögen. Er geht hart zum Tor, ist hart an der Bande. Er ist sich für nichts zu schade – sehr unangenehm als Gegenspieler“, sagt Schnabl und hat auch in Düsseldorf bei seinem DNL-Trainerkollegen Erkundigungen eingeholt. „Schorsch Holzmann hat gemeint: Nimm ihn, wenn du ihn kriegen kannst. Das war drei Jahre lang mein bester Mann.“

Die zwei Jahre in Budapest waren für Erik Keresztury erfolgreich: 23 Skorerpunkte (6 Tore, 17 Assists) im ersten, neun (2 + 7) im zweiten Jahr stehen in der Statistik. „Letztes Jahr waren wir Zweiter, heuer Meister“, berichtet Keresztury – und war durchaus überrascht vom Niveau. „Das war besser, als ich erwartet habe. Ich dachte, die erste ungarische Liga sei nicht viel besser ist als die DNL, das war aber nicht der Fall“, erzählt er. „Zum Glück habe ich bei einem Topteam gespielt: Wir hatten viele gute Ausländer und auch gute ungarische Spieler dabei, von denen ich viel lernen konnte.“

Auch ein Youngster mit Perspektive bei den EVR-Eisbären: Constantin Ontl. Seine Pläne finden Sie hier.

Keresztury, der für Ungarn schon im A-Nationalteam spielte und weiter spielen darf, weiß wenig über Regensburg. „Ich war nur ein paar Mal in der Eishalle. Und mir wurde gesagt, dass die Stadt sehr schön ist.“ Der legendäre Schwede Peter Forsberg ist Kerszturys Vorbild. „Die 21 deswegen meine Lieblingsnummer.“ Sich selbst sieht er als „Power-Stürmer. Ich kann die Scheibe gut abdecken, aus engen Situationen rausspielen oder zum Tor bringen.“ Und: „Mein Ziel ist immer, die Erwartungen an mich zu übertreffen.“ (cw)

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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