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Eishockey

Eisbären beschenken sich mit Derbysieg

Vor 2790 Zuschauern gelingt in Deggendorf ein 4:2 – trotz diverser Ausfälle in der Abwehr. Am Donnerstag geht’s nach Weiden.
Von Claus-Dieter Wotruba

So fiel das wegweisende 1:0 der Eisbären in Deggendorf durch Constantin Ontl.  Foto: Roland Rappel
So fiel das wegweisende 1:0 der Eisbären in Deggendorf durch Constantin Ontl. Foto: Roland Rappel

Deggendorf.Ausverkauftes Haus und Saisonpremiere: 2790 Zuschauer sahen am Sonntagabend im Stadion des Tabellenzweiten Deggendorfer SC, wie die Eisbären vom EV Regensburg zum ersten Mal in dieser Saison in der Eishockey-Oberliga Süd die Oberhand behielten. Das 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) brachte den Regensburgern im Donau-Derby gegen die Mannschaft um Coach Dave Allison als Weihnachtsgeschenk drei wichtige Punkte, um in der Tabelle weiter klettern zu können.

Nach zwei freien Tagen am Dienstag und Mittwoch geht es für die Eisbären am zweiten Weihnachtsfeiertag weiter, wenn am Donnerstag ab 18.30 Uhr in Weiden das nächste Derby ansteht. Der Countdown läuft für die Vorrunde, die noch bis zum 7. Januar geht und nach der die letzten beiden Teams im Zwölferfeld für die Abstiegsrunde aussortiert werden. Auf Weiden folgen am 28. und 30. Dezember noch zwei Duelle mit Rosenheim als letzte Spiele des Jahres. 2020 beginnt mit den drei Partien in fünf Tagen gegen Höchstadt, in Selb und gegen Weiden.

Beide Teams wechseln Torhüter

Deggendorf und Regensburg begannen das Spiel mit anderen Torhütern als beim Deggendorfer 4:3-Penaltysieg am Freitag. Bei den Niederbayern spielte Henning Schroth anstelle von David Zabolotny, bei den Eisbären hütete der Landshuter Förderlizenzkeeper Patrick Berger statt Raphael Fössinger das Tor. Eisbären-Coach Max Kaltenhauser musste neben den schon am Freitag fehlenden Andre Bühler (Zehenverletzung) und Lars Schiller (Handverletzung nach einem im Training blockierten Schuss) auch noch den kranken Korbinian Schütz in der Verteidigung ersetzen. Dazu war auch Angreifer Fabian Herrmann (U 18 Nationalmannschaft) nicht dabei und Torwart Peter Holmgren war wegen eines Todesfalls in der Familie nicht dabei.

„Kaltschnäuziger“ sein und „über 60 Minuten mitlaufen und nicht zwischendrin aufhören“ hatte der Trainer via eisradio.de seinem Team empfohlen, um im vierten Saisonvergleich nach drei knappen Niederlagen zum ersten Erfolgserlebnis zu kommen. „Es gab am Freitag keinen Grund niedergeschlagen zu sein. Das war eine Top-Kampfleistung gegen den für mich qualitativ bestbesetzten Kader in der Liga“, hatte Kaltenhauser analysiert – auch wenn den Deggendorfer wieder Christoph und Andreas Gawlik sowie Thomas Greilinger fehlten.

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Wieder erwischten die Eisbären einen guten Start und wieder gingen sie auch in Führung. Als David Seidl nach exakt acht Minuten auf die Strafbank musste, dauerte es genau 50 Sekunden, dann hatte Constantin Ontl für die beste Überzahlmannschaft der Liga die Scheibe über die Linie gearbeitet. Wenig später reduzierte sich die Eisbären-Abwehr aber noch einmal, weil Petr Heider nach einer Attacke auf dem Eis liegenblieb und in der 11. Minute humpelnd und gestützt in die Kabine gebracht werden musste. Heider kam zwar nicht mehr zurück, nach einer ersten Diagnose aber war die Verletzung nicht schlimmerer Natur. Dafür sammelten Fabian Birner und Alexander Diel Matchpraxis.

Noch eine Parallele zu Freitag: Erneut gingen die Eisbären auch 2:0 in Führung, weil Peter Flache nach zehn Sekunden des zweiten Abschnitts noch einmal in Überzahl mit seinem 19. Saisontor zuschlug. Würde die Führung in Deggendorf halten? Die Niederbayern sind zwar das mit Abstand beste Auswärtsteam der Liga, waren aber mit 21 von 36 möglichen Punkten nach zwölf Spielen nur an Position acht in der Heimbilanz zu finden. Ontl hätte in Unterzahl sogar ein drittes Eisbären-Tor nachlegen können (26.), stattdessen aber kassierten die Regensburger in neuerlicher Unterzahl zwei Minuten später durch Rene Röthke den ersten Gegentreffer des Abends.

Auch Weber trifft im Powerplay

Dann reichten Jakob Weber neun von 14 Sekunden Zwei-Mann-Überzahl zum dritten Powerplaytor der Eisbären des Abends. Anders als zuhause gingen die Eisbären nicht mit Rückstand, sondern einer 3:1-Führung in den Schlussabschnitt. Kapitän Flache hätte mit einem 4:1 schon für Klarheit sorgen können, DSC-Schlussmann Schroth hatte aber etwas dagegen (43.). Die Eisbären lieferten konzentrierte Defensivarbeit, Deggendorf schaffte es nicht, übermäßig Druck aufzubauen. Auch die Auszeit 243 Sekunden vor Ende und die Maßnahme, Schroth zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen, änderte nichts mehr. Erik Keresztury machte ins leere Tor 24 Sekunden vor Ende alles klar, auch wenn die Deggendorfer sechs Sekunden vor der Schlusssirene durch Thomas Schmid den 2:4-Schlusspunkt setzten.

Deggendorf – Regensburg 2:4 (0:1, 1:2, 1:1)

Deggendorfer SC: Schroth – Wolfgramm, Pfänder; Stern, Pietsch; Kischer, Schmid; Sonsky – Röthke, Leinweber, Schembri; Reisnecker, Osterberg, Seidl; Brunner, Döring, Janzen
Eisbären Regensburg: Berger – Gulda, Heider; Weber, Tippmann; Birner, Vogel; Diel – Divis, Gajovsky, Heger; Flache, Keresztury, Ontl; Sauer, Schwarz, Tausch; Mühlbauer, Sokolov, Schwamberger
Tore: 0:1 (8:50) Ontl (Weber bei 5-4), 0:2 (20:10) Flache (Divis-Gajovsky bei 5-4), 1:2 (27:53) Röthke (Leinweber-Osterberg bei 5-4), 1:3 (34:20) Weber (Divis-Gajovsky bei 5-3), 1:4 (59:36) Keresztury (bei 5-6 ins leere Tor), 2:4 (59:54) Schmid
Schiedsrichter: Kevin Salewski. – Zuschauer: 2790 (ausverkauft). – Strafminuten: Deggendorf 16 – Regensburg 10

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