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Eishockey

Eisbären fegen Wölfe vom Eis

Regensburger überzeugen beim 11:1 gegen die demoralisierten Oberfranken auf der ganzen Linie. Der Kapitän trifft viermal.
Von Heinz Gläser

Angeführt von Kapitän Peter Flache drehten die Regensburger gegen Selb so richtig auf. Foto: Melanie Feldmeier
Angeführt von Kapitän Peter Flache drehten die Regensburger gegen Selb so richtig auf. Foto: Melanie Feldmeier

Regensburg.Aus dem vermeintlichen Härtetest wurde ein lockerer Spaziergang: Die Regensburger Eisbären überrollten die zuletzt so formstarken Selber Wölfe am Sonntagabend mit 11:1 (3:0, 4:0, 4:1) und boten dabei vor 1861 Zuschauern in der Donau-Arena eine mehr als überzeugende Leistung. Das Team von Trainer Igor Pavlov behauptete damit den Vier-Punkte-Vorsprung auf den EC Peiting, den letzten verbliebenen Verfolger des Tabellenführers der Eishockey-Oberliga Süd.

Selb war ja durchaus mit breiter Brust nach Regensburg gereist. In der Oberliga-Meisterrunde hatten die Oberfranken bislang Sieg an Sieg gereiht. Doch nach exakt neun Minuten und sieben Sekunden Spielzeit sah sich Wölfe-Trainer Henry Thom genötigt, eine frühe Auszeit zu nehmen, um seine völlig überrumpelten Jungs zur Ordnung zu rufen und ihnen eine kurze Verschnaufpause vom Eisbären-Wirbel zu gönnen.

Bei den Regensburgern ersetzte diesmal Kapitän Peter Flache in seinem 200. Einsatz für die Eisbären den verletzten Leopold Tausch (Leiste) in der ersten Sturmreihe, und diese Maßnahme schlug sich prompt in Zählbarem nieder. Der Routinier schockte die Gäste mit zwei Treffern, wobei das 2:0 nach einer tollen Scheibeneroberung von Erik Keresztury an der blauen Linie perfekt aufgelegt wurde.

Einsatz und Spielwitz

Lars Schiller bereitete alsdann das 3:0 von Davide Vinci ebenso mustergültig vor. Ein angetäuschter Schuss, eine ideale Vorlage – und Niklas Deske im Selber Tor war durch Vincis zweites Saisontor abermals geschlagen. Nach der Auszeit berappelten sich die Gäste ein wenig, doch tonangebend blieben ganz klar die Regensburger. Constantin Ontls Alleingang und Jakob Webers krachendes Geschoss an die Latte waren die größten Chancen der Gastgeber im weiteren Verlauf des ersten Drittels. Waren am Freitag beim turbulenten 7:5-Sieg in Höchstadt noch einige Konzentrationsmängel zu beklagen, so imponierten die Eisbären gegen Selb mit Einsatz und Spielwitz. Selbst Selbs Liga-Topscorer Ian McDonald hatte diesem Elan wenig entgegenzusetzen. Was aufs Eisbären-Tor kam, wurde Peter Holmgrens sichere Beute.

Das Spiel blieb überraschend einseitig. Selb schien an diesem Sonntag irgendwie neben seinen Schlittschuhen zu stehen. Traumwandlerisch leicht kombinierten sich Richard Divis und Nikola Gajovsky zum vierten Treffer – Gajovskys 28. in dieser Saison. Im Gefühl des sicheren Sieges erlaubten sich die Eisbären gar den Luxus, 58 Sekunden Überzahl fünf gegen drei ungenutzt verstreichen zulassen. Tomas Gulda feuerte aus allen Lagen und gefühlt zehnmal, aber entweder war ein Schläger oder Deske im Weg. Bei fünf gegen fünf gelang Constantin Ontl das 5:0. Thom nahm daraufhin Niklas Deske aus dem Tor und brachte Manuel Kümpel. Dieser war gegen Benedikt Böhms feinen Schlenker und das 6:0 aus spitzem Winkel jedoch machtlos.

Flache glänzend aufgelegt

Nun spielten die Eisbären mit dem Wölfen Katz und Maus. Divis versenkte nach Vorarbeit von Gajovsky die Scheibe zum 7:0. Der Widerstand der Gäste bewegte sich nur noch auf pflichtschuldigem Niveau, sie hatten sich in ihr Schicksal gefügt. Gajovsky und der glänzend aufgelegte Flache mit seinem dritten Streich ebneten im dritten Drittel schnell den Weg für ein zweistelliges Ergebnis. Das 10:0 gegen demoralisierte Oberfranken markierte erneut Flache, den Pavlov gleich in zwei Reihen aufs Eis schickte. Den zweiten Shutout der Eisbären in der laufenden Spielzeit verhinderte Andreas Geigenmüllers Treffer zum 1:10. Der Selber Torjubel war überschaubar.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

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