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Eishockey

Eisbären erreichen ein Etappenziel

Mit dem 4:1 in Selb ist das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde perfekt. Zwei Treffer ins leere Tor sichern den Sieg.
Von Heinz Gläser

Ab durch die Mitte! Felix Schwarz (hier im Eisbären-Heimspiel gegen Selb Mitte Dezember) lässt zwei Wölfe stehen.  Foto: Brüssel
Ab durch die Mitte! Felix Schwarz (hier im Eisbären-Heimspiel gegen Selb Mitte Dezember) lässt zwei Wölfe stehen. Foto: Brüssel

Selb.Für den Sturm an die Tabellenspitze hat es noch nicht gereicht, aber immerhin haben die Eisbären das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde vorzeitig unter Dach und Fach gebracht und damit ein erstes Etappenziel erreicht. Der Regensburger Eishockey-Oberligist setzte sich dank einer starken kämpferischen Leistung im Derby bei den Selber Wölfen mit 4:1 (1:1, 1:0. 2:0) durch. Das Team von Coach Max Kaltenhauser profitierte vom Deggendorfer 5:4-Sieg in Rosenheim und kann in den verbleibenden zwei Spielen der Meisterrunde nicht mehr auf den fünften Platz abrutschen. Spitzenreiter Memmingen gab sich derweil beim 4:2-Erfolg in Lindau keine Blöße und wahrte den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Eisbären.

Tomas Schwamberger und Michail Sokolov fehlten am Sonntagabend weiterhin verletzungsbedingt. Zumindest im Fall Schwamberger ist sehr fraglich, ob er bis zum Start der Playoffs Mitte März wieder einsatzfähig sein wird. Fabian Herrmann war für die Jung-Eisbären im Einsatz.

Die Wölfe haben aktuell noch größeres personelles Ungemach zu verkraften. Mit dem zweitbesten Scorer Landon Gare und Florian Ondruschka fehlten unter anderen zwei Stützen im Team des neuen Selber Trainers Herbert Hohenberger, der zudem mit Förderlizenzspieler Florian Mnich anstelle von Nilas Deske einen relativ unerfahrenen Torhüter aufbot.

Rund 200 mitgereiste Fans aus Regensburg feuerten die Eisbären in der Netzsch-Arena an. Doch Kaltenhausers Mannschaft tat sich schwer, in die Gänge zu kommen. Selb legte hochmotiviert los und profitierte von einem Fehlgriff des Eisbären-Torhüters Peter Holmgren. Der Puck rutschte dem Deutsch-Schweden bei einem Schuss von Max Hirschberger aus dem Fanghandschuh. Die Selber Führung ging auf das Konto des zuletzt so zuverlässigen Eisbären-Goalies.

Ontls siebtes Saisontor

Als Constantin Ontl zwei Minuten die Strafbank drückte, lag der zweite Treffer der Wölfe in der Luft. Selb kombinierte einige Einschussmöglichkeiten heraus. Tomas Gulda rettete kurz vor der Torlinie. Auf der Gegenseite gab Nikola Gajovsky einen ersten Warnschuss ab, der am Außennetz landete. Kaltenhauser hatte im Vorfeld nicht umsonst vor der Schwere der Aufgabe und der Kampfkraft des Gegners gewarnt. Die Regensburger benötigten einen gewissen Anlauf, um ihr Spiel wie gewohnt aufzuziehen. Just als Erik Keresztury vorübergehend angeschlagen das Eis verlassen hatte, glückte Ontl nach Vorarbeit seines Kapitäns Peter Flache mit seinem siebten Saisontreffer der Ausgleich.

Dass dieses Duell zwischen Oberfranken und Oberpfälzern stets große Brisanz birgt, verdeutlichte eine handfeste Auseinandersetzung zwischen Lukas Mühlbauer und Richard Gelke. Bei vier gegen vier neutralisierten sich beide Teams, nach der turbulenten Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels bewies Holmgren bei Chancen von Hirschberger und Dominik Müller, dass er seinen frühen Schnitzer mental gut weggesteckt hatte. Einem Alleingang von Eisbären-Stürmer Leopold Tausch blieb derweil der krönende Abschluss versagt.

Gajovsky visierte mit Beginn des zweiten Abschnitts gleich mal den Pfosten an. Es war das Signal für den unbändigen Tordrang, den die Eisbären aus der Kabine mitgebracht hatten. Keresztury überwand Mnich mit einer akrobatisch anmutenden Aktion und schoss die Gäste in Führung. Auf diesem knappen Vorsprung ruhten sich die Eisbären nicht aus, ganz im Gegenteil: Selb blieb kaum noch Zeit, Luft zu holen. Und Mnich geriet unter Regensburger Dauerbeschuss, bestand aber so manche Prüfung bravourös.

Tausch angeschlagen

Tausch musste das Eis verlassen, es besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Nur selten gelang es den Gastgebern, sich aus der Umklammerung der Eisbären zu befreien. Was fehlte, war der dritte Treffer.

Mit dem dünnen Polster aus Sicht der Regensburger ging es ins dritte Drittel, das zerfahren begann. Die Spannung prägte die Begegnung, in der Selb nie aufsteckte. Hohenberger nahm seinen Torhüter raus – was sich gleich zweimal rächte. Zunächst vollendete Petr Heider, als Mnich gerade auf dem Weg zur Bande war. Ins leere Tor traf anschließend auch noch Jakob Weber.

Statistik

Selb – Eisbären 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)

Selber Wölfe: Mnich – Böhringer, D. Müller; Silbermann, Wenisch; Kremer, Kolb – Pisarik, McDonald, Schiener; M. Schmidt, Klughardt, Turner; Bär, Gelke, Hirschberger

Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Heider; Schiller, Weber; Schütz, Vogel; Tippmann, Diel – Heger, Gajovsky, Divis; Ontl, Keresztury, Flache; Klaus, Schwarz, Tausch; Mühlbauer, Sauer, Bühler

Tore: 1:0 (3:49) Hirschberger (Gelke, Silbermann); 1:1 (13:04) Ontl (Flache, Schiller); 1:2 (21:24) Kerezstury (Gulda); 1:3 (58:42) Heider (empty net); 1:4 (59:13) Weber (empty net)

Schiedsrichter: Florian Feistl; Zuschauer: 1532; Strafminuten: 8 – 6

Alle Informationen rund um die Eisbären der EV Regensburg finden Sie hier.

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